+++ Finanzkrisen-Ticker +++: Dow Jones fällt unter 10.000 Punkte
zuletzt aktualisiert: 06.10.2008 - 21:19Düsseldorf (RPO). Nach einer Krisensitzung in Berlin ist das Rettungspaket für den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) von 35 auf 50 Milliarden Euro aufgestockt worden. Wie Politik, Börsen und das Ausland am Montag auf diesen Beschluss reagieren, fassen wir für Sie in unserem Ticker zusammen.
+++ 21.18 Uhr: Deutschland und Italien haben sich für ein eng abgestimmtes Vorgehen der EU-Staaten zur Bekämpfung der Finanzkrise ausgesprochen. "Wir sind gemeinsam der Meinung, dass die Europäer ein kohärentes Vorgehen an den Tag legen müssen", sagte Kanzlerin Angela Merkel am Montagabend vor einem Gespräch mit dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in Berlin. Das heiße enge Abstimmung und enger Austausch. Berlusconi sagte, die 27 europäischen Länder sollten gemeinsam vorgehen, um der Krise zu begegnen.
+++ 21.05 Uhr: Das neue Rettungspaket für den Münchner Immobilienversicherer Hypo Real Estate (HRE) ist aus Sicht der EU-Kommission zulässig. Die vergangene Woche erteilte Genehmigung der staatlichen Bürgschaft für HRE bleibe gültig, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Montag in Brüssel: "So lange nur die private Beteiligung an dem Risikoschirm steigt, sieht die Kommission keinen Grund, ihre Entscheidung zu revidieren."
+++ 20.27 Uhr: Der Dow Jones Index fällt weiter und verliert über 700 Punkte. Mit einem Verlust von 7,2 Prozent steht er momentan auf 9580 Punkten. Der Nasdaq verliert über acht Prozent und fällt unter die Marke von 1800 Punkten.
+++ 20.10 Uhr: Das US-Finanzministerium hat den früheren Investmentbanker Neel Kashkari zum Sonderbevollmächtigten für die Umsetzung des Rettungsplans für den Finanzsektor ernannt. Finanzminister Henry Paulson betraute Kashkari am Montag mit der Koordinierung des staatlichen Eingriffs, für den die Regierung in der vergangenen Woche 700 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt hatte. Kashkari wird insbesondere die Federführung beim Kauf schlechter Immobilienkredite übernehmen.
+++ 20.05 Uhr: Belgiens Regierungschef Yves Leterme hat weitere Hilfen für die in Turbulenzen geratene Dexia-Bank angekündigt. In den kommenden Tagen würden weitere Initiativen gestartet, um die französisch-belgische Dexia-Gruppe zu stärken, sagte Leterme am Montag nach einem Treffen mit dem französischen Staatschef und amtierendem EU-Ratspräsidenten Nicolas Sarkozy in Paris. Bei der Krise des Unternehmens handele es sich um ein "vorübergehendes Problem", sagte Leterme. Im Kern sei Dexia ein gesundes Unternehmen. Die Regierungen von Frankreich, Belgien und Luxemburg hatten 6,4 Milliarden Euro bereitgestellt, um Dexia zu stützen. Frankreich und Belgien halten zusammen nun mehr als 50 Prozent an der Finanzgruppe. Die drei Länder müssten gemeinsam daran arbeiten, Dexia aus der Krise zu helfen, sagte Leterme.
+++ 19:45 Uhr: Der Preis für eine Feinunze Gold (31,1 Gramm) steigt auf 867 Euro.
+++ 19.05 Uhr: Angesichts der dramatischen Lage an den Finanzmärkten hat die US-Notenbank die Ausweitung ihres Kreditprogramms für in Not geratene Banken angekündigt. In verschiedenen Einzelmaßnahmen kann die Fed damit bis Jahresende insgesamt bis zu 900 Milliarden Dollar in den Geldmarkt pumpen, um die Verstopfung des Kreditflusses wieder zu beseitigen.
+++ 18.50 Uhr: Der Dow Jones Index erholt sich nicht von seinen frühen Verlusten: Zur Zeit steht das Barometer bei 9795 Punkten und damit mit 5,1 Prozent im Minus.
+++ 18.20 Uhr: Auch die anderen europäischen Börsen schlossen tief im Minus. Der FTSE-100 in London gab am Montag 7,85 Prozent nach, der CAC-40 in Paris und die Börse in Amsterdam sogar über neun Prozent. Die Börse in Mailand verlor über acht Prozent, die Handelsplätze in Brüssel und Zürich verloren mehr als sechs Prozent.
+++ 18.02 Uhr: Der deutsche Leitindex Dax fällt um über 400 Punkte und geht mit 5387 Zählern aus dem Handel. SAP verzeichnet wegen der Finanzkrise einen deutlichen Nachfragerückgang und die Aktie verliert 16 Prozent. Der MDax verlor 8,66 Prozent auf 6131,59 Punkte und notierte damit sogar auf dem tiefsten Stand seit Mitte 2005. Der TecDax fiel um 11,27 Prozent auf 604,17 Zähler und markierte damit ebenfalls ein Zweijahrestief.
+++ 17.45 Uhr: Der Eurostoxx 50 fällt um knapp 7,5 Prozent auf gut 2880 Punkte.
+++ 17.30 Uhr: Der Euro verliert knapp ein Prozent und fällt auf 1,3512 Dollar.
+++ 16.45 Uhr: Der Dax verliert über 7 Prozent und fällt auf unter 5380 Punkte.
+++ 16.12 Uhr: Der amerikanische Dow Jones Index startet mit herben Verlusten in den Handel und rutscht zum ersten Mal seit Ende Oktober 2004 unter 10.000 Punkte. Die Börse in Brasilien fällt nach Handelsbeginn um über zehn Prozent.
+++ 15.30 Uhr: Der Ölpreis fällt unter 85 US-Dollar und verliert damit über 5,3 Prozent.
+++ 15.13 Uhr: In Russland waren die Kurse im freien Fall. der Handel wurde wie schon mehrfach in der vergangenen Woche ausgesetzt. Der MICEX-Index war zuvor mehr als 15 Prozent in die Tiefe, der RTS sackte fast 14 Prozent ab.
+++ 13.41 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt hat seine heftigen Verluste bis zum Montagmittag noch ausgeweitet. Im Sog der internationalen Finanzkrise und den damit verbundenen Rezessionssorgen sank der Leitindex Dax auf 5468 Punkte und damit 5,7 Prozent niedriger als am Freitag. Vor dem Hintergrund der neuen Rettungsaktion für die Hypo Real Estate gerieten vor allem die Finanztitel unter Druck. Der MDax gab 6,9 Prozent auf 6251 Zähler nach und der TecDax rutschte um 7,1 Prozent auf 632 Punkte ab.
+++ 13.20 Uhr: Der tschechische Autobauer Skoda fährt seine Produktion wegen der Finanzkrise herunter. Dieses Jahr sollten 13.000 Autos weniger als bislang geplant ausgeliefert werden, sagte Skoda-Vorstand Fred Kappler der tschechischen Tageszeitung "Dnes" von Montag. Die Produktion solle daher Ende Oktober für fünf Tage ausgesetzt werden. Bislang hatte Skoda den Autobau bereits an zwei Tagen aussetzen wollen.
+++ 13.19 Uhr: Vor dem Hintergrund der internationalen Finanzmarktkrise will die EU Auswüchse bei der Bezahlung von Managern beschneiden. "Die EU-Kommission sieht hier Handlungsbedarf", sagte Kommissionssprecher Johannes Laitenberger am Montag in Brüssel. In einer Diskussionsvorlage für ein Treffen der Finanzminister der Eurogruppe am Abend in Luxemburg wurden die Mitgliedstaaten aufgefordert, geeignete Rahmenbedingungen für eine bessere Kontrolle der Manager-Vergütungen durch die Aktionäre zu schaffen.
+++ 13.09 Uhr: Die Hypo Real Estate Group wird im Rahmen des am Sonntag vereinbarten Rettungspaketes kurzfristige Liquidität von 35 Milliarden Euro von der Deutschen Bundesbank erhalten. Diese würden aber später von Mitteln der privaten Kreditwirtschaft und der Bundesbank selber abgelöst, erläuterte der Sprecher von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) am Montag in Berlin.
+++ 13.03 Uhr: Die EU-Kommission hält die deutsche Staatsgarantie für Spareinlagen grundsätzlich mit dem EU-Recht für vereinbar. Es könne sich dabei um eine "angemessene Antwort" auf die Finanzkrise handeln, sagte ein Sprecher von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Montag in Brüssel. Zugleich sagte die EU-Kommission eine schnelle Prüfung des aufgestockten Rettungspakets für den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate zu.
+++ 12.20 Uhr: Die Bundesregierung hat ihre umfassende Garantie für alle privaten Spareinlagen der Bürger in Deutschland bekräftigt. "Die Bundesregierung und die Kreditinstitute werden gewährleisten, dass die Einlagen der Sparer sicher sind", sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Montag in Berlin. Laut Finanzministerium betrifft diese Garantie alle Termin-, Spar- und Girokonten von Privatpersonen. Geldmarktfonds fallen den Angaben zufolge aber nicht darunter.
+++ 12.01 Uhr: Die Aktie der HRE verlor an der Deutschen Börse bis gegen 11 Uhr 37,4 Prozent, nachdem sie zuvor um mehr als 50 Prozent eingebrochen war. Der Aktienkurs der Commerzbank lag 12,8 Prozent im Minus, Deutsche Bank verlor 7,1 Prozent, die Postbank 5,1 Prozent.
+++ 11.50 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Kritik am Krisenmanagement der Bundesregierung bei der in Schieflage geratenen Hypo Real Estate zurückgewiesen. "Es ist uns gelungen, eine wichtige Bank zu stabilisieren", sagte Merkel am Montag bei der Bundesdelegiertenkonferenz der Senioren-Union in Wiesbaden. Dies sei ohne Alternative gewesen, um an den Finanzmärkten keine Reaktionen auszulösen, "die wir nicht hätten verantworten können."
+++ 11.12 Uhr: Angesichts der weiter verschärften weltweiten Finanzmarktkrise haben europäische Notenbanken am Montag erneut milliardenschwere Liquiditätsspritzen zur Verfügung gestellt. So bot die Europäische Zentralbank (EZB) 50 Milliarden Dollar an, während die Bank of England 10 Milliarden Dollar zur Verfügung stellte. Auch die Schweizer Nationalbank erklärte, sie wolle erneut Geld offerieren, äußerte sich aber zunächst nicht zu Details ihres Angebots.
+++ 11.10 Uhr: Bei der Garantie der Bundesregierung für alle Spareineinlagen handelt es sich nach Angaben des Finanzwissenschaftlers Hans-Peter Burghof vermutlich um "die größte Garantie in der Weltgeschichte". Der Professor an der Universität Hohenheim äußerte am Montag im ZDF-"Morgenmagazin" ein "gewisses Unbehagen" über die Versicherung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Spareinlagen seien sicher. Würde wirklich ein Teil dieser Garantie gezogen, käme der Staat tatsächlich in Schwierigkeiten, sagte der Experte.
+++ 10.26 Uhr: Die Bundesregierung erwägt offenbar, einen Schutzschirm über den gesamten deutschen Finanzsektor aufzuspannen. Finanzminister Peer Steinbrück sagte am Montag mit Blick auf das zweite Rettungspaket für den angeschlagenen DAX-Konzern Hypo Real Estate in Berlin: "Mir ist sehr bewusst, dass man irgendwann mit singulären Lösungen nicht mehr weiterkommt". Sein Ziel sei es nun, einen "Plan B" in der Schublade zu haben.
+++ 10.03 Uhr: Das neue Rettungspaket für die angeschlagene Hypo Real Estate hat die Anleger nicht beruhigen können: Nach dem deutschen befindet sich auch der russische und französische Aktienmarkt kurz nach Handelsbeginn im freien Fall. Der Moskauer RTS-Index rauschte in den ersten 20 Minuten mehr als sieben Prozent nach unten. Der MICEX-Index verzeichnete einen noch höheren Verlust und sackte um 9,6 Prozent ab.
+++ 9.38 Uhr: Der Kurs der Aktie brach am Montagmorgen an der Frankfurter Börse um mehr als 50 Prozent ein. Die Bankenkrise riss auch andere Werte ins Minus. Der Deutsche Aktienindex (Dax) verlor am Morgen 4,70 Prozent - der tiefste Stand seit Juli 2006. Der MDax verlor 3,86 Prozent, der TecDax sank um 4,45 Prozent. Auch an den Börsen in London und Paris gaben die Kurse nach. Im Sog der Finanzkrise und schlechter Vorgaben aus Übersee brachen die Aktienkurse auch an der Schweizer Börse ein. Der Swiss Market Index (SMI) eröffnete mit einem Minus von 3,69 Prozent und notierte zunächst bei 6.626,16 Punkten.
+++ 9.17 Uhr: Angesichts der globalen Finanzmarktkrise hat der Berliner Geldpolitik-Experte Irwin Collier vor einem Domino-Effekt auch in Deutschland gewarnt und die Politik zu raschem Handeln aufgerufen. "Die Bundesregierung hat den Ernst der Lage offenbar noch immer nicht richtig erkannt", sagte der Sozialpolitik-Professor von der Freien Universität laut der "Berliner Zeitung". "Es war eine Illusion zu glauben, Deutschland werde sich von der US-Finanzkrise nicht anstecken lassen", wurde er zitiert. Die Banken seien sehr stark von einander abhängig.
+++ 9.06 Uhr: Die FDP hat das Krisenmanagement der Bundesregierung im Fall der Hypo Real Estate kritisiert. Vor dem Hintergrund des erhöhten Liquiditätsbedarfs des Münchner Finanzkonzerns sagte der stellvertretende FDP-Bundestagsfraktionsvorsitzende Carl-Ludwig Thiele am Montag im Deutschlandradio Kultur, wenn die Regierung nicht mehr genau den Überblück über den Sachverhalt habe, stimme das "sehr nachdenklich".
+++ 8.42 Uhr: Die dänische Regierung garantiert angesichts der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten alle Spareinlagen privater Kunden. Sie folgt damit dem Beispiel der deutschen Regierung, Irlands und Griechenlands. Das Wirtschaftsministerium in Kopenhagen teilte am Montag mit, die private Kreditwirtschaft habe 35 Milliarden Kronen (4,63 Milliarden Euro) für einen Fonds zugesagt, der zwei Jahre lang die Einlagen von Kontoinhabern absichern solle.
+++ 8.36 Uhr: Die Forderungen, dass HRE-Vorstandschef Georg Funke zurücktreten soll, häufen sich. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) sagte im Deutschlandfunk, er "halte es für undenkbar, dass mit dem jetzigen Management weiter zusammengearbeitet wird". Unionsfraktionschef Volker Kauder meint, es werde "höchste Eisenbahn, dass das Management in die Wüste geschickt wird". Der Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Otto Bernhardt, stimmte in die Forderungen ebenso mit ein wie Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn.
+++ 6.09 Uhr: Die Sorge vor einer Ausweitung der westlichen Finanzkrise hat in Asien den Ölpreis auf Talfahrt geschickt. An der Börse in Singapur fiel der Preis für ein Barrel leichtes Rohöl am Montag um 1,76 Dollar auf 92,12 Dollar. Zeitweise sank der Preis auf ein Tief von 91,60 Dollar, bevor er wieder anzog. Grund seien die rückläufige Nachfrage in den reichen Staaten der Welt sowie die Sorge vor einer weltweiten Abschwächung der Konjunktur oder sogar einer Rezession, sagte der Energieexperte Victor Shum.
+++ 5.20 Uhr: Zweifel an der Wirksamkeit des US-Rettungspakets für den Finanzsektor und Sorge um die europäischen Banken haben die Aktienkurse in Asien zum Wochenbeginn auf Talfahrt geschickt. Die Aktienkurse an der Börse in Tokio erreichten Montagmittag ein Vierjahrestief, der Nikkei-Index viel um 3,60 Prozent. In Hongkong fielen die Kurse zum Handelsbeginn um 2,9 Prozent. Investoren bereiteten sich nach Angaben von Experten auf einen weiteren schwachen Handelstag an der New Yorker Wall Street vor.
+++ 5.05 Uhr: Trotz der Turbulenzen bei dem angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate sieht der Börsenexperte Wolfgang Gerke Hoffnung für den Steuerzahler. Bei der Bank sei eine Menge Substanz vorhanden, sagte Gerke der "Passauer Neuen Presse" laut Vorabmeldung. Dem aktuellen Kreditbedarf stünden werthaltige Forderungen gegenüber, so dass die Kredite auch zurückgezahlt werden könnten. Dann würde der Steuerzahler im Idealfall trotz Bürgschaft des Staates nicht in Anspruch genommen.
+++ 4.40 Uhr: Italien will bei dem EU-Finanzministertreffen in Luxemburg am Montag erneut die Bildung eines gemeinsamen europäischen Hilfsfonds für den Finanzsektor zur Sprache bringen. Angela Merkel habe bei dem Gipfel der vier europäischen G-8-Staaten den Vorschlag "nicht akzeptieren können, weil ihr die Vollmachten fehlten", sagte der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi. "Heute hat sie im Gegenteil gesagt, dass sie einverstanden ist. Frankreich wird dasselbe tun." Italiens Finanzminister Giulio Tremonti werde seinen EU-Kollegen vorschlagen, einen Fonds zu bilden, der drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts entspreche, kündigte Berlusconi an.
+++ 3.41 Uhr: Die Hypo Real Estate hat die Einigung auf einen weiteren Liquiditätskredit in Höhe von 15 Milliarden Euro begrüßt. "Wir sind für die Unterstützung sehr dankbar", hieß es in einer am Montagmorgen veröffentlichten Erklärung des Vorstandschefs Georg Funke.
+++ 2.13 Uhr: Nach der Bundesregierung in Berlin will auch die österreichische Regierung eine Staatsgarantie für private Spareinlagen abgeben. Wien werde dem Beispiel Deutschlands folgen, sagte der österreichische Finanzminister und Vizekanzler Wilhelm Molterer am Sonntagabend im Fernsehsender ORF. Die Regierung in Wien werde am Mittwoch über eine Erhöhung der Staatsgarantie entscheiden.
+++ 0.27 Uhr: Angesichts der jüngsten Entwicklungen um den taumelnden Hypothekenfinanzierer fordern Politiker von Union und Grünen den HRE-Vorstandsvorsitzenden Georg Funke zum schnellen Rücktritt auf. Der finanzpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Otto Bernhardt (CDU), sagte der "Bild"-Zeitung: "Wer 35 Milliarden Euro sagt und dann sind es 50 Milliarden Euro - der ist kein kompetenter Gesprächspartner mehr. Es ist an der Zeit, die Konsequenzen zu ziehen."
+++ 0.01 Uhr: Die größte französische Bank, BNP Paribas, übernimmt die Kontrolle der angeschlagenen Finanzgruppe Fortis in Belgien und in Luxemburg. Das bestätigte BNP am Sonntag in Paris. Gemessen an den Spareinlagen entstehe dadurch die "größte europäische Bank", hieß es in der französischen Hauptstadt.
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