BayernLB: Bund will Kapitalspritze nur zum Teil bewilligen
zuletzt aktualisiert: 25.10.2008 - 15:14Hamburg (RPO). Das Banken-Rettungspaket der Bundesregierung hilft der angeschlagenen BayernLB offenbar nicht vollständig aus der Krise: Der Bund will die beantragte Kapitalspritze von mehreren Milliarden Euro nur teilweise bewilligen.
Einem Bericht des Nachrichtenmagazin "Spiegel" zufolge will der Bund die beantragte Kapitalspritze von 5,4 Milliarden Euro nicht vollständig bewilligen. Hintergrund ist, dass die Anteilseigner, der Freistaat Bayern und die Sparkassen, im Frühjahr einen eigenen Rettungsschirm von zusammen 4,8 Milliarden Euro zugesichert hatten.
Die Bank hatte vor wenigen Tagen erklärt, sie benötige 5,4 Milliarden Euro vom Bund und eine weitere Milliarde von ihren Eigentümern, um ihre Eigenkapitalbasis zu stärken. Der scheidende bayerische Finanzminister und BayernLB-Verwaltungsratsmitglied Erwin Huber (CSU) betonte, durch die Kapitalmaßnahmen werde die bislang versprochene Bürgschaft des Freistaats und der Sparkassen "entbehrlich".
Dem Bericht zufolge ist eine Kapitalspritze denkbar, um die Differenz zwischen den Geldern zu decken. Zusätzlich könnte die BayernLB sich noch aus dem 400-Milliarden-Topf des Bundes für Kreditgarantien bedienen. In ihrem Antrag hätte sich der Freistaat das ausdrücklich vorbehalten, hieß es.
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