Kaum Umsätze: Deutscher Aktienmarkt erholt sich
zuletzt aktualisiert: 25.05.2006 - 17:57Frankfurt/Main (rpo). Nach einem ruhigen Feiertag hat der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag deutlich fester geschlossen. Der DAX stieg um 2,1 Prozent auf 5706 Punkte. Für die Überraschung des Tages sorgte der Kurs der Lufthansa.
Der TecDAX legte um 1,0 Prozent auf 649 Zähler zu, und der MDAX gewann knapp 2,0 Prozent auf 8002 Punkte zu. Die Umsätze seien aufgrund des Himmelfahrt-Feiertages und der recht dünnen Nachrichtenlage sehr niedrig, hieß es unter Händlern. Daher kämen viele Kursbewegungen auch zufallsbedingt zustande.
Etwas gestützt wurde der Markt den Angaben zufolge vom vergleichsweise niedrigen Ölpreis und auch vom festeren Start der New Yorker Wall Street. So legte der Dow-Jones-Index bis 17.45 Uhr MESZ 0,6 Prozent auf 11 184 Punkte und der Nasdaq-Composite um 0,2 Prozent auf 2186 Zähler zu.
Der Euro wurde am Abend stärker mit 1,2776 Dollar gehandelt, nachdem die Europäische Zentralbank am Nachmittag einen Referenzkurs von 1,2755 Dollar festgestellt hatte. Auch hier gab es wenig Impulse. Auch wenn von den großen Märkten eigentlich nur Deutschland und Frankreich einen Feiertag haben, seien die Umsätze sehr dünn und der Handel sehr ruhig, urteilten Marktbeobachter. Das Geschehen dürfte sich angesichts des Brückentags am Freitag und eines US-Feiertags am Montag erst am Dienstag wieder normalisieren.
Im DAX überraschte vor allem Deutsche Lufthansa, die 4,7 Prozent auf 13,73 Euro zulegten. Der Titel sei in den vergangenen Tagen zwar deutlich gefallen, doch gelte dies für zahlreiche andere DAX-Werte gleichermaßen. Auch die Begründung mit einem etwas gesunkenen Ölpreis überzeuge "nicht wirklich", wie Marktteilnehmer bemerkten. Auch die Versorger RWE und E.ON legten jeweils deutlich um 3,8 Prozent zu. Die guten Vorgaben der US-Versorger stützten diesen Sektor auch in Deutschland, sagte ein Beobachter.
Einen deutlichen Einbruch verzeichneten erneut Deutsche Börse, die 2,4 Prozent auf 97,75 Euro verloren. Zwar spielt nach Ansicht von Händlern hier der Dividendenabschlag mit eine Rolle, allerdings notiere der Wert auch wegen der Querelen um die Euronext-Übernahme im Minus.
BASF erhöhten sich um 2,4 Prozent auf 64,50 Euro. Die US-Aktionärsvertretung Institutional Shareholder Services (ISS) empfahl den Aktionären des US-Katalysatorenherstellers Engelhard, auf der Hauptversammlung am 2. Juni für die von der BASF nominierten fünf Personen für den Engelhard-Vorstand zu stimmen. Ein Händler sagte, dadurch verbessere sich die Chance, dass die Engelhard-Übernahme doch noch gelinge.
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