Börse: Deutscher Aktienmarkt schließt uneinheitlich
zuletzt aktualisiert: 19.12.2008 - 18:09Frankfurt/Main (RPO). Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Leitindex Dax fiel um 1,3 Prozent auf 4696 Punkte. Der MDax verlor 1,3 Prozent auf 5295 Zähler. Der TecDax hingegen erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 471 Punkte. Nachdem die US-Regierung angekündigt hatte, den US-Autoherstellern eine Milliarden-Hilfe zur Verfügung zu stellen, war der Dax kurzzeitig ins Plus gedreht.
Fest tendierten die US-Börsen am Freitag im frühen Geschäft und reagierten damit auf die Hilfen für die US-Automobilindustrie. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) stieg bis 17.40 Uhr MEZ um 1,1 Prozent auf 8698 Punkte. Der Nasdaq-Composite rückte um 1,8 Prozent auf 1579 Zähler vor.
Der Euro wurde am Abend deutlich leichter zu 1,3860 Dollar gehandelt, nachdem die Europäische Zentralbank am Freitagnachmittag einen Referenzkurs von 1,3940 Dollar festgestellt hatte. "Die großen Sprünge im Währungspaar werden momentan durch die geringe Liquidität am Devisenmarkt unterstützt", sagte ein Händler. "Wenn man eine auslösende Nachricht sucht, war es gestern der schwache Ifo-Index" hieß es weiter. Dieser habe deutlich gemacht, dass der Euro in diesen unsicheren Zeiten nicht den sichereren Hafen gegenüber dem Dollar darstellt.
Conti und Hypo Real Estate verlassen den Dax
Mit Handelsschluss mussten Continental und Hypo Real Estate den DAX verlassen. Continental verzeichneten die größten Abschläge und gingen um 8,0 Prozent auf 37,16 Euro zurück. Der Markt warte auf die Entscheidung aus Brüssel, die den Weg für die Übernahme durch Schaeffler frei machen solle, sagte ein Händler. Volkswagen büßten 7,8 Prozent auf 285,93 Euro ein. Hypo Real Estate hingegen legten deutlich zu und erhöhten sich um 6,8 Prozent auf 3,00 Euro. Laut "Spiegel" plant das Unternehmen die Streichung von 600 der 1800 Stellen.
Den MDax verlassen mussten am Abend AMB-Generali, die sich mit einem Minus von 0,9 Prozent auf 73,35 Euro aus der zweiten Reihe verabschiedeten. Aufsteiger in den MDax sind neben den beiden TecDax-Werten Gerresheimer. Salzgitter und Beiersdorf steigen in den Leitindex auf. Zunächst verloren die Papiere des Stahlherstellers jedoch deutlich und gingen mit einem Minus von 10,8 Prozent auf 47,50 Euro aus dem Handel. Zuvor hatten J.P. Morgan den Stahlriesen ArcelorMittal abgestuft und erklärt, einen nachhaltigen Aufschwung am Stahlmarkt für unwahrscheinlich zu halten. Beiersdorf verbilligten sich um 4,5 Prozent auf 39,83 Euro. Gewinner am Freitag waren Celesio. Nach Vortagesverlusten verzeichneten sie einen Aufschlag von 6,8 Prozent auf 19,20 Euro.
Im TecDax ersetzen Jenoptik und Smartrac die Aktien von Epcos und Versatel. Epcos verließen den Index mit den größten Verlusten am Freitag. Die Papiere büßten 12,0 Prozent auf 17,55 Euro ein. Versatel stellten den zweitgrößten Verlierer und gingen 9,6 Prozent auf 8,29 Euro nach unten. Conergy hingegen gewannen 15,3 Prozent auf 0,98 Euro. United Internet erhöhten sich um 7,6 Prozent auf 5,92 Euro.
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