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Deutsche Boerse Panorama
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Globaler Börsen-Absturz: Dax stürzt zur Eröffnung erneut ab

zuletzt aktualisiert: 05.08.2011 - 09:48

Düsseldorf/Bangkok/New York (RPO). Nach den Panikverkäufen an den US-Börsen brechen im Dax alle Dämme: Zum Auftakt des Handels gibt der deutsche Leitindex fast vier Prozent nach. Auch London und Paris starten mit massiven Verlusten. Der globale Kurssturz weckt Erinnerungen an die Lehman-Pleite.

Die Furcht vor einer Rezession in den USA und vor einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise haben die Talfahrt an den europäischen Aktienmärkten beschleunigt. Der EuroStoxx50 gab am Freitag zur Eröffnung 2,7 Prozent nach. Der Dax fiel um mehr als vier Prozent auf ein Zehn-Monats-Tief von 6152,62 Punkten und verbuchte damit seinen achten Verlust-Tag in Folge.

Der FTSE-100 in London und der CAC-40 in Paris büßten jeweils rund drei Prozent ein. An der Börse in Madrid verloren die im IBEX-35 notierten Aktien 2,4 Prozent, in Mailand notierte der FTSE Mib 3,5 Prozent niedriger.

"War die Marktsituation in den letzten Tagen eher zermürbend, so ist die Stimmung nach den gestrigen herben Verlusten an den US-Börsen in Richtung Panik umgeschwenkt", sagte ein Händler. An der Wall Street war der Standardwerteindex Dow Jones um mehr als vier Prozent eingebrochen.

Börsen-Absturz am Donnerstag

Die Talfahrt setzte sich am frühen Morgen in Asien fort. Nach massiven Kursverlusten an der Wall Street am Vortag brach der japanische Nikkei-Index gleich nach Eröffnung des Handels um 3,4 Prozent ein. Der Hongkonger Hang-Seng-Index verlor 4,1 Prozent. Auch an der wichtigsten australischen Börse war mit knapp vier Prozent ein deutliches Minus zu verzeichnen. Die Ängste vor einer Rezession in den USA und wegen der Schuldenkrise in Europa drohen damit weltweit weiter für Turbulenzen auf den Finanzmärkten zu sorgen.

Unmittelbar nach Beginn des Handels fiel der wichtigste australische Index S&P/ASX 200 am Freitag um 168,6 Punkte oder 3,94 Prozent auf 4.107,20. Besonders betroffen waren die Banken des Landes. Die Aktie der ANZ brach um mehr als fünf Prozent ein, Westpac und die National Australia Bank büßten jeweils mehr als vier Prozent ein. Finanzminister Wayne Swan versuchte, die Investoren zu beruhigen und erklärte, die australische Wirtschaft sei weiterhin robust.

Wall Street stürzt auf niedrigsten Wert seit 2008

Die Kurse an der New Yorker Börse waren am Donnerstag auf den niedrigsten Stand seit der Finanzkrise im Jahr 2008 gesunken. Der deutsche Leitindex DAX stürzte um fast 250 Punkte auf ein neues Jahrestief. Die Stimmung an den Finanzmärkten erinnerte mitunter an die Panik im September und Oktober vor drei Jahren. Der Goldpreis erreichte kurzzeitig einen Rekordwert, während der Ölpreis noch deutlicher fiel als die Werte der Aktien - um sechs Prozent oder 5,3 Dollar (3,7 Euro).

Der Dow-Jones-Index der 30 führenden Industriewerte fiel um 512,76 Punkte oder 4,3 Prozent und schloss bei 11.383,68 Zählern. Nach Punkten war dies der neuntgrößte Verlust seit dem Jahr 1900. Die in diesem Jahr erzielten Gewinne waren damit wieder verloren. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 136,68 Punkte oder 5,1 Prozent auf 2.556,39 Zähler. Alle wichtigen Indizes verloren mindestens zehn Prozent gegenüber ihren jüngsten Höchstwerten vom April.

Merkel und Sarkozy wollen telefonieren

Vor dem Hintergrund der Schuldenkrise in der Euro-Zone will Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy am Freitag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Spaniens Regierungschef José Luis Zapatero telefonieren, teilte der Elysée-Palast in Paris mit, ohne Einzelheiten zu nennen. Am Mittwoch und Donnerstag habe Sarkozy bereits mit dem Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, über die Situation in der Euro-Zone am Telefon beraten.

Erinnerungen an Lehman

Die Stimmung an den Finanzmärkten erinnerte am Donnerstag mitunter an die Panik im September und Oktober vor drei Jahren. Der Goldpreis erreichte kurzzeitig einen Rekordwert, während der Ölpreis noch deutlicher fiel als die Werte der Aktien - um sechs Prozent oder 5,3 Dollar (3,7 Euro).

Quelle: apd/RP/Reuters

 
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