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Dax tief im Minus
Brexit-Ängste setzen Börsen unter Druck

Das 1x1 der Börsensprache
Das 1x1 der Börsensprache FOTO: AP
Frankfurt/Main. Der Dax hat am Montag erneut unter einem möglichen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union gelitten.

Der deutsche Leitindex ging 1,80 Prozent schwächer bei 9657 Punkten aus dem Handel - das war der tiefste Schlussstand seit über zwei Monaten.

Bereits am Freitag war das Börsenbarometer erstmals seit zweieinhalb Wochen wieder unter die viel beachtete Marke von 10.000 Punkten gefallen. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gab zum Wochenauftakt um 1,90 Prozent auf 19.801 Punkte nach, während der Technologiewerte-Index TecDax 1,83 Prozent auf 1611,82 Zähler verlor.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,98 Prozent auf 2853,52 Punkte nach unten. Die nationalen Indizes in Paris und London verloren ebenfalls deutlich. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial zeigte sich zum europäischen Börsenschluss nur knapp im Minus.

Mit plus 0,07 Prozent einziger Dax-Gewinner waren die Bayer-Titel. Experte Ulrich Huwald vom Analysehaus Warburg Research verwies auf einen Pressebericht, wonach der US-Saatgutspezialist Monsanto die Übernahmeofferte des deutschen Chemie- und Pharmakonzerns erneut zurückgewiesen habe. Bayer hatte vor drei Wochen 62 Milliarden US-Dollar für Monsanto geboten. Das hatte die Aktie von Bayer merklich belastet.

Mit einem Kursabschlag von 6,38 Prozent waren Bilfinger-Aktien das Schlusslicht im MDax. Sie weiteten damit ihre Verluste der vergangenen Handelstage auf rund 30 Prozent aus. Zuletzt hatten sich die negativen Analystenreaktionen mit Kurszielsenkungen gehäuft.

Manz-Aktien büßten nach einem Rückschlag in dem als Hoffnungsträger geltenden Batteriegeschäft gut 19 Prozent ein. Ein Kunde hatte ein Großprojekt im Bereich Energy Storage gestoppt. Nun fürchtet das Management um die Jahresziele.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von minus 0,07 Prozent am Freitag auf ein Rekordtief von minus 0,09 Prozent. Der Bund-Future verlor 0,04 Prozent auf 164,75 Punkte. Der Kurs des Euro stieg auf 1,1285 Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1268 (Freitag: 1,1304) US-Dollar festgesetzt, der Dollar kostete damit 0,8875 (0,8846) Euro.

(felt/dpa)
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