Finanzkrise: Eigentümer der LBBW verständigen sich auf Rettung
zuletzt aktualisiert: 21.11.2008 - 07:57Stuttgart (RPO). Die Eigentümer der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) haben sich offenbar auf eine milliardenschwere Finanzspritze für das angeschlagene Finanzhaus verständigt. Die Träger der größten deutschen Landesbank hätten sich nach tagelangen Verhandlungen am Donnerstagabend laut einem Medienbericht auf ein dreiteiliges Rettungspaket geeinigt.
Nach dem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten", der sich auf Regierungskreise beruft, werden das Land Baden-Württemberg, die Sparkassen und die Stadt Stuttgart entsprechend ihrer Anteile fünf Milliarden Euro frisches Kapital aufbringen. Zusätzlich werde die LBBW 20 Milliarden Euro Garantien aus dem Rettungsschirm des Bundes beantragen. Darüber hinaus erhalte der LBBW-Vorstand den Auftrag, in offizielle Fusionsverhandlungen mit der BayernLB einzusteigen, berichten die "Stuttgarter Nachrichten" weiter.
Eine endgültige Entscheidung solle in der Trägerversammlung und der Verwaltungsratssitzung am Freitag fallen. Die Sparkassen knüpfen ihre Zustimmung den Angaben zufolge an harte Bedingungen. Demnach müsse LBBW müsse das risikoreiche Kapitalmarktgeschäft radikal zurückfahren. Zudem dürfe ihrer Tochter BW-Bank den Sparkassen nicht länger Konkurrenz machen. Zugleich drohe dem Vorstandsvorsitzenden Siegfried Jaschinski die Halbierung seines Gehalts.
Die LBBW war am Freitagmorgen für eine Stellungnahme zu dem Bericht nicht zu erreichen.
Die Träger der Landesbank Baden-Württemberg sind nach Bankangaben das Land Baden-Württemberg, der Sparkassenverband Baden-Württemberg, die Landeshauptstadt Stuttgart, die Landeskreditbank Baden-Württemberg sowie der der Sparkassen- und Giroverband Rheinland-Pfalz.
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