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US-Börse
Dow Jones schließt auf Fünfjahreshoch
Glossar - Aktienmarkt von A bis Z
Glossar - Aktienmarkt von A bis Z FOTO: dpa, Fredrik Von Erichsen
New York. Nach einem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende hat der Dow Jones Industrial am Dienstag auf dem höchsten Stand seit Ende 2007 geschlossen. Grund dafür waren einige Unternehmenszahlen, die überwiegend positiv aufgenommen wurden.

Der Dow gewann 0,46 Prozent auf 13.712 Punkte. Von seinem im Oktober 2007 erzielten Rekordhoch in Höhe von 14.198Punkten ist er damit nur noch rund 500 Punkte entfernt. Klar negative Nachrichten von der Konjunktur rückten in den Hintergrund. Die Zahl der Verkäufe von bestehenden Häusern in den USA war im Dezember überraschend gefallen.

Der breit gefasste S&P-500-Index stieg um 0,44 Prozent auf 1492,51 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq rückte der Composite-Index um 0,27 Prozent auf 3143,18 Punkte vor. Der Auswahlindex NASDAQ 100 legte um 0,11 Prozent auf 2746,19 Punkte zu.

Der Chemiekonzern und BASF-Konkurrent DuPont hatte zwar im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres wegen eines deutlichen Nachfragerückgangs einen operativen Gewinneinbruch erlitten. Dennoch übertraf er die Analystenschätzungen, was die Aktien um 1,77 Prozent steigen ließ. Ein ähnliches Bild bot der Versicherungskonzern Travelers, dessen Titel sich um 2,15 Prozent auf 77,95 US-Dollar verteuerten. Trotz eines deutlichen Rückgangs wegen des Wirbelsturms "Sandy" war der Quartalsgewinn besser als erwartet ausgefallen.

Die Aktien von Johnson & Johnson hingegen gaben um 0,74 Prozent nach. Der Konsumgüter- und Medizintechnikkonzern hatte zwar seinen Umsatz erwartungsgemäß gesteigert, verdiente aber weniger als noch vor einem Jahr. Experten hatten mit einem wesentlich höheren Gewinn gerechnet.

Die Anteilsscheine von Delta Air Lines kletterten um 2,83 Prozent nach oben. Die Fluggesellschaft hatte trotz eines Gewinnrückgangs die Analystenerwartungen erfüllt und will ihre Kapazitäten verringern, um so ihre Lohn- und Treibstoffkosten zu drücken. Bei Boeing belastete, dass der Flugzeugbauer die Auslieferung seiner neuen "Dreamliner"-Flugzeuge gestoppt hatte. Zuvor hatten bereits Luftfahrtbehörden weltweit ein Startverbot für den Hoffnungsträger von Boeing verhängt, der mit einer Pannenserie für Aufsehen gesorgt hatte. Die Aktien fielen um 1,17 Prozent.

RIM schießt in die Höhe

Dagegen schnellten die Aktien von Research In Motion (RIM) um 13,01 Prozent in die Höhe. Der angeschlagene Blackberry-Hersteller prüft Medienberichten zufolge weiterhin verschiedene strategische Optionen, die einen Verkauf der Hardware-Produktion sowie die Lizenzierung der eigenen Software beinhalten.

Der Software-Riese Microsoft schließlich verhandelt laut US-Medienberichten über eine finanzielle Beteiligung an der Übernahme des Computer-Herstellers Dell. Den Dell-Titeln bescherten die Meldungen ein Plus von 2,10 Prozent, während die Papiere von Microsoft um 0,29 Prozent fielen.

Nach Börsenschluss überraschten der Computer-Hersteller IBM und der Internet-Konzern Google mit positiven Quartalszahlen, so dass deren Papiere im nachbörslichen Handel um jeweils mehr als vier Prozent in die Höhe schnellten. In der Kernhandelszeit waren die Titel von IBM um 0,83 Prozent gestiegen, während die von Google um 0,30 Prozent gesunken waren.

Der Euro notierte im New Yorker Handel nach einer Berg- und Talfahrt zuletzt bei 1,3324 US-Dollar. Am Markt für Staatsanleihen stiegen richtungweisende zehnjährige Papiere um 6/32 Punkte auf 98 1/32 Punkte und rentierten mit 1,844 Prozent. Die enttäuschenden Häuserdaten hätten Zweifel an der Stärke der Erholung des Immobiliensektors genährt und damit die Nachfrage nach den als sicher geltenden US-Anleihen erhöht, sagten Händler.

Quelle: dpa/felt/csi
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