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Börse
Schwierige Phase für den Dax - Quartalszahlen dominieren

Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z
Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z FOTO: dpa, Fredrik Von Erichsen
Frankfurt/Main. Der deutsche Aktienmarkt dürfte auch in der neuen Woche in unruhigem Fahrwasser bleiben. Konjunktursorgen, die Nachwirkungen der auslaufenden Quartalsberichtssaison sowie politische Unsicherheiten halten die Anleger auf Trab.

"Es steht zu befürchten, dass die Schaukelbörse zunächst anhält", glaubt Analystin Claudia Windt von der Landesbank Helaba. Für einen nachhaltigen Stimmungsumschwung fehlten derzeit vor allem konjunkturelle Impulse.

Immerhin hat der Dax am Ende einer turbulenten Handelswoche doch noch den Sprung in die Gewinnzone geschafft. Er stieg bis zum Handelsende am Freitag um 0,92 Prozent auf 9952,90 Punkte. Auf Wochensicht bedeutete das ein Plus von 0,84 Prozent.

Neben weiter schwelenden Konjunktursorgen drücken politische Unsicherheiten auf die Stimmung. Die Experten der WGZ Bank verweisen unter anderem auf das baldige Referendum über einen EU-Austritt Großbritanniens. Zudem belasten demnach mit Blick auf die Berichtssaison anhaltend rückläufige Gewinne, insbesondere bei den US-Unternehmen, aber auch in Europa.

Sorgen um die chinesische Wirtschaft

Die Berichtssaison neigt sich derweil langsam ihrem Ende entgegen. In der neuen Woche legen aus dem Dax noch der Pharma- und Chemiekonzern Merck sowie der Konsumgüterhersteller Henkel ihre Geschäftsberichte für das abgelaufene Quartal vor. Ansonsten öffnen noch einige Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe ihre Bücher.

Auf der Konjunkturseite richten die Blicke sich bereits am Wochenende angesichts schwelender Sorgen um die chinesische Wirtschaft auf Zahlen zu Chinas Industrie sowie zum Einzelhandel. Zum Wochenauftakt richten sich die Blicke dann auf den Empire-State-Index, der die Geschäftstätigkeit der Industrie im US-Staat New York misst und als wichtiger Frühindikator für die Wirtschaft in den USA gilt.

Der Dax wird diese Daten wegen des Feiertages "Pfingstmontag" aber erst am Dienstag verarbeiten können. Dann stehen auch schon die US-Verbraucherpreise auf der Agenda.

(dpa)
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