Foto: AFP
EinlagensicherungsfondsDer Einlagensicherungsfonds der Sicherheitsgarant für die Sparbücher der Deutschen. Geht eine Bank pleite, springt der Fonds ein. Er sichert Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen ab. Dazu gehören als Klassiker das Sparbuch, aber auch Tagesgelder. Aktienanlagen sind nicht betroffen, denn die Depots werden nur von den Banken verwaltet. Anleihen beispielsweise werden hingegen nicht gesichert.
Im Zweifelsfall, wenn keine ausreichende Deckung gegeben ist, müssen die dem Fonds angeschlossenen Institute Kapital nachschießen. Bevor ein solcher Schritt jedoch erforderlich wird, müssen die Vermögenswerte der bankrotten Bank aufgebraucht werden.
Foto: AFP
InvestmentbankenIhre Geschäftstätigkeit beschränkt sich auf die Vermögensverwaltung, Handel mit Wertpapieren und die Unterstützung von Unternehmen bei der Kapitalbeschaffung (z. B. Börsengänge).
Lehman Brothers und Merrill Lynch gehörten zu den weltweit größten Akteuren auf diesem Gebiet.
Foto: AP
Die Talfahrt an den Börsen geht weiter, auch deutsche Banken sind in Not. Das beunruhigt viele Leser. Entsprechend groß war das Interesse an unserer Telefonaktion. Wir veröffentlichen eine Auswahl der interessantesten Fragen.
Foto: ddp
Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)Die KfW ist eine staatliche Kreditbank. Ihre Aufgabe ist die Bereitstellung von Kapital beispielsweise für Existenzgründer. Es werden auch Kredite für Studenten oder Investitionen (z. B. in Entwicklungsländern) vergeben. Das Geld dafür besorgt sich die KfW auf den internationalen Kapitalmärkten, u. a. in Form von Anleihen.
Foto: AP
NotenbankenDie Notenbanken, hier die EZB in Frankfurt, werden oft auch als Währungshüter bezeichnet. Sie steuern die Geld- und Währungspolitik, verwahren die Währungsreserven, kontrollieren die Geldmenge, legen das Leitzinsniveau fest und sorgen für einen funktionierenden Zahlungsverkehr.
Foto: AP
LandesbankenEinige deutsche Bundesländer besitzen eigene Banken. Das Problem: Niemand weiß wirklich, was für einen Zweck sie haben und wie ihr Geschäftsmodell aussehen soll. Bei der Gründung der Sachsen LB, so wird vermutet, waren auch poltische Eitelkeiten im Spiel.
Neben der Mittelstandsfinanzierung suchten sich die Banker aus Dresden noch weitere Tätigkeitsfelder, was in einem Desaster endete. Inzwischen wurde das Institut in einer Rettungsaktion von der Bayern LB übernommen.
Foto: AFP
SchnelltenderWas in den Medien immer ominös als "Milliardenspritze" bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit ein Schnelltender. Dabei handelt es sich um ein geldpolitisches Instrument der Notenbanken (hier im Bild: die US-amerikanische Federal Reserve). Bestimmten Banken wird eine bestimmte Summe Geld zur Verfügung gestellt oder entzogen, um kurzfristig die im Umlauf befindliche Geldmenge zu beeinflussen.
Liegt keine Störung der Märkte vor, leihen sich die Banken normalerweise untereinander Geld. Ist das Gefüge wie in der aktuellen Situation gestört, herrscht Misstrauen unter den Banken und dieses Prinzip funktioniert nicht mehr bzw. nur noch eingeschränkt.
Foto: AFP
Subprime Loans, Notenbanken und Schnelltender: Wer kein Wirtschafts-Studium hinter sich hat, für den ist die Finanzmarktkrise eine ganz schöne Herausforderung.
Mit unserem Glossar schaffen wir Abhilfe!
Foto: AFP
UniversalbankenIm Gegensatz zu Investmentbanken haben Universalbanken ein diversifiziertes Geschäftsmodell. Sie sind also in mehreren Banksegmenten aktiv, beispielsweise im Privatkunden- und Mittelstandsgeschäft, aber auch im Investmentbanking.
Der Vorteil: Die Universalbanken (zu denen die britische Barclays oder die Deutsche Bank gehört) können Schwächen in einem Segment durch ihre anderen Aktivitäten wieder ausgleichen.
Foto: AFP
Verbriefte KrediteDie Banken haben die Subprime Loans zwischenzeitlich in Pakete gebündelt und als verbriefte Kredite einfach über den Kapitalmarkt weiterverkauft. Andere Banken griffen wegen der vergleichsweise hohen Renditen bei guten Bonitätsratings eifrig zu, was sich bei den folgenden Zahlungsausfällen und dem Zusammenbruch des Immobilienmarktes in den USA bitter rächte.
Foto: AFP
Subprime LoansDabei handelt es sich um Kredite, die an Kunden niedriger Bonität (Kreditwürdigkeit) vergeben werden. Während in Deutschland mindestens Schufa-Auskunft, Gehaltsbescheinigung und Eigentkapital nötig sind, reicht in den USA eine Selbstauskunft.
Anfangs müssen die Kreditnehmer nur reduzierte Zinsen zahlen, die später sprunghaft ansteigen. Genaue Informationen zu den Hintergründen finden Sie hier!
Foto: ddp
Bad Bank:
Bei einer Bad Bank (englisch für "schlechte Bank") handelt es sich um eine eigens für sogenannte faule Wertpapiere eingerichtete Bank. Einige private Institute besitzen eigene Bad Banks zur Abwicklung von Risiko-Krediten. Wenn in der politischen Diskussion allerdings von Bad Banks gesprochen wird, ist meist ein staatliches Institut gemeint. Es soll den Banken Wertpapiere und faule Kredite abnehmen, die diese dann aus der Bilanz streichen können. Das soll vor allem das Vertrauen der Banken untereinander wiederherstellen, damit diese sich wieder gegenseitig Geld leihen. In der Diskussion ist eine Bad Bank schon lange, Ende März kündigte US-Finanzminister Timothy Geithner die Einrichtung einer staatlichen Stelle zum Aufkauf fauler Kredite an.