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Börse
Anleger zeigen vor US-Jobbericht weiterhin Zurückhaltung

Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z
Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z FOTO: dpa, Fredrik Von Erichsen
Frankfurt/Main. Trotz der Aussicht auf weiter fließendes Billiggeld der Europäischen Zentralbank ist der Dax am Donnerstag abermals an der Hürde von 12.000 Punkten gescheitert – Anleger blieben vor dem US-Arbeitsmarktbericht an diesem Freitag vorsichtig.

Der deutsche Leitindex war zwar am Donnerstagnachmittag über die psychologisch wichtige Marke gesprungen, konnte seine Gewinne aber nicht gänzlich verteidigen. Er schloss mit einem Plus von 0,09 Prozent bei 11.978,39 Punkten.

Anleger warten den US-Jobbericht ab

Für den Index der mittelgroßen Konzerne MDax ging es um 0,22 Prozent auf 23 285,12 Punkte nach oben, während der TecDax auch wegen Verlusten des Index-Schwergewichts Dialog Semiconductor um 0,30 Prozent auf 1949,22 Zähler fiel. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,60 Prozent auf 3409,89 Punkte. Der CAC-40 in Paris legte ebenfalls zu, während der Londoner FTSE 100 moderat nachgab.

Die Blicke der Anleger richten sich erst einmal auf den monatlichen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Der ist für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed von großer Bedeutung. Sie dürfte den Leitzins nach allgemeiner Marktmeinung noch im März anheben. Über das weitere Straffungstempo gehen die Meinungen aber auseinander. Neben den Beschäftigungszahlen steht daher insbesondere die Lohnentwicklung im Fokus. Deutlich steigende Arbeitsentgelte könnten die Fed zusätzlich unter Druck setzen.

BMW enttäuscht Anleger

Schlusslicht im Dax waren die Aktien des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA mit einem Minus von 2,72 Prozent. Händler monierten den vorsichtigen Geschäftsausblick. Auch der Autobauer BMW enttäuschte die Anleger. Angesichts verfehlter Erwartungen beim operativen Gewinn im vergangenen Jahr fielen die Papiere um rund zweieinhalb Prozent.

Die Papiere des Sportartikelherstellers Adidas setzten ihre Rekordjagd derweil fort und kletterten bis auf 180,05 Euro. Am Ende stand noch ein Plus von 1,83 Prozent auf 178,05 Euro zu Buche, nachdem sie am Vortag nach erhöhten Unternehmensprognosen bereits kräftig zugelegt hatten.

Lufthansa-Aktien bauten nach den jüngsten Verkehrszahlen ihre Kursgewinne aus und stiegen an der Dax-Spitze um 2,62 Prozent. Rückenwind lieferten auch gesunkene Ölpreise, die zu niedrigeren Treibstoffkosten führen können.

Gewinne bei Uniper und Springer

Kursgewinne von rund 3 Prozent beziehungsweise mehr als 2 Prozent gab es bei den im MDax notierten Aktien von Axel Springer und Uniper. Beim Medienkonzern Springer betonten Händler die soliden Geschäftszahlen und die hohe Dividende. Beim Kraftwerksbetreiber Uniper trieben die jüngsten Fortschritte im Tagesgeschäft an.

Im TecDax ging es für die Anteile von Dialog Semiconductor um rund 3 Prozent abwärts. Ein Händler verwies auf die Meldung eines französischen Internetportals, wonach der Chipkonzern STMicroelectronics eventuell nicht rechtzeitig genügend bestimmte Chips für das neue iPhone produzieren könne. Im Sog von STMicroelectronics ging es auch für Dialog nach unten.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,09 Prozent am Vortag auf 0,12 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,26 Prozent auf 142,07 Punkte. Der richtungweisende Bund Future sank um 0,55 Prozent auf 159,84 Punkte. Der Euro wurde zuletzt mit 1,0584 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0551 (Mittwoch: 1,0556) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9478 (0,9473) Euro gekostet.

(isw/dpa)
 
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