Bilanz: Dresdner Bank gewinnt 630.000 Neukunden
zuletzt aktualisiert: 01.02.2006 - 15:10Frankfurt/Main (rpo). Die Allianz-Tochter Dresdner Bank hat im Geschäftsjahr 2005 etwa 630.000 Neukunden gewonnen. 360.000 seien alleine durch Vertreter der Versicherungsgesellschaft geworben worden, teilte Hansjoerg Cramer, Vorstand der zu Jahresbeginn gegründeten Inlandsholding Allianz Deutschland AG, am Mittwoch mit.
Cramer zufolge wurden im vergangenen Jahr zum ersten Mal Fondsprodukte der Fondsgesellschaften dit und DEGI im Wert von über einer Milliarde Euro verkauft. 2004 waren es 717 Millionen Euro. Zudem seien bei der Dresdner Bank Lebensversicherungs-Produkte für rund zwei Milliarden Euro verkauft worden. Damit habe die Bank ihren Anteil am Prämienaufkommen der Allianz Leben binnen Jahresfrist von 11,6 auf 12,3 Prozent gesteigert.
Dresdner-Bank-Vorstand Stephan-Andreas Kaulvers kündigte an, im laufenden Jahr wolle die Allianz den Vertrieb mit der Bank noch stärker verzahnen und die Abwicklungsprozesse optimieren. So sollen etwa das Geschäft mit Konsumentenkrediten sowie der Vertrieb von Anlageprodukten ausgebaut werden.
Cramer bekräftigte schließlich die bisherige Position der Allianz, wonach angesichts der Neuaufstellung im Inland im laufenden Jahr keine betriebsbedingten Kündigungen erfolgen werden. Mittelfristig würden allerdings im Innendienst der Geschäftsstellen und in Stabsabteilungen "einige hundert" Stellen abgebaut werden sollen. Er bezifferte diese Zahl auf Nachfrage auf "ein paar mehr oder weniger als 500". Zugleich machte er aber deutlich, dass diesen Mitarbeitern zunächst andere Stellen im Vertrieb angeboten würden.
Die Allianz hat im Zuge ihrer angekündigten Neustrukturierung den Vertrieb der drei Sparten für Sachversicherung, Lebens- und private Krankenversicherung im Inland in einer eigenen Gesellschaft zusammengefasst. Diese wird neben den drei operativen Sparten als vierte Säule der Inlandsholding Allianz Deutschland AG (ADAG) zugeordnet.
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