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Aktienmarkt: Euro setzt Talfahrt fort

zuletzt aktualisiert: 05.09.2008 - 13:47

Frankfurt/Main (RPO). Der deutsche Aktienmarkt hat seine Verluste bis zum Freitagmittag ausgeweitet. Der DAX fiel bis 13.15 Uhr um 1,7 Prozent auf 6175 Punkte. Der MDAX gab 2,0 Prozent auf 8116 Zähler nach und der TecDAX verlor 2,4 Prozent auf 775 Punkte.

Der Euro fällt tief.  Foto: ddp
Der Euro fällt tief. Foto: ddp

Nachrichten gebe es praktisch nicht, daher dominierten die Wall-Street-Vorgaben das Geschehen, sagte ein Beobachter. Als Auslöser des Rückschlags sehen Händler die Europäische Zentralbank. Diese hatte am Donnerstag die Inflationsgefahren betont, außerdem fordert sie von den Banken nun höhere Risikoabschläge bei den hinterlegten Sicherheiten für die Kreditbeschafffung. Besonders Finanzaktien hatten daraufhin deutlich an Boden verloren.

Der Euro setzte sein Talfahrt fort und notierte am Mittag bei 1,4220 Dollar. Die Gemeinschaftswährung wird weiter von den Äußerungen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet vom Vortag belastet. Trichet hat die Wachstumsprognosen für die Eurozone im laufenden Jahr wie auch für 2009 deutlich nach unten korrigiert. Die EZB hatte am Donnerstag einen Referenzkurs von 1,4488 Dollar festgestellt.

Stärkster Verlierer im DAX waren ThyssenKrupp mit einem Abschlag von 4,1 Prozent auf 29,13 Euro. Daimler verloren 3,2 Prozent auf 40,09 Euro und Deutsche Börse fielen um 2,9 Prozent auf 62,90 Euro. Fester notierten lediglich zwei der 30 Werte. Postbank stiegen um 1,5 Prozent auf 42,94 Euro und Metro legten 0,3 Prozent auf 38,22 Euro zu.

In der zweiten Reihe fielen K+S um 5,5 Prozent auf 67,40 Euro und führten damit die Verlierer an. SGL Carbon verloren 5,4 Prozent auf 35,13 Euro. Gegen den Trend stemmten sich vor allem IVG, die sich um 2,8 Prozent auf 10,65 Euro verteuerten. Gesucht waren auch Heidelberger Druckmaschinen nach den kräftigen Abgaben des Vortages.

Im TecDAX verloren Q-Cells 6,4 Prozent auf 58,50 Euro. Auch Kontron gaben mehr als sechs Prozent nach. Dagegen gewannen IDS Scheer 4,4 Prozent auf 8,48 Euro. Zu den wenigen gesuchten Werten zählten auch Conergy, die sich um 2,5 Prozent verteuerten.

Quelle: afp

 
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