Börse: Dax weiterhin nervös
zuletzt aktualisiert: 21.05.2010 - 18:31Frankfurt/Main (RPO). Die Zustimmung des Bundestages zum Euro-Rettungspaket hat die Börse nicht beruhigen können. Am Freitag schloss der deutsche Leitindex Dax mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 5.829 Punkten. Der Euro dagegen setzte seinen Erholungkurs weiter fort.
Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag nach zunächst deutlichen Verlusten uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Leitindex Dax verlor 0,7 Prozent auf 5829 Zähler, nachdem das Barometer am Mittag noch über zwei Prozent im Minus gestanden hatte. Der MDax legte sogar 0,2 Prozent auf 7786 Punkte zu. Der TecDax stieg um 0,3 Prozent auf 725 Zähler. Händler machten vor allem die schnelle Verabschiedung des Euro-Rettungspaketes durch den Deutschen Bundestag und Bundesrat als Kursstütze aus.
Stützend wirkten darüber hinaus zum Abend hin auch die festeren Kurse im frühen Handel an der New Yorker Wall Street. So stieg der Dow-Jones-Index bis 17.45 Uhr MESZ um 0,9 Prozent auf 10 155 Punkte und der Nasdaq Composite legte 1,1 Prozent auf 2227 Zähler zu.
Der Euro wurde am Abend zu 1,2560 Dollar wieder fester gehandelt, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,2497 Dollar festgestellt hat. Seit dem Vortag kursierende Gerüchte über Interventionen der EZB seien zwar nicht bestätigt worden. "Aber dass der Markt so scharf auf sie reagiert hat, zeigt, dass er den Bogen für nach unten überspannt hält", sagte ein Händler.
Stärkster Verlierer im Dax waren Merck mit einem Abschlag von 3,6 Prozent auf 58,90 Euro. Fresenius sanken um 3,5 Prozent auf 50,10 Euro und die Papiere der Tochter Fresenius Medical Care um 3,3 Prozent auf 38,20 Euro. Stärkster Gewinner waren auf der anderen Seite Deutsche Börse mit einem Plus von 2,7 Prozent auf 51,99 Euro. adidas legten 1,9 Prozent auf 40,01 Euro zu.
Im MDax waren vor allem ProSiebenSat.1 gefragt, die sich um 4,5 Prozent auf 12,53 Euro verteuerten. Demag Cranes stiegen um 4,4 Prozent auf 24,58 Euro. Stärkster Verlierer waren auf der anderen Seite TUI mit einem Abschlag von 2,6 Prozent auf 7,15 Euro. Praktiker sanken um 2,1 Prozent auf 6,37 Euro.
Im TecDax standen Qiagen ganz oben auf den Verkaufslisten und büßten 2,5 Prozent auf 16,28 Euro ein. SMA Solar fielen um 2,4 Prozent auf 84,39 Euro zurück und Software AG verbilligten sich um 2,3 Prozent auf 78,61 Euro. Gesucht waren hingegen Medigene mit einem Aufschlag von 6,9 Prozent auf 2,64 Euro. Q-Cells verbesserten sich um 3,7 Prozent auf 5,16 Euro.
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