Börsen-Poker: Deutsche Börse und Borsa Italiana bieten weiter für Euronext
zuletzt aktualisiert: 10.07.2006 - 12:41Paris (rpo). Der Poker um die Vierländerbörse Euronext will nicht enden. Jetzt prüfen die Deutsche Börse und die italienische Borsa Italiana, ob sie sich nicht mit einem gemeinsamen Angebot zusammen tun könnten. Sie könnten dann offenbar noch mehr aufbringen als die New York Stock Exchange mit ihrer gut acht Milliarden Euro schweren Offerte.
Von der neuen Variante berichtet die französische Wirtschaftszeitung "La Tribune" am Montag unter Berufung auf Mailänder Bankenkreise. Das Angebot wurde von der Betreibergesellschaft der Handelsplätze in Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon dem Bericht zufolge nicht als feindlich aufgefasst.
Die Deutsche Börse in Frankfurt am Main wirbt seit Monaten um Euronext; die Vierländerbörse will aber an seinem eigenen Allianz-Modell festhalten und willigte zudem Anfang Juni grundsätzlich in eine Fusion mit der NYSE zum größten Börsenplatz der Welt ein. Am Freitag hatte Borsa Italiana mit Sitz in Mailand Euronext und der Deutschen Börse die Schaffung einer "föderalen europäischen Börse" vorgeschlagen. Italienischen Medienberichten zufolge sollen der eigentliche Börsenhandel und die Abwicklung dabei in zwei getrennte Unternehmen aufgespalten werden. Bei der Deutschen Börse sind diese Bereiche unter einem Dach vereint.
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