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+++ Finanzkrisen-Ticker +++: Dax schließt mit Kursgewinn

zuletzt aktualisiert: 14.10.2008 - 16:29

Köln (RPO). Die Staaten der Welt wollen mit milliardenschweren Rettungspaketen die Finanzkrise stoppen, die Bundesregierung Maßnahmen per Eilverfahren beschließen. Zeitgleich entscheiden die Börsen, über den Erfolg der Politiker-Pläne. Der Dienstag – wir halten Sie in unserem Ticker über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Das Bankenviertel in Frankfurt - auch hier entscheidet sich in dieser Woche die Zukunft der Finanzwelt.  Foto: AP, AP
Das Bankenviertel in Frankfurt - auch hier entscheidet sich in dieser Woche die Zukunft der Finanzwelt. Foto: AP, AP

+++ 18.12 Uhr: Dax stieg am Dienstag um 2,7 Prozent

Der deutsche Aktienmarkt hat nach den beispiellosen Kursgewinnen vom Montag auch am Dienstag deutlich zugelegt. Der Leitindex DAX stieg um 2,7 Prozent auf 5199 Punkte. Der MDAX verbesserte sich um 1,5 Prozent auf 6052 Zähler und der TecDAX legte 0,2 Prozent auf 586 Zähler zu. Die Mehrheit der Börsianer warnte davor, bereits wieder in Euphorie zu verfallen. Zu unklar sei noch das Ausmaß der Verwerfungen, die die Kreditkrise hinterlassen hat.

+++ 17.02 Uhr: Dow rutscht wieder ins Minus

Nach dem höchsten Tagesgewinn in seiner Geschichte ist der Dow Jones Am Dienstag wieder ins Minus gerutscht. Er notierte zwischenzeitlich Negativwerte von 0,28 Prozent. In der ersten halben Stunde hatte er noch über drei Prozent zugelegt.

+++ 16.27 Uhr: Börsen setzen Aufwärtstrend fort

Nach zweistelligen Rekordgewinnen zum Wochenstart haben die Börsen am Dienstag ihren Aufwärtstrend in gemäßigterem Tempo fortgesetzt. Der Deutsche Aktienindex DAX lag am Nachmittag mehr als vier Prozent über dem Vortagesstand bei 5.270 Punkten. Zeitweise hatte er sogar ein Plus von über 6 Prozent aufzuweisen. Auch an der Wall Street in New York setzte sich die Erholung fort. Der Dow Jones legte in der ersten halben Stunde über drei Prozent zu. Vergangene Woche hatte der Dow Jones insgesamt 22,1 Prozent an Wert verloren.

+++ 15.53 Uhr: Linke lehnt Banken-Rettungspaket ab

Die Linksfraktion im Bundestag will dem Gesetzentwurf zum milliardenschweren Banken-Rettungspaket der Bundesregierung nicht zustimmen. Der Gesetzentwurf sei praktisch ein "Blankoscheck hinsichtlich der Verwendung des Geldes", begründete Fraktionschef Oskar Lafontaine diesen Schritt am Dienstag in Berlin. Man könne diesen Blankoscheck nicht einer Regierung ausstellen, "die bei der IKB ganz anders gehandelt hat als man jetzt handeln möchte".

+++ 14.50 Uhr: US-Regierung kauft sich in Banken ein

Am Dienstag hat US-Präsident George W. Bush eine teilweise Verstaatlichung amerikanischer Banken angekündigt. Die US-Regierung kauft sich mit 250 Milliarden Dollar in Banken ein.

+++ 14.33 Uhr: Weiter Widerstand der Länder gegen Rettungspaket

Gegen das milliardenschwere Rettungspaket der Bundesregierung für den Finanzsektor gibt es weiter Widerstand der Länder. "Es gab keine Übereinstimmung, was eine Beteiligung der Länder angeht", sagte der bayerische Finanzminister Erwin Huber (CSU) am Dienstag nach einem Treffen der Länderfinanzminister mit Bundesfinanzminister Peer Steinbrück in Berlin.

+++ 14.26 Uhr: SPD und Grüne beantragen Landtags-Sondersitzung

SPD und Grüne haben eine Sondersitzung des Landtags zu den Auswirkungen des Rettungspakets gegen die Finanzmarktkrise auf Nordrhein-Westfalen beantragt. "Nachdem CDU-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers es bisher nicht für notwendig angesehen hat, die Fraktionen des Landtags direkt zu informieren, erwarten wir eine Regierungserklärung des Ministerpräsidenten zur Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen auf die NRW-Steuerzahler", sagte SPD-Landeschefin Hannelore Kraft am Dienstag in Düsseldorf.

+++ 13.29 Uhr: Rüttgers steht hinter Rettungspaket

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat sich hinter das milliardenschwere Paket der Bundesregierung zur Rettung der Finanzmärkte gestellt. "Das ist ein richtiger und wichtiger Schritt, um das notwendige Vertrauen in die Finanzmärkte wieder herzustellen", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Düsseldorf. Bis Freitag müssten alle notwendigen politischen Entscheidungen getroffen werden, um den Finanzplan möglichst schnell in die Tat umzusetzen.

+++ 13.02 Uhr: Dax setzt Aufwärtstrend fort

Nach den Kurssprüngen zu Wochenbeginn hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag seine Gewinne weiter ausbauen können. Bis 13.00 Uhr legte der Leitindex DAX um 5,8 Prozent auf 5356 Punkte zu. Der MDAX verzeichnete mit einem Plus von 5,9 Prozent auf 6314 Punkte ebenfalls hohe Gewinne. Der TecDAX stieg um 6,2 Prozent auf 620 Punkte. Rückenwind bekamen die Kurse von den ebenfalls kräftigen Kursgewinnen in Asien und New York.

+++ 11.44 Uhr: Wirtschaftsinstitute loben Rettungspaket

Die führenden Wirtschaftsinstitute haben das Rettungspaket der Bundesregierung positiv bewertet. Es mindere das Risiko eines starken Abschwungs in Deutschland, sagte der Sprecher der Institute, Udo Ludwig, am Dienstag bei der Vorstellung des Herbstgutachtens in Berlin. Angesichts der Finanzmarktkrise sei "entschlossenes Eingreifen des Staats gefordert", sagte Ludwig. Allerdings müssten dabei Fehlanreize vermieden werden. "Die Aufgabe ist extrem schwierig", sagte der Wirtschaftsexperte.

+++ 11.38 Uhr: Strafanzeige gegen Hypo Real Estate

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat Strafanzeige gegen Verantwortliche der krisengeschüttelten Hypo Real Estate (HRW) gestellt. DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker sagte am Dienstag in Düsseldorf, in den vergangene Tagen hätten sich für die Aktionärsschützer gleich mehrere Verdachtsmomente auf Rechtsverstöße bei der Bank ergeben, die nur durch ein 50 Milliarden Euro schweres Rettungspaket vor einem Kollaps bewahrt werden konnte.

+++ 10.05 Uhr: Merkel gibt Regierungserklärung zu Rettungspaket ab 

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Mittwoch vor dem Bundestag eine Regierungserklärung zum Rettungspaket für die Finanzmärkte abgeben. Das kündigte der Geschäftsführer der Unionsfraktion, Norbert Röttgen, am Dienstag in Berlin an. Damit werden die parlamentarischen Beratungen des milliardenschweren Gesetzespakets eingeleitet.

+++ 9.10 Uhr: Dax startet erneut positiv 

Der Aktienmarkt in Deutschland hat seine Erholung am Dienstag zunächst fortgesetzt. Der Deutsche Aktienindex (DAX) baute zu Handelsbeginn seine Gewinne nach dem zweistelligen Plus des Vortags aus und legte um gut 160 Punkte oder 3,3 Prozent auf 5.227 Punkte zu. Zu den Gewinnern gehörten die Banken und Autotitel. Hypo Real Estate legte erneut um 26 Prozent zu. Daimler stieg um 7,5 Prozent.

+++ 8.57 Uhr: Brüssel genehmigt Rettungsaktionen

Die EU-Kommission hat am späten Montagabend die Rettungsaktionen Großbritanniens und Irlands für ihre Banken genehmigt. Die Teilverstaatlichung britischer Finanzinstitute sowie die Staatsgarantien beider Länder für ihre Banken stellten «einen angemessenen Schritt zur Beseitigung ernsthafter Störungen» dar, erklärte die Kommission in ihrer Eigenschaft als oberste europäische Wettbewerbsbehörde.

+++ 8.32 Uhr: Huber lehnt Beteiligung der Länder ab

Bayerns amtierender Ministerpräsident Erwin Huber hat die Forderung der Bundesregierung zu einer Beteiligung der Länder am Rettungspaket für die Finanzbranche scharf zurückgewiesen. Das überfordere die Länder und sei "absolut überzogen und unzumutbar", sagte Huber der "Passauer Neuen Presse" (Dienstagsausgabe). Auch Hubers designierter Nachfolger Horst Seehofer äußerte sich zurückhaltend. Die CSU werde das Paket "genau prüfen" und wolle "vor allem Klarheit darüber, wie hoch die Länder daran beteiligt werden sollen", sagte Seehofer der Zeitung.

+++ 8.10 Uhr: Nikkei schließt mit 14,2 Prozent im Plus

Die Börse in Tokio hat am Dienstag mit dem höchsten Tagesplus in ihrer Geschichte geschlossen. Der Nikkei-Index stieg um 14,2 Prozent und damit so stark wie nie zuvor. Die Kurse wurden dabei von den weltweit geschnürten Rettungspakten zum Schutz vor den Folgen der Finanzkrise angefeuert. Auch in Europa und in den USA waren die Börsenkurse nach den Rettungspaketen der Regierungen nach oben geschnellt.

+++ 2.30 Uhr: Bankenverbands-Präsident gesteht Fehler der Banker ein

Bankenverbands-Präsident Klaus-Peter Müller hat in der Finanzkrise Fehler von deutschen Bankern eingestanden. In einem Interview der "Bild"-Zeitung sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Commerzbank: "Keine Frage, wir haben Fehler gemacht, das gestehe ich freimütig ein. Aber von Pauschalverurteilung halte ich gar nichts." Die große Mehrheit der Banker mache gute Arbeit und habe sich nichts vorzuwerfen.

Alles über die Krise an den Finanzmärkten in unserem Special.

Quelle: afp

 
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