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Neben Banken und Privatkunden haben auch Kommunen, Kirchen und die Rentenversicherung sich bei der unter Gläubigerschutz gestellten US-Investmentbank Lehman Brothers engagiert. Wegen ihrer Überweisungspanne verlor zudem die bundeseigene KfW einen dreistelligen Millionenbetrag im Zuge der Lehman-Pleite. Im Folgenden eine Auswahl Betroffener:
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Rentenversicherung
Die Deutsche Rentenversicherung Rheinland erklärte, sie habe 44,5 Millionen Euro als Termingelder beim deutschen Bankhaus Lehman Brothers AG mit Sitz in Frankfurt am Main angelegt, das aber dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken angehöre. Damit sei ein Verlust ausgeschlossen. Die Termingelder einschließlich Zinsen würden noch in diesem Jahr zurückgezahlt.
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Kommunen
Auch Städte und Gemeinden haben Geld bei Lehman angelegt, einen bundesweiten Überblick über das Ausmaß der Engagements gibt es bislang nicht. Frankfurt am Main beispielsweise bestätigte Anfang Oktober einen "zweistelligen Millionenbetrag", in der Lokalpresse war von 85 Millionen Euro die Rede. Allerdings liege die Summe deutlich unter den vom Einlagensicherungsfonds garantierten 285 Millionen Euro, so dass das Geld nicht gefährdet sei, erklärte ein Sprecher.
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Kirchen
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg hat eigenen Angaben zufolge über eine ihrer Hausbanken bei Lehman Brothers rund 4,3 Millionen Euro in unterschiedlichen Papieren angelegt. Wie hoch der Verlust genau ist, war zum Zeitpunkt der Mitteilung Ende September noch nicht klar. "Sollte alles weg sein, entspricht das ungefähr den Zinseinnahmen der Kapitalanlagen eines Jahres", sagte der zuständige Oberkirchenrat Wolfram Friedrichs.
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Münchner Rück
Der Versicherungskonzern Münchner Rück berichtete Mitte September von einem Engagement bei Lehman Brothers in Höhe von 350 Millionen Euro, sah deshalb aber keinen Anlass zur Sorge - ebenso wie die Allianz, die ihr Ausfallrisiko auf höchstens 400 Millionen Euro bezifferte.
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Postbank
Die Postbank muss eigenen Angaben zufolge im dritten Quartal Belastungen aus ihrem Engagement bei Lehman Brothers in Höhe von insgesamt 364 Millionen Euro verbuchen. Unter anderem deshalb meldete die Bank am Montag ein negatives Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 449 Millionen Euro für das dritte Quartal.
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Genossenschaftsbanken
Die Lehman-Pleite belastet auch die Volks- und Raiffeisenbanken mit hunderten Millionen Euro. Ihr Bundesverband BVR berichtete von einem "mittleren dreistelligen Millionenbereich". Alle Institute könnten aber mögliche Ausfälle in Folge der Pleite aus eigener Ertragskraft oder stillen Reserven auffangen, hieß es.
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KfW
Am 15. September, als die Lehman-Pleite schon bekannt war, überwies die bundeseigene KfW noch 319 Millionen Euro in die USA. Insgesamt beläuft sich der Verlust aus dem missglückten Tauschgeschäft und weiteren Minusposten laut KfW auf 536 Millionen Euro. Gegen fünf Vorstände und einen Abteilungsleiter wurden Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue eingeleitet.
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BayernLB
Mit dem Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes geriet die BayernLB tief in den Strudel der Finanzmarktkrise, so dass sie nun auf Milliardenhilfen angewiesen ist. Unter anderem die Lehman-Pleite erwischte die Bank voll. Die daraus entstandenen Risiken wurden Ende September auf rund 300 Millionen Euro beziffert.
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LBBW
Die Pleite von Lehman Brothers wird auch das Ergebnis der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) belasten. Vorstandschef Siegfried Jaschinski sprach Mitte September in einem Interview von einem Betrag im unteren dreistelligen Millionenbereich. Insgesamt seien die Verluste aber verkraftbar.
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HSH Nordbank
Die HSH Nordbank, deren größte Anteilseigner mit jeweils rund 30 Prozent die Stadt Hamburg und das Land Schleswig-Holstein sind, teilte Ende September mit, im dritten Quartal weitere 500 Millionen Euro abschreiben zu müssen. Allein 120 Millionen Euro entfielen auf Geschäfte mit Lehman Brothers.