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Börse
US-Techwerte und Fed-Politik lassen Dax abrutschen

Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z
Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z FOTO: dpa, Fredrik Von Erichsen
Frankfurt/Main. Abermals schwache US-Technologiewerte und die Aussicht auf eine weitere geldpolitische Straffung in den USA haben am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag für Katerstimmung gesorgt. Der Dax fiel um 0,89 Prozent auf 12.691 Punkte.

Am Vortag war der Index noch erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 12.900 Zählern geklettert. Auch warf in dem feiertagsbedingt eher dünnen Donnerstagshandel der großer Verfallstag an den Terminbörsen - der sogenannte Hexensabbat - an diesem Freitag seinen Schatten voraus. Kurse können dann ohne erkennbaren Grund deutlich schwanken.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax gab am Donnerstag um 1,13 Prozent auf 25.018 Punkte nach und der TecDax büßte 1,38 Prozent auf 2249,02 Zähler ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,61 Prozent auf 3525,46 Punkte. Der französische CAC-40 und der britische FTSE 100 gaben ebenfalls nach.

Zu den wenigen Gewinnern in den großen Indizes gehörten die Aktien der Deutschen Börse, die mit einem Plus von 0,84 Prozent den Dax anführten. Als Favorit im MDax stiegen die Papiere von LEG Immobilien um 0,76 Prozent. Beide profitierten von positiven Analystenkommentaren.

Unter den Nebenwerten schnellten SHW-Papiere um rund 10 Prozent auf 36,05 Euro in die Höhe. Der Chef der in Österreich börsennotierten KTM Industries AG, Stefan Pierer, will den Autozulieferer übernehmen. Er bietet über seine Pierer Industrie AG 35 Euro je Aktie.

Die Verluste zogen sich indes durch viele Branchen. Die Papiere der Lufthansa fielen nach einem skeptischen Kommentar der US-Bank Goldman Sachs um rund anderthalb Prozent. Adidas-Anteilscheine büßten mehr als 2 Prozent ein. Hier nahmen Anleger abermals Gewinne mit.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,09 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 141,94 Punkte. Für den Bund Future ging es um 0,50 Prozent auf 164,61 Punkte nach unten. Der Kurs des Euro fiel auf 1,1155 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1166 (Mittwoch: 1,1203) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8956 (0,8926) Euro gekostet.

(dpa)
 
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