Euro-Höhenflug stoppen: Experten appellieren an Europäische Zentralbank
zuletzt aktualisiert: 08.11.2004 - 09:50Frankfurt/Main (rpo). Volkswirte und Vertreter der Industrie fordern die Europäische Zentralbank (EZB) auf, etwas gegen den Höhenflug des Euro zu unternehmen. "Wir sind in Bereichen, in denen es anfängt wehzutun", sagte Martin Hüfner, Chefvolkswirt der HypoVereinsbank, zur Financial Times Deutschland".
Für den Chefsvolkswirt ist klar, wo anzusetzen ist: "Die Notenbank muss den verbalen Druck erhöhen. Was EZB-Chef Jean-Claude Trichet bisher gesagt hat, war mir etwas wenig." Auch der Leiter der Abteilung Grundsatzfragen der Wirtschaftspolitik beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Thilo Pahl, plädierte für eine Reaktion der Zentralbank: "Die EZB sollte kundtun, dass sie die Vorgänge am Devisenmarkt mit höchster Aufmerksamkeit verfolgt", sagte Pahl.
Nach den Worten von Eric Chaney, Volkswirt bei der der Investmentbank Morgan Stanley, sollte die EZB "eine weitere Aufwertung nicht hinnehmen. Auch der neue Währungspräsident Jean-Claude Juncker sollte das Wort ergreifen", zitierte ihn die Zeitung. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit hätten gezeigt, dass mahnende Worte der Notenbank die Devisenmärkte beruhigen können. Sollten dies nicht ausreichen, müsse die Notenbank direkt eingreifen und Euro gegen Dollar verkaufen.
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