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Seit mehr als einem Jahr erschüttert die Finanzmarktkrise mit immer neuen Beben die weltweite Banken- und Börsenwelt. Banken gehen pleite oder werden verkauft, Aktienkurse brechen ein und die Konjunktur leidet. Das aktuelle Wall-Street-Debakel geht auf die Immobilienmarktkrise in den USA zurück. Frühere Finanzmarktturbulenzen hatten andere Ursachen - wir haben für Sie einen Überblick zusammengestellt:
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Der "schwarze Freitag" von 1929:
Als dunkelster Tag in der Börsengeschichte gilt nach wie vor der 25. Oktober 1929, der "schwarze Freitag", dem allerdings kein Anschlag oder Kriegseintritt vorausging, sondern eine konjunkturelle Schwächephase. Die Kurse stürzten ins Bodenlosen und es folgte die schwerste Weltwirtschaftskrise des vergangenen Jahrhunderts.
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Die Bankenkrise von 1931.
Die seit Ausbruch der gegenwärtigen Finanzmarktkrise immer wieder zitierte Bankenkrise von 1931 in Deutschland hatte ihre Wurzeln in der Weltwirtschaftskrise von 1929 und dem damit verbundenen Börsencrash. Nach verheerenden Kursstürzen begannen amerikanische Banken, an europäische Länder vergebene Kredite zu kündigen und das Geld abzuziehen, was vor allem Deutschland wegen der zu zahlenden Wiedergutmachungsleistungen nach dem Ersten Weltkrieg hart traf.
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Auslöser dieser Bankenkrise waren Zahlungsschwierigkeiten der österreichischen Creditanstalt für Handel und Gewerbe, die im Mai 1931 die Schalter schließen musste. Gleichzeitig ereignete sich in Deutschland eine der spektakulärsten Pleiten der damaligen Zeit: Der größte Textilkonzern Nordwolle war zahlungsunfähig und zog die Darmstädter und Nationalbank (Danatbank) mit in die Krise. Sie musste schließen, wodurch das Vertrauen in das Kreditwesen nachhaltig erschüttert wurde. Bankkunden standen Schlange um Geld abzuheben.
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Kurzerhand schlossen daraufhin alle Banken für mehrere Tage ihre Türen, weil das von den Kunden verlangte Geld nicht mehr zur Verfügung stand. Der Regierung unter dem damaligen Reichskanzler Heinrich Brüning blieb nichts anderes übrig, als einzugreifen und die Banken in großem Maße mit staatlichen Mitteln zu stützen und sich an den Instituten zu beteiligen. Als Folge der Krise entstand in Deutschland die Bankenaufsicht.
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"Schwarzer Montag" von Oktober 1997:
Am 27. Oktober 1997 verlor der Dow-Jones 554 Punkte. Der von New York ausgelöste Kursrutsch verbreitete sich wie ein Lauffeuer um den Globus. Über Südamerika und Asien setzte sich das Kursbeben bis nach Europa fort. Auslöser für den Einbruch an der Wall Street, der als "schwarzer Montag" in die Finanzgeschichte einging, war die sogenannte Asienkrise.
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Schockwelle nach dem 11. September 2001:
Weltweit sackten die Börsenkurse nach Terroranschlägen von New York im September 2001 in den Keller. Die Wall Street schloss gleich für sechs Tage - so etwas hatte es seit 1933 nicht gegeben. Bei der Wiedereröffnung am 17. September raste der Dow-Jones-Index um 700 Punkte in die Tiefe und zog weltweit die Handelsplätze mit nach unten. Es folgte eine rabenschwarze Handelswoche, der Dow Jones verlor in fünf Tagen 1.299 Punkte, der DAX stürzte um knapp 900 auf 3.787 Zähler.