kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Finanzkrise: EU verbürgt sich für Überleben aller wichtigen Banken

zuletzt aktualisiert: 07.10.2008 - 16:58

Luxemburg (RPO). Angesichts der sich verschärfenden Finanzkrise kämpft die Europäische Union um das Vertrauen von Sparern und Anlegern. Die EU-Finanzminister erörterten am Dienstag in Luxemburg einen besseren Schutz von Spareinlagen und Schritte gegen überhöhte Managergehälter. Zugleich verbürgten sich die EU-Mitgliedsstaaten für das Überleben aller wichtigen Banken.

Deren Aktien befanden sich teilweise im freien Fall. Der Chef das angeschlagenen Dax-Konzerns Hypo-Real-Estate, Georg Funke, trat nach massiver Kritik aus der Bundesregierung zurück. Die isländische Regierung griff aus Furcht vor einer Staatspleite massiv ins Bankengewerbe ein.

Bundesfinanzstaatssekretär Jörg Asmussen erklärte in Luxemburg, die EU-Staaten wollten alle "systemrelevanten Finanzinstitute" stützen. Die Finanzminister verständigten sich zudem auf einen besseren Schutz von Sparern bei Bankenpleiten. Die gesetzliche Mindestsicherungssumme soll EU-weit von derzeit 20.000 auf mindestens 50.000 Euro steigen. Eine entsprechende Gesetzesänderung will die EU-Kommission vorlegen. In Deutschland sind bisher 20.000 Euro gesetzlich abgesichert, zusätzlich gibt es einen Sicherungsfonds der Banken. Um die Verbraucher zu beruhigen, hatte die Bundesregierung am Sonntag eine Staatsgarantie für Spareinlagen in unbegrenzter Höhe angekündigt.

Die EU-Finanzminister wollten auch eine Empfehlung gegen überhöhte Gehälter und -abfindungen von Führungskräften verabschieden. "Versagen" von Bankmanagern dürfe nicht vergoldet werden, sagte der niederländische Finanzminister Wouter Bos. Strafmaßnahmen müssen die Banken allerdings nicht befürchten.

Ungelöst blieb der Streit um eine europäische Gruppenaufsicht für grenzüberschreitend tätige Versicherungen. Zwölf EU-Länder fürchten, dass ihre nationale Aufsicht ins Hintertreffen gerät. Die Finanzminister streben nun einen Durchbruch auf ihrer nächsten Sitzung am 2. November an.

Ein gemeinsamer EU-Rettungsfonds ist weiter nicht geplant. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte erst am Montagabend ihre Ablehnung dieses unter anderem von Frankreich ins Spiel gebrachten Projekts bekräftigt. Die Finanzkrise ist auch zentrales Thema des EU-Gipfels am Mittwoch und Donnerstag kommender Woche in Brüssel.

Hypo-Real-Estate-Chef Georg Funke legte mit sofortiger Wirkung alle Mandate nieder, wie der Immobilienfinanzierer mitteilte. Nachfolger soll der bisherige Leiter der Konzernstrategie der Deutschen Bank, Axel Wieandt, werden, wie mehrere Zeitungen unter Berufung auf Frankfurter Finanzkreise berichteten. Funke war in den vergangenen Tagen stark in die Kritik geraten, nachdem ein zweites Rettungspaket für die HRE nötig geworden war.

Sowohl die europäischen Börsen als auch der Dax blieben nach den heftigen Kursverlusten vom Montag bis zum frühen Nachmittag in etwa stabil. Die Deutsche Bank bekräftigte, dass sie keine Kapitalerhöhung plane. Dennoch fiel die Aktie der größten deutschen Bank gegen Mittag um weitere 8,37 Prozent. In Großbritannien dementierte die Barclays-Bank, die Regierung um eine Finanzspritze gebeten zu haben und fügte hinzu, es gebe dafür keinen Grund.

Die Finanzaufsichtsbehörde in Reykjavik übernahm die Kontrolle über Islands zweitgrößtes Geldinstitut Landsbanki. Die Kaupthing-Bank, das größte Bankhaus des Landes, bekam von der Zentralbank einen Kredit über umgerechnet 500 Millionen Euro. Das isländische Parlament hatte dem Eilgesetz zur staatlichen Kontrolle über das Bankengewerbe am Montagabend zugestimmt. Ministerpräsident Geir Haarde hatte zuvor gewarnt, Island könne in die Pleite gerissen werden. Island will mit Russland über die Gewährung eines Milliardenkredits verhandeln, sagte der russiche Finanzminister Alexej Kudrin laut russischen Nachrichtenagenturen. Eine Einigung über einen Kredit, wie zunächst von der isländischen Zentralbank mitgeteilt, gibt es demnach aber noch nicht.

Quelle: afp

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Schuldenkrise macht Europäer ärmer

Mehr Millionäre in Schwellenländern

Schuldenkrise macht Europäer ärmer

Die Schuldenkrise fordert ihren Tribut: Das Privatvermögen in Westeuropa schrumpfte 2011 um 0,4 Prozent auf 25,5 Billionen Euro. mehr 

Forscher entdecken riesiges Manganfeld in Tiefsee

Deutsches Lizenzgebiet im Pazifik

Forscher entdecken riesiges Manganfeld

Meeresforscher haben im deutschen Lizenzgebiet des Pazifik ein großes Vorkommen an Manganknollen entdeckt. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Mehr Millionäre in Schwellenländern

Schuldenkrise macht Europäer ärmer

Deutsches Lizenzgebiet im Pazifik

Forscher entdecken riesiges Manganfeld

Auch am Donnerstag im Minus

Dax verliert im Mai über sieben Prozent

Ratingagentur senkt den Daumen

Fitch stuft acht spanische Regionen herab

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
237 Abgeordnete haben sich für 16. Wahlperiode eingefunden

237 Abgeordnete

NRW-Landtag konstituiert sich neu

In Nordrhein-Westfalen ist der neue Landtag zu seiner ersten Sitzung nach der Wahl zusammengekommen. mehr

 
Die Kombo zeigt einige KandidatInnen für den Parteivorsitz der Partei Die Linke: (oben von links) Katja Kipping, Katharina Schwabedissen und Bernd Riexinger. (unten von links) Dietmar Bartsch, Sabine Zimmermann und Dora Heyenn.

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

Im Machtkampf der Linken hat die stellvertretende Parteivorsitzende Katja Kipping eine Doppelspitze mit Bernd Riexinger abgelehnt. mehr

 

Letzter DDR-Wirtschaftsminister

Gerhard Pohl tot aufgefunden

 

Minister stellt neues Programm vor

Altmaier grenzt sich von Röttgen ab

 

Nahostreise des Bundespräsidenten

Gauck fordert zu Friedensgesprächen auf

 
 

Klage gegen Bundesregierung

EU will Deutschland zum Wassersparen zwingen

 

Nach Selbstverbrennung in Lhasa

China startet Verhaftungswelle in Tibet

Strom-Rechner

kWh
vergleichen