Asien-Börsen im Aufwind: Chinas Zusicherung beruhigt die Märkte
zuletzt aktualisiert: 28.05.2010 - 09:24Tokio (RPO). Nach der Rally an den US-Börsen haben auch die Asien-Börsen zum Wochenausklang mehrheitlich Gewinne verbucht. Wie schon in Europa und in den USA sorgte die Erklärung der chinesischen Zentralbank, China werde ungeachtet der Euro-Schwäche seine Anlagen in Europa halten, für Beruhigung bei Investoren. Der Euro musste seine am Vortag errungenen Gewinne jedoch wieder abgeben.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel mit einem Gewinn von 1,3 Prozent bei 9762 Punkten, das höchste Tages-Plus seit zwei Wochen. Der breiter gefasste Topix-Index stieg knapp ein Prozent auf 878 Zähler. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Taiwan, Singapur und Südkorea verzeichneten Aufschläge. Lediglich der chinesische Leitindex musste Einbußen hinnehmen.
"Die Phase des drastischen Vertrauensverlustes der Anleger könnte nun hinter uns liegen, obwohl vermutlich noch eine ganze Weile mit erheblichen Kursbewegungen zu rechnen sein wird", sagte der Mizuho-Aktienstratege Tsuyoshi Segawa mit Blick auf Chinas Absichten, an der Diversifizierung seiner Währungsreserven festzuhalten und seine Anlage-Strategie nicht auf den Prüfstand zu stellen.
Japanische Exporttitel legten angesichts eines schwächeren Yens zu. Aktien von Sony stiegen 1,8 Prozent, Canon-Anteilsscheine um 1,6 Prozent. Die Aktien von Handelshäusern wie Mitsubishi legten nach Preisanstiegen für Rohstoffe zu. So war Kupfer am Donnerstag so teuer wie seit zwei Wochen nicht mehr.
Höher gehandelt wurden auch Anteile des Öl-und Gas-Unternehmens Inpex. Die Aktien gewannen dank des stärkeren Öl-Preises mehr als vier Prozent.
Zu den Verlierern zählte der Finanzkonzern Promise. Die Aktien gaben 1,6 Prozent ab, nachdem Moody's das Kreditrating runtergestuft hatte.
Die europäische Gemeinschaftswährung konnte die Erholung nicht fortsetzen und fiel auf 1,2308 Dollar nach 1,2363 Dollar im späten New Yorker Handel. Anleger seien weiter darauf aus, nach jedem Kursanstieg des Euro möglichst sofort Kasse zu machen, sagten Händler. Der Druck auf die europäische Währung werde nicht so schnell nachlassen, hieß es in einer Mitteilung von JPMorgan. Zur japanischen Währung wurde der Euro mit 112,24 Yen gehandelt. Der Dollar notierte bei 91,15 Yen.
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