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Europäische Zentralbank
Eurokurs steigt erstmals seit Mitte Juni über 1,13 US-Dollar

Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z
Lexikon: Glossar - Aktienmarkt von A bis Z FOTO: dpa, Fredrik Von Erichsen
Frankfurt/Main. Der Kurs des Euro ist am Freitag erstmals seit Mitte Juni über die Marke von 1,13 US-Dollar gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,1311 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,1281 (Donnerstag: 1,1183) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8865 (0,8942) Euro.

Besser als erwartet ausgefallene Daten aus der Eurozone gaben dem Euro laut Händlern Auftrieb. Die Unternehmensstimmung im Euroraum hatte sich im August dank eines starken Dienstleistungssektors überraschend aufgehellt. In Deutschland hatte sich vor allem die Lage im Industriesektor verbessert. Die schwierige Entwicklung in China belastete die Industrie offenbar nicht. Getrübt wurde das Bild nur durch die schwache Entwicklung in Frankreich.

Wachsende Sorgen um China belasteten zudem den US-Dollar. In der Nacht zum Freitag war bekannt geworden, dass chinesische Unternehmer ihre Lage so schlecht bewerten wie seit März 2009 nicht mehr. Die Krise in China könnte die US-Notenbank nach Einschätzung von Analysten dazu verleiten, die bisher für September erwartete Leitzinsanhebung zu verschieben. Eine Fortsetzung der Nullzinspolitik würde den Dollar für Anleger weniger attraktiv machen. Bereits in den vergangenen Tagen hatten Turbulenzen an den chinesischen Märkten die US-Währung unter Druck gebracht.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7198 (0,7138) britische Pfund, 138,40 (138,50)
japanische Yen und 1,0765 (1,0772) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1156,50 (1147,70)
Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 32 280,00 (32 250,00) Euro.

(dpa)
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