Deutsche Bank-Aktien unter Druck: Dax schließt über 4.500 Punkten
zuletzt aktualisiert: 05.02.2009 - 18:42Frankfurt/New York (RPO). Trotz enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA und schlechter Nachrichten aus der Finanzbranche haben die Aktienmärkte am Donnerstag ins Plus gedreht. Der Deutsche Aktienindex Dax legte bis Handelsschluss 0,4 Prozent auf 4.510 Zähler zu. Der MDax gewann 0,6 Prozent auf 5.246 Punkte und der TecDax verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 486 Punkte.
Die stärksten Kursgewinne im Dax verbuchte die Aktie des Rohstoffkonzerns K+S mit plus 4,9 Prozent. Münchner Rück verbesserten sich um 4,8 Prozent. Die größten Kursverluste musste das Papier der Deutschen Bank mit minus 4,2 Prozent hinnehmen.
An der Wall Street verlor der Dow Jones Index in den ersten Handelsstunden mehr als 1 Prozent auf 7.850 Zähler, drehte dann aber ins Plus und notierte zunächst bei 8.009 Zählern.
Zuvor hatte das US-Handelsministerium mitgeteilt, die Zahl der neuen Anträge auf Arbeitslosenhilfe sei auf den höchsten Stand seit mehr als 26 Jahren gestiegen. Insgesamt erhalten derzeit in den USA fast 4,8 Millionen Menschen staatliche Arbeitslosenhilfe. Das ist der höchste Stand sei Beginn der Statistik 1967. Allerdings ist auch die Zahl der Arbeitskräfte seitdem deutlich gestiegen.
Aus der Finanzbranche kamen wenig gute Nachrichten. Zwar ist der Deutschen Bank nach dem Rekordverlust von 3,9 Milliarden Euro im Jahr 2008 der Start ins neue Geschäftsjahr geglückt. Vorstandschef Josef Ackermann zeigte sich aber "sehr besorgt über die globale Kreditwirtschaft". Der Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re stürzte 2008 tief in die roten Zahlen. Der Zürich-Versicherungskonzern musste für 2008 einen Gewinneinbruch um fast die Hälfte hinnehmen.
Der Nikkei-Index in Japan verlor leicht 0,2 Prozent auf 8.023 Zähler. Der Euro legte gegenüber dem Dollar leicht zu. Der Referenzkurs der Gemeinschaftswährung wurde mit 1,2829 Dollar festgesetzt nach 1,2818 Dollar am Vortag.
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