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Börse
Dow Jones und S&P 500 weiter auf Rekordkurs
Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z
Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z FOTO: dpa, Fredrik Von Erichsen
New York. Gute Zahlen von General Electric (GE) haben den Dow Jones Industrial und den S&P-500-Index am Freitag auf Rekordkurs gehalten. Hinzu kamen positive Wirtschaftsdaten aus China sowie die Bereitschaft der Republikaner, die US-Schuldengrenze für kurze Zeit zu erhöhen. Die Technologietitel der Nasdaq liefen nach der negativen Reaktion auf die Bilanz von Intel indes etwas hinterher.

Der Dow schaffte abermals einen Höchststand seit Oktober und schloss mit einem Aufschlag von 0,39 Prozent bei 13.649 Punkten. Die befürchteten Gewinnmitnahmen vor dem Feiertag am Montag blieben auch nach drei starken Wochen aus. Die aktuelle Wochenbilanz beträgt plus 1,20 Prozent. Auch der breiter gefasste S&P baute sein Fünfjahreshoch um weitere 0,34 Prozent auf 1485,98 Punkte aus. Er schüttelte den Kursrutsch von Intel damit im Gegensatz zum Auswahlindex Nasdaq 100 erfolgreich ab, der um 0,14 Prozent auf 2743,24 Punkte nachgab. Der Nasdaq Composite Index veränderte sich mit minus 0,04 Prozent auf 3134,71 Punkte kaum. Auf Wochensicht traten beide auf der Stelle.

Mit einem wohl auf drei Monate begrenzten, höheren Schuldenlimit würden die Republikaner etwas Luft für eine längerfristige Problemlösung schaffen. Die Schuldengrenze von derzeit 16,4 Billionen US-Dollar (12,3 Billionen Euro) muss laut dem Haushaltsbüro des Kongresses bis Mitte Februar erhöht werden, damit die USA weiterhin ihr rund eine Billion Dollar starkes jährliches Defizit finanzieren können. Mit dem Vorschlag erhöhen die Konservativen nun den Druck auf den von Demokraten geführten Senat, einen neuen Haushalt zu verabschieden.

Für die Papiere des großen Siemens-Rivalen General Electric ging es um 3,47 Prozent nach oben auf den ersten Platz im Dow. Trotz des rauen Umfelds in der Weltwirtschaft hatte der Konzern seinen Wachstumskurs fortgesetzt. "Die Aussichten für die Industrieländer bleiben unsicher, aber wir sehen Wachstum in China und in rohstoffreichen Ländern", sagte Vorstandschef Jeff Immelt.

Intel tief im Minus

Weniger gut kam die Bilanz von Intel an. Die Anteile des Halbleiterkonzerns rutschten um 6,31 Prozent an das Ende des Leitindex sowie des Nasdaq 100. Die schwachen Verkäufe von Tischrechnern und Notebooks machen Intel weiterhin zu schaffen. Die Deutsche Bank senkte ihre Prognosen und ihr Kursziel und reagierte damit auf unerwartet hohe Investitionen, die zunächst belasten und erst danach Früchte tragen dürften.

Ein florierendes Geschäft mit Aktien hatte der Investmentbank Morgan Stanley zum Jahresende die Rückkehr in die Gewinnzone ermöglicht. Die Bank hatte sowohl im Vorquartal als auch Ende 2011 rote Zahlen geschrieben. Mit ihrem Ergebnis übertraf die Bank die Erwartungen der Experten deutlich, die Aktien sprangen um 7,86 Prozent nach oben.

Der Euro konnte sich im US-Handel von zwischenzeitlich stärkeren Gewinnmitnahmen wieder etwas erholen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,3317 US-Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel war der Euro noch fast bis auf 1,34 Dollar gestiegen, um dann bis unter die Marke von 1,33 Dollar abzutauchen.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3324 (Donnerstag: 1,3368) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7505 (0,7481) Euro. Richtungweisende zehnjährige US-Anleihen gewannen 10/32 Punkte auf 98 6/32 Zähler. Sie rentieren mit 1,845 Prozent.

Quelle: dpa/felt
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