Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
           
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Rheinische Post Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Aktien, Riesterrente, Hausbau: Das sollten Sie zur privaten Altersvorsorge wissen

zuletzt aktualisiert: 06.01.2013 - 14:09

Berlin (RPO). Bei der privaten Altersvorsorge gehen Verbrauchern einer Studie zufolge Jahr für Jahr Milliarden Euro verloren. Gründe hierfür sind unter anderem mangelnde Beratung und Information der Sparer. Wege zur privaten Vorsorge gibt es zahlreiche. Doch nicht jedes Modell ist für jeden geeignet.

Welche Möglichkeiten der Altersvorsorge gibt es?

Der klassische Weg ist der Abschluss einer privaten Rentenversicherung, bei der schon bei Vertragsabschluss bekannt ist, welche Mindestrente einmal ausgezahlt wird. Die Ertragschancen sind wegen der zuletzt stetig gesunkenen Überschussbeteiligung aber als mäßig einzustufen. Wenig risikobehaftet, aber auch ertragsarm sind Bankprodukte wie Sparpläne oder Einmalanlagen mit Festzins. Höhere Erträge versprechen Aktien- und Rentenfonds. Vor allem bei ersteren besteht allerdings ein hohes Verlustrisiko durch Kursschwankungen.

Und wie sieht es mit Wohneigentum aus?

Wer über ausreichendes Eigenkapital und ein regelmäßiges Einkommen verfügt, der kann durch den Kauf einer Immobilie oder den Bau eines Häuschens fürs Alter vorsorgen. Die Investition in ein selbstbewohntes Haus oder eine Wohnung lohnt sich wegen der Kosten und Gebühren rund um den Immobilienkauf aber nur als langfristige Anlage. Wegen der anhaltend niedrigen Zinsen und der durch die Finanzkrisen ausgelösten Unruhe an den Börsen haben die Immobilienpreise gerade in Großstädten zuletzt ein hohes Niveau erreicht. Anleger müssen sich fragen, ob sie ihre Investition durch einen Weiterverkauf wieder hereinbekommen würden.

Was tut der Staat zur Förderung der privaten Altersvorsorge?

Am bekanntesten ist sicherlich die vor zehn Jahren eingeführte Riester-Rente. Wer vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens in Bank- und Fondssparpläne oder eine Rentenversicherung steckt, erhält eine Grundzulage von 154 Euro jährlich. Eltern mit zwei kleinen Kindern können sogar mehr als 900 Euro bekommen. Mit Zulagen gefördert werden über das sogenannte "Wohn-Riester" seit einiger Zeit auch spezielle Sparverträge für Häuslebauer und Wohnungskäufer. Dabei sind die einzelnen Riester-Produkte für unterschiedliche Altersgruppen und Spartypen geeignet.

Steuervorteile vor allem für Selbstständige bietet die sogenannte Rürup-Rente. Wo das Unternehmen es anbietet, lohnt sich oft eine Betriebsrente, vor allem wenn der Arbeitgeber sich daran beteiligt. Mehr als 2600 Euro können jährlich steuer- und sozialbeitragsfrei in eine solche Versicherung fließen.

Was sind die Vor- und Nachteile der staatlich geförderten Modelle?

Ein großer Vorteil ist neben Zuschüssen und Steuervorteilen, dass die Verträge nicht auf das Vermögen angerechnet werden, wenn jemand in den Hartz-IV-Bezug rutscht. Schwer zu kalkulieren wird ihr Ertrag allerdings auch dadurch, dass die Rentenzahlungen daraus im Alter voll steuerpflichtig sind.

Kann die private Altersvorsorge die Rentenlücke durch die Verringerung der gesetzlichen Leistungen tatsächlich schließen?

Nach Ansicht von Verbraucherschützern ist dies besonders deshalb schwierig, weil Produkte der privaten Anbieter oft versteckte Kosten enthalten. Diese fressen die staatlichen Zulagen teilweise wieder auf und verringern so die Vermögensbildung. Die schwere Vergleichbarkeit und Intransparenz der Produkte schreckt zudem viele weiter vom Abschluss einer Privatvorsorge ab. Derzeit gibt es 15,5 Millionen Riester-Verträge, obwohl eigentlich 38 Millionen Menschen förderberechtigt wären.

Wie könnte das System der privaten Altersvorsorge übersichtlicher gestaltet werden?

Da Banken und Versicherungen nicht nur den gelungenen Lebensabend ihrer Kunden, sondern auch ihren Profit im Auge haben, fordern Verbraucherschützer sogenannte Non-Profit-Angebote, etwa Riester-Konten, die von neutralen Stellen wie der Finanzagentur des Bundes verwaltet würden. In der Politik stößt dies derzeit auf wenig Resonanz.

Quelle: AFP/anch/csr

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung. Beachten Sie
dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Dramatischer Kurseinbruch in Tokio

Nikkei stürzt über 1000 Punkte ab

Dramatischer Kurseinbruch in Tokio

Dramatischer Einbruch an der Börse in Tokio: Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stürzte am Donnerstag um mehr als 1000 Punkte in den Ke ... mehr 

Brüssel kippt das Bankgeheimnis für EU-Ausländer

Kampf gegen Steuersünder

Brüssel kippt das Bankgeheimnis für EU-Ausländer

Bis Jahresende soll die Verschärfung des europäischen Zinssteuergesetzes unter Dach und Fach gebracht werden. Damit fiele faktisch das Bankg ... mehr 

Videos

Video

Vorgestellt: Nashorn Kibibi aus dem Krefelder Zoo

Kibibi ist zwei Jahre alt und lebt im Krefelder Zoo. Doch lange kann sie dort nicht mehr bleiben, denn ihre Mutter ist erneut schwanger. ... mehr 

Bär stromert durch Vorort von Los Angeles

Das Raubtier stöberte auf dem Gelände einer Villa herum. Die Polizei verfolgte den Bären mit dem Hubschrauber. mehr 

Top-Services
 
Politik-Nachrichten

Kampf gegen Steuersünder

Brüssel kippt das Bankgeheimnis für EU-Ausländer

Bis Jahresende soll die Verschärfung des europäischen Zinssteuergesetzes unter Dach und Fach gebracht werden. Damit fiele faktisch das Bankgeheimnis für Bürger aus dem EU-Ausland. Von Anja Ingenrieth  mehr

 

Kommentar

Das Bankgeheimnis fällt

Es bedurfte einer großen Banken- und Schuldenkrise, um manche Reichen und Top-Unternehmen stärker in die Steuerpflicht zu nehmen. Im Zeitalter von Steuer-CDs und automatischem Datenaustausch ist es auch dem Letzten klar geworden, dass Steuerflucht ... VON Martin Kessler  mehr

 
 

Obama-Rede über Anti-Terror-Strategie

USA: Tötung von US-Bürgern durch Drohnen

 

"Regime kann keine Rolle mehr spielen"

"Freunde Syriens" erhöhen Druck auf Assad

 

Gastebeitrag von Politologe Franz Walter

150 Jahre SPD – eine wirklich pralle Geschichte

 

Gastbeitrag von Guido Westerwelle

Keine Erosion bei Europas Werten!

 

De Maiziere in Drohnenaffäre unter Druck

Merkel hat "volles Vertrauen" in ihren Minister

Strom-Rechner

kWh
vergleichen
Jetzt Fan werden!

Werden Sie jetzt Facebook-Fan von RP ONLINE und verpassen Sie keine News mehr.

Jetzt Facebook-Fan werden von RP ONLINE