kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

35 Milliarden für Hypo Real Estate: Bund soll Kredit absichern

zuletzt aktualisiert: 29.09.2008 - 13:53

München (RPO). Am Montagmorgen wurde bereits die Rettung der Hypo Real Estate (HRE) verkündet. Ein deutsches Finanzkonsortium stützte die Bank mit einer 12 Milliarden Euro umfassenden Kreditlinie. Tatsächlich sind es jedoch 35 Milliarden Euro, die jetzt durch eine Staatsbürgschaft abgesichert werden sollen.

Die Finanzkonzerne hätten dem Münchner Unternehmen kurz- und mittelfristige Darlehen "über mehrere Milliarden Euro" gewährt, erklärte HRE-Chef Georg Funke am Montag in München. Die Bundesregierung bürgt für diese Darlehen mit einem Risikoschirm im Umfang von insgesamt 35 Milliarden Euro, wie der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Torsten Albig, sagte. Die HRE war angesichts der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten in Schieflage geraten.

Die HRE habe sich eine "umfangreiche neue Kreditlinie gesichert, die das Unternehmen "vom Einfluss der derzeit weitgehend funktionsunfähigen Geldmärkte abschirmt", teilte der Dax-Konzern mit. Der Immobilienfinanzierer sei mit dem Bankenkonsortium wegen der "außergewöhnlich schwierigen Bedingungen" im internationalen Finanzsystem in Verhandlungen getreten.

Nach den Zusagen der Finanzinstitute und der Bundesregierung werde die HRE jedoch die internationalen Finanzmärkte "auf absehbare Zeit nicht mehr in Anspruch nehmen müssen", hieß es. Die Bundesbank und die Finanzaufsicht Bafin teilten mit, sie gingen davon aus, dass die Marktfähigkeit des Unternehmens nun gesichert sei.

Die HRE hatte massiv in faule US-Hypotheken investiert und war deshalb in einen finanziellen Engpass geraten. Ursache für die großen Schwierigkeiten scheint vor allem die deutsch-irische Tochter Depfa zu sein, spezialisiert auf Staats- und Infrastrukturfinanzierung, die die HRE erst im Oktober vergangenen Jahres gekauft hatte. Der Immobilienfinanzierer muss eigenen Angaben zufolge Abschreibungen auf seine Depfa-Beteiligung vornehmen – in welcher Höhe, teilte das Unternehmen nicht mit.

Ministeriumssprecher Albig sagte, über das Wochenende habe es "sehr intensive Beratungen" zwischen der Bafin, verschiedenen Unternehmen der Finanzbranche und der HRE gegeben. Die Bundesregierung habe sich daraufhin bereit erklärt, "die Kreditunterstützung durch einen staatlichen Bürgschaftsrahmen abzusichern". Er hob hervor, dass eine Bürgschaft nicht gleichbedeutend mit einem Kredit sei.

Die Bundesregierung hafte mit ihren Garantien lediglich für mögliche Ausfälle bei den Darlehen. Diese Zusage sei nötig gewesen, um das Bankenkonsortium zu Krediten für die HRE zu bewegen. Könne der Immobilienfinanzierer die Kredite oder Teile davon nicht zurückzahlen, belaste dies aber auch den Bundeshaushalt, sagte Albig.

Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sagte, durch die Zusagen der Regierung für die HRE habe eine "Ausbreitung der Finanzmarktkrise verhindert werden" können. Ohne dieses Eingreifen wäre das Finanzsystem gefährdet gewesen. Auch Albig betonte, der Schritt sei nötig gewesen "um Schaden vom Land abzuwenden". Durch die Zusage für den Risikoschirm sei "sehr schnell eine Antwort auf eine krisenhafte Zuspitzung gefunden worden". An eine Verstaatlichung der HRE sei jedoch keinesfalls gedacht.

Die HRE hat nach eigenen Angaben eine Bilanzsumme von rund 395 Milliarden Euro und beschäftigt rund 1900 Mitarbeiter in Europa, Asien und Amerika. Erst im Juni war die US-Investmentgesellschaft J. C.Flowers als Großaktionär eingestiegen.

Die EU-Kommission erwartet von der Bundesregierung eine Klarstellung, dass es sich bei der Milliardenbürgschaft für HRE nicht um eine unzulässige Staatshilfe handelt. Es sei "wichtig, die Kommission in diesem Punkt zu beruhigen", sagte ein Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Montag in Brüssel. Mit Blick auf die internationale Finanzkrise sagte der Sprecher von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso den Mitgliedstaaten zu, die Wettbewerbsregeln "schnell, verantwortlich und flexibel" anzuwenden, wie sagte.

Alle Infos zur Finanzkrise finden Sie in unserem Special.

Quelle: ap

 
weitere Artikel
 
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Volkswagen stellt sich neu auf

Deutschlands größter Autobauer

Volkswagen stellt sich neu auf

Massiver Umbau im Volkswagen-Konzern: Die Lkw-Töchter werden stärker miteinander vernetzt. ... mehr 

Investor interessiert sich für XL-Filialen

Aus der Drogeriemarktkette Schlecker

Investor interessiert sich für XL-Filialen

Nach dem Aus für die Drogeriemarktkette Schlecker steht nun die Abwicklung der einzelnen Unternehmensteile an. Für die Marke Ihr Platz und ... mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Deutschlands größter Autobauer

Volkswagen stellt sich neu auf

Aus der Drogeriemarktkette Schlecker

Investor interessiert sich für XL-Filialen

Drittgrößtes Mobilfunkunternehmen

E-Plus droht der Verkauf

Drogeriemarkt-Riese insolvent

Warum Schlecker unterging

Thronjubiläum von Queen Elizabeth II.

Mit Tee und Scones auf dem Rhein

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
Bernd Riexinger bildet zusammen mit Katja Kipping das neue Führungs-Duo der Linken.

Bernd Riexinger im Porträt

Lafontaine-Freund und Agenda-Gegner

Bernd Riexinger meidet eigentlich das Blitzlichtgewitter. "Ich muss mich nicht ständig in Szene setzen", sagt er. Schon aus diesem Grund hat er sich nicht nach der Bewerbung um den Bundesparteivorsitz der Linken gedrängt. mehr

 
Sahra-Wagenknecht-Die-schoene-Kommunistin_1_29596.jpg

Parteitag wählt Doppelspitze

Kipping und Riexinger neue Linken-Chefs

In Kampfabstimmungen haben sich die ostdeutsche Katja Kipping und der westdeutsche Gewerkschafter Bernd Riexinger als neue Parteichefs der Linken durchgesetzt. VON Eva Quadbeck  mehr

 

Neue Linken-Chefin im Porträt

Katja Kipping - unangepasst und modern

 

Konferenz der Kreisvorsitzenden

CDU-Basis übt scharfe Kritik an Merkel

 

Krise der Banken hält an

Merkel: Spanien soll unter Rettungsschirm

 

Parteitag der Linken in Göttingen

Gysi: "Das ist ein pathologischer Zustand"

 

Protestdemos nach Urteilsverkündung

Muslimbruder fordert Todesstrafe für Mubarak

 

Koalitionsverhandlungen in NRW

"Keine Spielräume für Ausgabensteigerungen"

Strom-Rechner

kWh
vergleichen