Börse: Dax schließt im Minus
zuletzt aktualisiert: 25.01.2011 - 18:42Frankfurt/Main (RPO). An der Frankfurter Börse hat sich der Jubel über die gute Quartalsbilanz von Siemens und großer US-Konzerne wie DuPont am Dienstag in Grenzen gehalten. Im Gegenteil: Der Dax verlor bis zum Abend 0,1 Prozent auf 7.059 Punkte.
Der MDax gab 0,2 Prozent ab auf 10.048 Zähler. Der TecDax hingegen stieg minimal um 0,05 Prozent auf 862 Punkte. Gefragt waren Autoaktien, unter Druck standen Bankenwerte. "Die Anleger warten nun auf die Sitzung der US-Notenbank", sagte ein Händler. Aus technischer Sicht erwarten Marktteilnehmer kurzfristig keinen Ausbruch des Dax aus der Spanne zwischen 7.000 und 7.165 Punkten.
Die US-Börsen tendierten etwas leichter. Marktteilnehmer sprachen von leichten Gewinnmitnahmen. Mehrheitlich gute Zahlen der Unternehmen lieferten einen willkommenen Anlass dazu. Der Dow-Jones-Index verlor bis 18.30 Uhr MEZ 0,3 Prozent auf 11.941 Punkte, der Nasdaq-Composite hingegen stieg um 0,1 Prozent auf 2.718 Zähler.
Der Euro hielt sich am Abend zum Dollar auf hohem Niveau, wobei das Geschäft von Zurückhaltung geprägt war. Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtete sich ganz auf die Sitzung der US-Notenbank, die bis Mittwoch dauern wird. Mit einer Änderung der Leitzinsen rechnen die Finanzmärkte zwar nicht. Die Aussagen zu Inflation, Staatsverschuldung, Konjunktur und Arbeitsmarkt dürften Investoren jedoch akribisch auf Hinweise auf die künftige Geldpolitik der Federal Reserve durchleuchten.
Die Gemeinschaftswährung notierte bei 1,3645 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzwert am Nachmittag bei 1,3596 Dollar festgelegt.
Im Dax fielen Commerzbank um knapp 2,7 Prozent auf 5,62 Euro, RWE sanken um fast 2,0 Prozent auf 53,66 Euro. Deutsche Bank verloren 1,6 Prozent auf 43,64 Euro. Vorne zogen Infineon um 4,8 Prozent an auf 7,57 Euro, MAN legten 3,0 Prozent zu auf knapp 85,75 Euro. BMW machten 1,5 Prozent gut auf 56,08 Euro. BASF stiegen um 0,3 Prozent auf 56,12 Euro. Der US-Chemiekonzern DuPont hat die Gewinnziele nach oben geschraubt, was den europäischen Chemiesektor stützte.
In der zweiten Reihe verloren Vossloh 4,8 Prozent auf 92,01 Euro. IVG Immobilien gewannen 4,1 Prozent auf 7,71 Euro. Fraport machten mit der Auflösung einer Rückstellung 2,2 Prozent gut auf 49,00 Euro. Im TecDax waren Adva gefragt, die 7,4 Prozent zulegten auf 6,39 Euro.
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