+ + + Finanzkrisen-Ticker + + +: Dow Jones mit vier Prozent im Minus, Briten schnüren Rettungspaket
zuletzt aktualisiert: 07.10.2008 - 21:42Düsseldorf (RPO). Die Finanzkrise schlägt weiterhin rund um den Globus hohe Wellen: Der Dax drehte nach einem positiven Start ins Minus. Während britische Banken nach staatlicher Hilfe rufen, stieg der Auftragseingang der deutschen Industrie überraschend. Alle Entwicklungen an den Märkten können Sie in unserem Ticker nachlesen.
+++ 21.41 Uhr: Kein halten für den Dow Jones Index: Aktuell verliert der Index über 4 Prozent.
+++ 21.22 Uhr: Die britische Regierung will laut einem BBC-Bericht das angeschlagene Bankensystem mit einem Rettungspaket stabilisieren. Dazu sollten die Banken unter anderem mit ausreichend Kapital versorgt werden, damit sie ausreichend Bargeld für ihre täglichen Geschäfte hätten, berichtete der Sender am Dienstagabend.
+++ 21.01 Uhr: Die Pensionskassen in den USA haben als Folge der Finanzmarktkrise in den vergangenen 15 Monaten 2 Billionen Dollar (1,47 Billionen Euro) verloren.
+++ 20:00 Uhr: Diese Ankündigung scheint den Dow Jones Index nicht zu beruhigen - aktuell verliert das Barometer 3,4 Prozent.
+++ 19.41 Uhr: Angesichts der schweren Turbulenzen auf den Finanzmärkten erwägt die US-Notenbank Fed eine weitere Senkung des Leitzinses. Vor dem Hintergrund der schlechter werdenden Wachstumsprognosen werde die Fed prüfen, ob ihre derzeitige Zinspolitik "weiterhin angemessen" sei, sagte ihr Chef Ben Bernanke am Dienstag in einer Rede in Washington.
+++ 19.29 Uhr: Der Manager Axel Wieandt wird nach Unternehmensangaben neuer Chef der angeschlagenen Hypo Real Estate. Der 42-Jährige werde das Amt am 13. Oktober übernehmen, teilte der Konzern in München mit.
+++ 18.47 Uhr: Der Dow Jones Index dreht ins Minus und verliert über 2 Prozentpunkte.
+++ 18.09 Uhr: Spanien will den Finanzsektor des Landes mit 30 Milliarden Euro unterstützen. Das teilte Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero am Dienstag mit.
+++ 18.03 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt ist am Dienstag nach einer Berg- und Talfahrt mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Leitindex Dax verlor 1,1 Prozent auf 5326 Punkte. Der MDax ging um 2,3 Prozent auf 5990 Zähler und der TecDax um 5,2 Prozent auf 573 Punkte zurück.
+++ 17.11 Uhr: Der Dow Jones Index stabilisiert sich auf Vortages-Niveau.
+++ 16.21 Uhr: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Schätzung der Folgekosten der weltweiten Finanzmarktkrise um 40 Prozent erhöht. Die Verluste werden sich auf 1,4 Billionen Dollar (1.000 Milliarden Euro) summieren, wie der IWF in seinem am Dienstag vorgelegten Halbjahresbericht prognostizierte. Im April war der IWF noch von Kosten in Höhe von einer Billion Dollar (740 Milliarden Euro) ausgegangen. Der IWF forderte von der internationalen Gemeinschaft eine "kollektive Verpflichtung", der Finanzmarktkrise entschlossen entgegenzutreten.
+++ 16.13 Uhr: Neuer Chef des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) soll Axel Wieandt werden. Das Banken-Konsortium, das zur Rettung des Instituts beigetragen hat, habe dem HRE-Aufsichtsrat den bisherigen Leiter der Konzernstrategie der Deutschen Bank vorgeschlagen, berichteten mehrere Zeitungen am Dienstag vorab unter Berufung auf Frankfurter Finanzkreise.
+++ 16.02 Uhr: Der Dow Jones Index startet mit einem Plus von einem Prozent in den Handel.
+++ 15.05 Uhr: Die EU-Finanzminister haben am Dienstag vereinbart, europaweit für private Spareinlagen von mindestens 50.000 Euro zu garantieren. Bislang sind die EU-Staaten verpflichtet, einen Mindestbetrag von 20.000 Euro gesetzlich abzusichern.
+++ 14.46 Uhr: Die Europäische Union verbürgt sich für das Überleben aller wichtigen Banken. Darauf einigten sich die EU-Finanzminister am Dienstag in Luxemburg, wie Finanz-Staatssekretär Jörg Asmussen mitteilte. Die EU-Staaten wollen demnach alle "systemrelevanten Finanzinstitute" stützen.
+++ 14.20 Uhr: Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat den Banken des Landes Kredite bis zu 950 Milliarden Rubel (knapp 27 Milliarden Euro) zur Stärkung ihrer Eigenkapitalbasis zugesagt. Die Kredite hätten eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren, sagte der Staatschef am Dienstag bei einem Treffen mit zuständigen Ministern und Vertretern des Bankensektors im Kreml. Demnach können die großen Banken wie die Sberbank, die VTB und die Landwirtschaftsbank Rosselchosbank insgesamt bis zu 725 Milliarden Rubel bekommen; bis zu 225 Milliarden Rubel sind für die restlichen Banken vorgesehen.
+++ 14.17 Uhr: Die Finanzkrise fordert erste Todesopfer: Ein blutiges Familiendrama in einem wohlhabenden Vorort von Los Angeles ist von einem arbeitslosen Finanzberater verursacht worden, der seine berufliche Existenz durch die Finanzkrise verloren hatte. Der 45 Jahre alte Mann, der seine Ehefrau, die gemeinsamen drei Söhne und seine Schwiegermutter erschossen und sich dann selbst das Leben genommen hatte, besaß erst seit einem Monat eine Waffe.
+++ 14.13 Uhr: HRE-Vorstandschef Georg Funke ist mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Funke verlasse mit sofortiger Wirkung die Gruppe und habe alle Mandate niedergelegt, teilte der DAX-Konzern am Dienstag in München mit. Über eine Nachfolge werde noch am Dienstag entschieden.
+++ 13.04 Uhr: Die Aktie des Wolfsburger Autobauers Volkswagen schoss um rund 40 Prozent nach oben und kostet erstmals mehr als 400 Euro. Dies zieht auch den Dax mit in die Höhe. Am Mittag verzeichnete er einen Zuwachs von 0,4 Prozent.
+++ 12.24 Uhr: Inmitten der Krisenstimmung überrascht eine gute Nachricht: Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im August überraschend angestiegen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Vor allem Großaufträge aus dem Nicht-EU-Ausland trugen zu dem 3,6prozentigen Zuwachs bei (saison- und preisbereinigt).
+++ 12.17 Uhr: Die wichtigsten Banken in Großbritannien haben offenbar die britische Regierung um staatliche Hilfen gebeten. Dies berichtet der Fernsehsender BBC. Demnach bedürfen Lloyds TSB, Royal Bank of Scotland und Barclays jeweils eine Kapitalspritze über 15 Milliarden Euro. Davon sollten 7,5 Milliarden Euro sofort zugeschossen werden, die übrigen 7,5 Milliarden Euro würde das Schatzamt garantieren.
+++ 12.11 Uhr: Zudem hat die isländische Regierung die Kontrolle über das Finanzinstitut Landsbanki übernommen. Bereits Ende September hatte die Regierung Islands die drittgrößte Bank des Landes, Glitnir, verstaatlicht.
+++ 12.06 Uhr: Gerüchten auf dem Börsenparkett zufolge, soll auch die Commerzbank-Tochter Eurohypo wegen der Finanzkrise in Schwierigkeiten stecken.
+++ 11.43 Uhr: Der Dax hat weiter nachgegeben. Während die Finanzwerte deutliche Abschläge hinnehmen müssen, sorgt VW für Erstaunen. Bei dem Autobauer scheint sich jemand im großen Stil einzudecken, der Kurs geht durch die Decke!
+++ 11.12 Uhr: Island erhält einen vier Milliarden Euro schweren Kredit von Russland, wie die Notenbank in Reykjavik mitteilte. Das Darlehen soll über vier Jahre laufen und den Bankrott des Inselstaates verhindern.
+++ 11.11 Uhr: Der Dax befindet sich derzeit auf einer Achterbahnfahrt. Nach einem guten Start gab der Leitindex deutlich ein. Derzeit notiert das Börsenbarometer bei minus 0,3 Prozent. Vor allem Finanztitel belasten den Markt.
+++ 10.50 Uhr: Der Walldorfer Softwarekonzern SAP hat zum Ende des dritten Quartals die Auswirkungen der Finanzkrise zu spüren bekommen. Der DAX-Konzern legte erste, sehr schwache, Indikationen für die Umsatzentwicklung im Quartal vor.
+++ 09.53 Uhr: Der Dax dreht nach einem zwischenzeitlichen Plus ins Minus. Um 9:50 lag er bei 5387 Punkten. Das bedeutet ein Minus von 0,58 Prozent.
+++ 09.45 Uhr: Der Dax legt weiterhin zu, inzwischen notiert der Leitindex bei 1,6 Prozent. "Was die Stimmung derzeit stützt, ist die Hoffnung auf eine konzertierte Leitzinssenkung der großen Notenbanken", sagte ein Marktteilnehmer.
+++ 9.25 Uhr: Angst vor Bankrott: Island übernimmt komplette Bankkontrolle. Islands Ministerpräsident Geir H. Haarde spricht von einer "drohenden nationalen Insolvenz" für das 300.000 Einwohner zählende Land.
+++ 09.10 Uhr: Der Dax hat in den ersten Handelsminuten 1,5 Prozent zugelegt. Nach dem schwarzen Montag deuten die Zeichen zumindest auf eine kleine Verschnaufpause hin.
+++ 08.58 Uhr: Die Staatsschulden in den USA haben aufgrund der Maßnahmen der Washingtoner Regierung gegen die Finanzkrise die Marke von zehn Billionen Dollar überschritten. Die Gesamtschuld belief sich Ende September auf 10,025 Billionen Dollar (knapp 7,4 Billionen Euro), wie aus dem am Montag veröffentlichten monatlichen Schuldenbericht des US-Finanzministeriums hervorging. Die USA hatten im September außer der Reihe neue Staatsanleihen herausgegeben, um die vielfältigen Rettungsaktionen für die strauchelnde Finanzwirtschaft zu finanzieren. Allein dafür nahm Washington 345 Milliarden Dollar neue Schulden auf. Zudem waren Staatspapiere wegen der einbrechenden Aktienkurse im vergangenen Monat sehr gefragt.
+++ 08.53 Uhr: Der Dax wird zu Handelsbeginn mit einem Plus von einem Prozent erwartet. Um 09.00 Uhr gehts los.
+++ 08.44 Uhr: Der US-Kongress untersucht den Kollaps des Versicherungskonzerns AIG, mit dem Mitte September die Eskalation der Finanzkrise ihren Lauf nahm. Drei ehemalige Vorstandschefs der American International Group wurden am Dienstag zu einer Anhörung in einen Ausschuss des Repräsentantenhauses geladen. Unter ihnen ist auch Maurice "Hank" Greenberg, der größte Einzelaktionär der Gesellschaft.
+++ 08.40 Uhr: Die Politik hat unlängst den Handlungsbedarf angesichts der Krise erkannt. Heute treffen sich die Finanzminister der Euro-Gruppe zu Beratungen. Außerdem hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Regierungserklärung angekündigt.
+++ 08.28 Uhr: Heute könnte an der Börse in Frankfurt ein Tag zum Durchatmen werden. Der Dax wird zu Handelsbeginn mit einem Plus erwartet.
+++ 08.02 Uhr: An den Märkten kursieren Gerüchte über eine konzertierte Leitzinssenkung der wichtigsten Notenbanken der Welt. Dadurch würden beispielsweise Kredite und damit auch Investitionen günstiger, was den Märkten Auftrieb geben könnte. Nachteil: Niedrigere Zinsen können die Inflation weiter anheizen.
+++ 07.44 Uhr: Inzwischen häufen sich die Anzeichen, dass die Finanzkrise in auch außerhalb des Bankensektors ankommt. Prominentestes Opfer: der Autohersteller Opel. Laut einem Pressebericht stoppt die Tochter des US-Konzerns General Motors wegen des spürbaren Nachfragerückgangs in zwei deutschen Werken vorübergehend die Produktion. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise meldet, werden im Bochumer Werk in dieser Woche keine Autos gebaut. Betroffen seien knapp 5000 Beschäftigte. Der Herstellungsstopp werde unter anderem über den Abbau von Überstunden auf Arbeitszeitkonten abgegolten. Kündigungen habe es nicht gegeben.
+++ 07.34 Uhr: Der deutsche Leitindex Dax musste am Montag einen Verlust von über sieben Prozent hinnehmen. Experten und Marktbeobachter gehen davon aus, dass sich die Ereignisse auf dem Parkett am Dienstag etwas beruhigen.
+++ 07.23 Uhr: Angesichts der sich zuspitzenden internationalen Finanzkrise geht der Kurssturz an der japanischen Börse weiter. Der Leitindex Nikkei gab am Dienstag um 2,3 Prozent oder 241,32 Punkte nach auf 10.231,77 Zähler. Zeitweilig fiel das Börsenbarometer in Tokio unter die wichtige 10.000er-Marke und brach auf 9.916,21 Punkte ein, den niedrigsten Stand seit fast fünf Jahren.
+++ 06.06 Uhr: Als Reaktion auf die internationale Finanzkrise hat die australische Zentralbank am Dienstag den Leitzins um einen Prozentpunkt auf sechs Prozent gesenkt. Die überraschend deutliche Herabsetzung ist die höchste in Australien seit Mai 1992. Sie folgt auf eine Senkung um einen Viertel-Prozentpunkt im September, die die erste Reduzierung des Leitzinses in fast sieben Jahren war. Analysten hatten diesmal eine Senkung um einen halben Prozentpunkt erwartet. Auf die Nachricht hin erholten sich die Kurse an der australischen Börse, nachdem sie zu Handelsstart zunächst eingebrochen war.
+++ 23.55 Uhr: Der Gewinn der Bank of America ist im dritten Quartal um 68 Prozent auf 1,18 Milliarden Dollar eingebrochen. Die Unternehmensführung legte die Zahlen am Montagabend nach Börsenschluss und damit rund zwei Wochen früher als geplant vor. Um frisches Kapital aufzutreiben, will die Bank für 10 Milliarden Dollar Stammaktien verkaufen und die Dividende auf 32 Cent je Aktie halbieren.
Alles über die Krise an den Finanzmärkten in unserem Special.
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