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Erstes Quartal 2017
Euro-Zone wächst mehr als doppelt so stark wie US-Wirtschaft

Euro-Zone wächst mehr als doppelt so stark wie US-Wirtschaft
Die Eurozone hat die USA beim Wirtschaftswachstum abgehängt. FOTO: dpa, jhe
Brüssel. Die Euro-Zone ist im ersten Quartal mehr als doppelt so schnell gewachsen wie die weltgrößte Volkswirtschaft USA.

Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Januar bis März erneut um 0,5 Prozent zum Vorquartal, bestätigte das Statistikamt Eurostat am Dienstag eine frühere Schätzung.

Die USA hatten dagegen nur ein Plus von 0,2 Prozent geschafft. Am besten in das Jahr gestartet ist Finnland: Hier legte die Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent zu. Von den vier großen Euro-Ländern gelang Spanien mit 0,8 Prozent das kräftigste Wachstum, gefolgt von Deutschland mit 0,6 Prozent, Frankreich mit 0,3 Prozent und Italien mit 0,2 Prozent.

Lediglich in Griechenland schrumpfte nach den bisher vorliegenden Daten das Bruttoinlandsprodukt, wenn auch nur um 0,1 Prozent. Da es bereits im Vorquartal ein Minus gegeben hatte, steckt das Land wieder in der Rezession.

Die EU-Kommission hat vorige Woche ihre Wachstumsprognose 2017 für die Euro-Zone angehoben, und zwar von 1,6 auf 1,7 Prozent. "Das Wachstum gewinnt an Fahrt", sagte der für den Euro-Raum zuständige Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis.

Die Exporte sollen angesichts der besseren Weltkonjunktur stärker zunehmen als im vergangenen Jahr. Auch der private Konsum dürfte ungeachtet der höheren Inflation anziehen, wenn auch nicht mehr so stark. Auch dürften die Unternehmen mehr investieren.

(csr/REU)
 
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