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Börse: Dax schließt deutlich unter 6000 Punkten

zuletzt aktualisiert: 12.01.2010 - 18:47

Frankfurt/Main (RPO). Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag deutlich schwächer geschlossen. Der Leitindex verlor 1,6 Prozent auf 5943 Zähler und schloss damit wieder unter die Marke von 6000 Zählern. Der MDax reduzierte sich um 1,7 Prozent auf 7782 Punkte, und der TecDax gab 1,3 Prozent auf 842 Punkte nach.

Händler verwiesen auf enttäuschende Quartalszahlen von Alcoa und Zinserhöhungsängste. Ein Marktteilnehmer verwies zudem in diesem Zusammenhang auf ein saisonales Phänomen, das als "Januardelle" bezeichnet wird und eine Schwäche in der zweiten und dritten Woche des Auftaktmonats bezeichnet.

In New York begann die Wall Street mit Verlusten. Bis 18.00 Uhr verlor der Dow-Jones-Index 0,4 Prozent auf 10.619 Zähler. Der technologielastigere Nasdaq Composite reduzierte sich um 0,9 Prozent auf 2291 Punkte. Händler machten den Tritt der chinesischen Notenbank auf das geldpolitische Bremspedal und die als schwach interpretierte Quartalszahlen von Alcoa für die negativen Vorzeichen verantwortlich.

Der Euro wurde am Mittag zu 1,4525 Dollar wieder etwas stärker als am Mittag gehandelt. Am Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank einen Referenzkurs von 1,4481 Dollar festgestellt. Fundamentale Gründe konnten Devisenhändler allerdings nicht ausmachen. "Es dürften in erster Linie technische Auslöser gewesen sein", sagte ein Marktteilnehmer.

Commerzbank im Minus

Im Dax standen nahezu alle Werte unter Druck. Stärkster Verlierer waren Commerzbank mit einem Minus von 4,3 Prozent auf 6,60 Euro. BASF verbuchten einen Abschlag von 3,6 Prozent auf 41,98 Euro. Beiersdorf reduzierten sich um 3,2 Prozent auf 43,76 Euro. Nach der überdurchschnittlichen Kursentwicklung der vergangenen Monate sprachen Händler von einer Konsolidierung. Die beiden einzigen Gewinner waren Henkel mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 36,00 Euro und Münchener Rück, die 0,3 Prozent auf 108,55 Euro zulegten.

In der zweiten Reihe gaben allen voran Continental infolge von Gewinnmitnahmen 8,3 Prozent auf 40,85 Euro nach. Das Unternehmen will zudem sowohl dieses als auch nächstes Jahr offenbar keine Dividende zahlen. TUI verloren ebenfalls wegen Gewinnmitnahmen 6,1 Prozent auf 6,65 Euro nach. Heidelberger Druck fielen um 5,5 Prozent auf 5,78 Euro zurück. Stärkster Gewinner waren nach einer Kaufempfehlung auf der anderen Seite SGL Carbon mit einem Plus von 5,1 Prozent auf 23,74 Euro. Fielmann zogen um 2,0 Prozent auf 54,00 Euro an. Händler sprachen von einem großen Käufer.

Im TecDax fielen Drillisch um 5,5 Prozent auf 4,41 Euro. Aixtron gaben 4,0 Prozent auf 22,90 Euro nach. Phoenix Solar sanken um 3,4 Prozent auf 41,50 Euro. Die vier Verlierer wurden von Conergy angeführt, die sich um 3,8 Prozent auf 0,90 Euro verteuerten. Roth + Rau gewannen 1,2 Prozent auf 32,60 Euro. Bechtle und Manz Automation waren die weiteren gesuchten Titel.

Quelle: DDP/felt

 
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