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Börse: Dax schließt auf Jahreshoch

zuletzt aktualisiert: 04.11.2010 - 18:39

Frankfurt/Main (RPO). Am deutschen Aktienmarkt haben die Kurse am Donnerstag kräftige Gewinne verbucht. Der DAX legte um 1,8 Prozent auf 6.735 Punkte zu. Sein Jahreshoch verschob er dabei einmal mehr - es liegt nun bei 6.757 Zählern. Der MDAX stieg um 0,9 Prozent auf 9.456 Punkte, der TecDAX legte 0,5 Prozent auf 822 Zähler zu.

"Man könnte auch von einer Inflationsbörse und der Flucht in Sachwerte sprechen", sagte ein Händler angesichts der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank. Ohne Auswirkungen blieb dagegen die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Zinsen unverändert zu lassen. Die Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet folgten der bisherigen Linie der Notenbank.

Auch an der New Yorker Wall Street trieb die Ankündigung einer neuerlichen Liquiditätsspritze durch die US-Notenbank die Kurse. Bis 18.20 Uhr stieg der Dow-Jones-Index um 1,7 Prozent auf 11.401 Punkte. Der Nasdaq Composite rückte um 1,3 Prozent auf 2.574 Zähler vor. Der jüngste Bericht zur Beschäftigungslage in den USA wirkt sich hingegen nicht negativ auf die Stimmung der Börsianer aus.

Der Euro kostete am Abend 1,4210 Dollar. Am Nachmittag die EZB einen Referenzkurs von 1,4244 Dollar festgelegt. Im Tageshoch wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,4283 Dollar gehandelt - dem höchsten Stand seit dem 20. Januar dieses Jahres. Gegen Ende des europäisch geprägten Devisengeschäfts setzten dann jedoch erste Gewinnmitnahmen ein.

Adidas verliert 

Im DAX standen die Unternehmen im Blick, die Zahlen vorgelegt hatten. Dabei verteuerten sich allen voran HeidelbergCement um 8,9 Prozent auf 40,94 Euro. Das Unternehmen habe überzeugende Geschäftszahlen vorgelegt, urteilte die WestLB. Ein Händler sprach daneben auch von Nachholbedarf der Aktie angesichts der massiven Gewinne, zumal bereits über eine Gewinnwarnung spekuliert worden sei. BMW, die am Vortag ihren Quartalsbericht veröffentlicht hatten, verteuerten sich um 4,7 Prozent auf 54,08 Euro. Infineon gewannen 3,8 Prozent auf 5,88 Euro dazu.

Leichter beendeten dagegen adidas den Handelstag. Die Papiere des Sportartikelherstellers fielen nach Zahlen 3,3 Prozent auf 46,50 Euro zurück. Beiersdorf sanken um 1,8 Prozent auf 44,92 Euro. Die Drittquartalszahlen lägen deutlich unter den Erwartungen, sagten Analysten. Telekom büßten 1,7 Prozent auf 10,27 Euro ein. Die Situation in den USA - wo das Unternehmen netto Vertragskunden verloren habe - sei enttäuschend, hieß es.

Im MDAX stiegen Aurubis um 5,0 Prozent auf 39,64 Euro und führten damit die Gewinner an. Baywa legten nach Quartalszahlen um 4,3 Prozent auf 32,75 Euro zu. Rational verteuerten sich um 3,9 Prozent auf 171,60 Euro. Abschläge verbuchten dagegen EADS nach der Notlandung eines Airbus A380 in Singapur aufgrund eines Triebwerkschadens. Die Papiere des Luft- und Raumfahrtkonzerns verbilligten sich um 3,4 Prozent auf 18,36 Euro. Obwohl die Turbinen von Rolls-Royce stammten, gaben MTU 2,7 Prozent auf 42,33 Euro nach. Rhön-Klinikum ermäßigten sich nach Zahlen um 2,4 Prozent auf 16,50 Euro.

Im TecDAX kletterten allen voran Wirecard um 6,7 Prozent auf 11,30 Euro. Pfeiffer Vacuum stiegen um 4,6 Prozent auf 79,50 Euro. Jenoptik zogen um 3,4 Prozent auf 4,90 Euro an. Am anderen Ende sanken Drägerwerk nach der Vorlage der Quartalszahlen und Gewinnmitnahmen 7,1 Prozent auf 59,20 Euro. Die Ergebnisse des Medizintechnikunternehmens waren bis auf den Nettogewinn im dritten Quartal etwas besser als erwartet ausgefallen. ADVA fielen um 3,0 Prozent auf 5,55 Euro zurück.

Quelle: apd/nbe

 
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