Börsen leiden unter Eskalation in Libyen: Dax gleicht Verluste wieder aus
zuletzt aktualisiert: 22.02.2011 - 18:19Frankfurt/Main (RPO). Der deutsche Aktienmarkt hat im Laufe des Handelstages seine anfänglichen Verluste zum größten Teil wieder aufgeholt. Trotz der weiterhin Besorgnis erregenden Lage in Libyen folgte am Dienstag auf den Einbruch vom Vortag ein im Ergebnis nur geringfügiges Minus. Der Dax schloss um 3 Punkte leichter bei 7318 Zählern. Der MDax fiel um 0,3 Prozent auf 10.304 Punkte. Der TecDax verschlechterte sich um 0,2 Prozent auf 899 Zähler.
Nachdem der Montag ein Feiertag in den USA war, wirkten sich die Unruhen in Libyen etwas weniger stark auf den Handel an der Wall Street aus als in Europa am Montag. Händler begründeten das mit der geringeren Abhängigkeit Amerikas von Öllieferungen aus dem nordafrikanischen Land. Zudem stieg das Verbrauchervertrauen unerwartet stark. Gegen 17.45 Uhr hatte der Dow-Jones-Index 0,9 Prozent verloren und notierte bei 12.284 Punkten. Der Nasdaq-Composite-Index stand bei 2788 Zählern, das entsprach einem Minus von 1,7 Prozent.
Der Euro wurde von den Aussagen eines Ratsmitglieds der Europäischen Zentralbank, Yves Mersch, beflügelt, die Händler als Hinweis auf eine mögliche Leitzinserhöhung deuteten. Die Gemeinschaftswährung stand gegen 17.50 Uhr bei 1,3653 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,3667 Dollar festgelegt.
VW gewinnt 2,9 Prozent
Im Dax setzten sich Volkswagen mit einem Zuwachs um 2,9 Prozent auf 120,70 Euro an die Spitze. MAN stiegen um 2,5 Prozent auf 88,56 Euro. Infineon legten um 2,4 Prozent auf 8,01 Euro zu. Am unteren Ende des Index notierten Siemens mit einem Verlust von 1,3 Prozent bei 95,53 Euro. Merck verloren einen Teil des Vortagesgewinne wieder, die Aktie schloss um 1,2 niedriger bei 64,72 Euro. Bayer verschlechterten sich um 1,1 Prozent auf 55,30 Euro.
Im MDax schossen Aareal Bank um 9,1 Prozent nach oben und gingen mit 25,10 Euro aus dem Handel. Sky Deutschland legten um 3,3 Prozent auf 3,01 Euro zu. Größter Verlierer waren MTU, die mit einem Minus von 3,1 Prozent bei 50,35 Euro aus dem Handel gingen. Lanxess verloren 1,8 Prozent auf 54,94 Euro.
An die Spitze des TecDax setzten sich QSC mit einem Plus von 3,7 Prozent. Solarworld verbesserten sich um 2,5 Prozent auf 9,15 Euro. Am unteren Ende verloren Roth & Rau 5,8 Prozent und schlossen bei 15,42 Euro. Q-Cells verschlechterten sich um 4,2 Prozent auf 3,17 Euro.
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