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+++ Finanzkrisen-Ticker +++: Fed senkt Leitzins auf ein Prozent, EU-Defizitgrenzen aufgehoben

zuletzt aktualisiert: 29.10.2008 - 21:13

Düsseldorf (RPO). Die Kurse an den Aktienmärkte sind unberechenbar. Der Finanzmarkt beruhigt sich nicht. Alle aktuellen Entwicklungen lesen Sie bei uns im Finanzkrisen-Ticker.

+++ 21:50 Uhr: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Schaffung eines Fonds mit kurzfristigen Krediten für Länder mit Finanzproblemen beschlossen. "Die aktuelle Unruhe an den Kapitalmärkten hat in einigen Schwellenländern enorme Liquiditätsprobleme ausgelöst - auch bei denen, deren makro-ökonomischen Strukturen eigentlich gesund sind", sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn in Washington. Ihnen solle der Hilfsfonds zugute kommen, um die vorübergehenden Liquiditätsengpässe zu überwinden. Mit dem Fonds schließe der IWF eine Lücke in seinem "Arsenal der Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung", sagte Strauss-Kahn.

+++ 21:37 Uhr: Die erneute Senkung des Leitzins-Satzes durch die US-Notenbank hat an der New Yorker Wall Street nicht zu einem Kurssprung geführt. Der Dow Jones schloss mit einem leichten Minus von 1,5 Prozent und fiel auf 8928,7 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq verzeichnete ein kleines Plus von 0,2 Prozent und schloss bei 1652,8 Punkten.

+++ 21:13 Uhr: Die US-Notenbank Fed gewährt im Kampf gegen die Finanzkrise den Zentralbanken Brasiliens, Mexikos, Singapurs und Südkoreas neue Milliardenkredite. Sie werde jeder dieser Zentralbanken 30 Milliarden Dollar in einem "Swap-Arrangement" geben, in dem die Fed Dollar für die Währungsreserven anderer Staaten zur Verfügung stellt, teilte die Notenbank am Mittwoch in Washington mit. Wie zuvor bei anderen Zentralbanken gewährten Kreditlinien solle so die Liquidität in den globalen Finanzmärkten verbessert werden, hieß es.

+++ 21:07 Uhr: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) gibt am morgigen Donnerstag (10.00 Uhr) in Nürnberg die Arbeitslosenzahlen für Oktober bekannt. Experten rechnen mit einer Abnahme zwischen 70.000 und 90.000. Damit könnte erstmals seit 1992 die Drei-Millionen-Marke knapp unterschritten werden. Im September war die Zahl der Menschen ohne Arbeit um 115.000 auf 3,081 Millionen gesunken. Die Quote hatte sich auf 7,4 Prozent verringert.

+++ 20:45 Uhr: Der Dow Jones Index scheint nach der Leitzinssenkung der Fed in die Höhe zu steigen: aktuell gewinnt der Index 3,1 Prozent und liegt bei 9353 Punkten.

+++ 19:26 Uhr: Die US-Notenbank Fed hat am Mittwoch die Zinsen um 0,5 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent gesenkt. Der Schritt war angesichts der Finanzmarktkrise und der Konjunkturflaute erwartet worden.

+++ 18:36 Uhr: Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, sieht durch den wirtschaftlichen Abschwung in Folge der Finanzmarktkrise erhebliche Mehrkosten auf die Arbeitslosenversicherung zukommen. Er rechne mit zusätzlichen Ausgaben für das Arbeitslosengeld von drei Milliarden Euro im kommenden Jahr, sagte Weise. Weitere vier Milliarden Euro Mindereinnahmen kämen durch die Senkung des Versicherungsbeitrages von 3,3 auf 2,8 Prozent ab dem 1. Januar 2009 zustande.

+++ 18:11 Uhr: Der Dax ging bei 4.808,69 Punkten aus dem Handel, ein Minus von 0,31 Prozent. Dagegen legte der MDax 7,65 Prozent auf 5.242,73 Zähler zu, der TecDax gewann 4,9 Prozent auf 485,48 Punkte. Das spekulativ gehandelte VW-Papier verlor über 45 Prozent. Größte Gewinner waren Allianz mit über 26 Prozent, Metro mit über 24 Prozent und Siemens mit rund 24 Prozent. Der Euro wurde am Abend fester zu 1,2917 Dollar gehandelt. Händler verwiesen unter anderem auf den Ölpreis, der aktuell rund neun Prozent über dem Vortagesschluss notiert.

+++ 18:03 Uhr: Wegen der Finanzkrise dürfen die EU-Staaten die Defizitgrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausnahmsweise überschreiten. Die Europäische Kommission kündigte am Mittwoch in Brüssel an, bei der Anwendung des Stabilitäts- und Wachstumspakts "außergewöhnliche Umstände" zu berücksichtigen. Darunter falle auch "ein wirtschaftlicher Abschwung, wie er jetzt stattfindet", sagte Wirtschaftskommissar Joaquín Almunia.

+++ 17:46 Uhr: Bei der Nutzung des Rettungsschirms der Bundesregierung für die Bankenbranche zeichnet sich ein Durchbruch ab. Nach langen Zögern erwögen die führenden deutschen Privatbanken, gemeinsam Bürgschaften des Bundes in Anspruch zu nehmen. darunter seien die Dresdner, die Commerz- und auch die Deutsche Bank sowie die Postbank.

+++ 17:05 Uhr: Angesichts der Finanzmarktkrise arbeitet die Bundesregierung mit Nachdruck an einem Schutzschirm für Arbeitsplätze. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums kündigte am Mittwoch in Berlin an, die Regierung werde "hoffentlich in der nächsten Woche konkrete Pläne vorstellen". Das Paket werde "gut sein für den Schutz von Arbeitsplätzen und das Wachstum in diesem Land".

+++ 16:35 Uhr: Ein mit Staatsschulden und Steuern finanziertes Konjunkturpaket wäre aus Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel die falsche Antwort auf die beginnende Wirtschaftsflaute in Deutschland. Ein breit gestreutes Programm würde lediglich ein Strohfeuer entfachen, aber den Unternehmen langfristig nicht helfen. In einem Hilfspaket für hiesige Firmen  gehe es um "gezielte, mutige und nachhaltige" Impulse für mehr Investitionen und zur Beschäftigungssicherung.

+++ 16:15 Uhr: Der Dow Jones Indes in New York eröffnet den Handel stabil und fast unverändert zum gestrigen Schlusskurs von 9085 Punkten. Der MDAX kletterte bis gegen 16.00 Uhr um rund 6,7 Prozent, der TecDAX gewann 4,2 Prozent. Die meisten anderen europäischen Börsen präsentierten sich freundlich. Der Londoner FTSE 100 legte zeitweise 5,7 Prozent zu, der französische CAC-40 sogar 6,8 Prozent.

+++ 16:10 Uhr: Die japanischen Elektronikkonzerne bekommen die Konjunkturflaute und den starken Yen zu spüren. Sony verzeichnete einen Gewinneinbruch von 72 Prozent auf 20,8 Milliarden Yen (168 Millionen Euro). Fujitsu meldete einen Gewinnrückgang um 21 Prozent auf 4,29 Milliarden Yen, der Umsatz gab 5,2 Prozent auf 1,28 Billionen Yen nach. Der Elektronikkonzern Toshiba verzeichnete sogar einen Verlust von 26,85 Milliarden Yen, im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 25 Milliarden Yen ausgewiesen.  

+++ 14:57 Uhr: Der Verkauf der durch die Finanzmarktkrise an den Rand der Pleite geratenen Mittelstandsbank IKB an den US-Finanzinvestor Lone Star ist perfekt. Die KfW-Bankengruppe übertrug am Mittwoch ihre Beteiligung von rund 90,8 Prozent am IKB-Grundkapital auf das US-Unternehmen, wie die IKB am Mittwoch mitteilte. Lone Star zahlte nur einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag für das einst angesehene Bankhaus.

+++ 14:27 Uhr: Die deutlich gesunkenen Sprit- und Heizölpreise haben den Auftrieb der Lebenshaltungskosten im Oktober weiter gedämpft. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes lag die Inflationsrate bei 2,4 Prozent. Im September hatte sie noch 2,9 Prozent betragen, in den Monaten zuvor sogar 3 Prozent und mehr.

+++ 13.42 Uhr: Die Finanzaufsicht hat wegen der beispiellosen Kurssprünge der VW-Aktie am Mittwoch eine Untersuchung eingeleitet. Die Behörde prüfe, ob es Anhaltspunkte für Marktmanipulation gebe, sagte eine Sprecherin des Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Wie lange die Prüfung dauere, sei derzeit nicht abzusehen.

+++ 13.24 Uhr: Die aktuelle Konjunkturschwäche und die anhaltende globale Finanzmarktkrise treffen Lufthansa verstärkt. Deutschlands größte Fluggesellschaft hat ihre Erwartungen für das operative Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr zurückgenommen. Der DAX-Konzern rechnet nur noch mit rund 1,1 Milliarden Euro. "Die Krise hat auch uns erreicht", sagte der Vorstandsvorsitzende, Wolfgang Mayrhuber, am Mittwoch in Frankfurt am Main bei der Vorstellung der Quartalszahlen. Lufthansa habe sich mehr erhofft.

+++ 13.12 Uhr: Angesichts der Finanzmarktkrise will EU-Währungskommissar Joaquín Almunia den Stabilitätspakt großzügiger auslegen als sonst. "Wir rufen die Mitgliedstaaten dazu auf, die im Pakt vorgesehene Flexibilität voll auszunutzen und Haushaltsmittel zur Stimulierung des Wachstums einzusetzen", sagte Almunia am Mittwoch in Brüssel. Er warnte allerdings, ein "übermäßiges" Haushaltsdefizit werde die Kommission auch in der aktuellen Krise nicht dulden: "Wir dürfen nicht exzessive Lasten an die nächsten Generationen weiterreichen."

+++ 12.38 Uhr: EU-Industriekommissar Günter Verheugen (SPD) will Europas kriselnder Autoindustrie mit Staats-Zuschüssen helfen. Es seien "staatliche Steueranreize zugunsten der Anschaffung umweltfreundlicherer moderner Autos" nötig, sagte Verheugen vor einem "Autogipfel" mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik in Brüssel am Mittwoch im "Hamburger Abendblatt". Neben den Chefs der europäischen Automobilkonzerne nehmen an dem Spitzentreffen auch Vertreter der Autobauer-Nationen teil. Deutschland wird durch Wirtschafts-Staatssekretär Jochen Homann vertreten.

+++ 12.36 Uhr: Das schwedische Parlament hat am Mittwoch ein Rettungspaket für die Finanzbranche verabschiedet. Der Plan sieht Mittel von 1,5 Billionen Kronen (rund 150 Milliarden Euro) in Form von Kreditbürgschaften vor. Außerdem wird ein "Stabilitätsfonds" mit 15 Milliarden Kronen (1,5 Milliarden Euro) eingerichtet. Dessen Mittel sollen gefährdete Banken vor der Insolvenz bewahren. Die schwedischen Banken seien noch relativ stabil, sagte Finanzminister Mats Odell den Abgeordneten in Stockholm. "Aber wir können in den gegenwärtigen Turbulenzen nicht ausschließen, dass sich die Krise vertieft."

+++ 12.09 Uhr: Die Konjunkturflaute macht dem Pharma- und Pflanzenschutzkonzern Bayer bisher noch keine Kopfschmerzen. Der Leverkusener Aspirin-Hersteller bekräftigte am Mittwoch seine Umsatz- und Ergebnisprognose für 2008 und kündigte trotz Finanzkrise auch für 2009 eine Steigerung des operativen Ergebnisses an. "Für uns zahlt sich aus, dass rund 70 Prozent unseres Geschäftes - nämlich die Bereiche Gesundheit und Landwirtschaft - unabhängiger von der Konjunktur sind", sagte Konzernchef Werner Wenning bei der Vorstellung der Quartalszahlen in Leverkusen.

+++ 12.07 Uhr: Im Zusammenhang mit der internationalen Finanzkrise kritisieren Verbraucherschützer "strukturelle Missstände" bei der Beratung von Privatanlegern durch die Banken. In einer von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zusammengetragenen "Fallsammlung" habe es zahlreiche Hinweise auf "Drückermethoden" am Bankschalter gegeben, teilten die Verbraucherschützer am Mittwoch in Düsseldorf mit.

+++ 11.16 Uhr: Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) befürchtet einen ausufernden Machtanspruch der EU-Kommission im Kampf gegen die Weltfinanzkrise. "Ich sehe mit Sorge, dass die Kommission jetzt glaubt, sie könne alles regeln", sagte Kauder der Wochenzeitung "Die Zeit". Die nationalen Parlamente dürften ihre Kompetenzen nicht aus der Hand geben. "Die Krise darf nicht dazu genutzt werden, die Demokratie in Europa zu verringern", fügte er hinzu.

+++ 11.02 Uhr: Als Folge der Finanzkrise hat die in Dänemark ansässige Billig-Fluglinie Sterling Airways den Flugbetrieb eingestellt. Noch im Laufe des Mittwochs wollte die Airline, die im Besitz isländischer Eigentümer ist, Insolvenz anmelden. Als Grund wurde der Kollaps des dortigen Finanzsystems angegeben. In den vergangenen Wochen sei hart um das Überleben von Sterling Airways gekämpft worden, es habe sich aber kein Investor gefunden, erklärte die Airline auf ihrer Webseite.

+++ 10.22 Uhr: Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS und seine Tochter Airbus sind bislang weitgehend von der Finanzkrise verschont geblieben. Zwar werde der Konzern die Krise zu spüren bekommen, sagte EADS-Chef Louis Gallois am Dienstagabend im Radiosender RTL. Der Wirtschaftsabschwung werde sich auf Fluggesellschaften, die Nachfrage nach Hubschraubern und womöglich auch auf die Bestellungen von Staaten auswirken, weil diese etwa ihren Verteidigungshaushalt kürzen müssten.

+++ 10.08 Uhr: Der Kurs der VW-Aktie ist am Mittwoch eingebrochen, weil Hauptaktionär Porsche bis zu fünf Prozent der VW-Aktie auf den Markt bringen will. Am frühen Vormittag lag der Kurs bei rund 550 Euro, etwa 42 Prozent unter dem Schlusskurs vom Vortag. Vorher hatte bereits die Deutsche Börse angekündigt, die Gewichtung des Unternehmens im Deutschen Aktienindex (DAX) ab  Montag auf 10 Prozent zu kappen. Beide Schritte sollen die irrationale und von Spekulanten ausgelöste Kursentwicklung der VW-Aktie beruhigen.

+++ 9.39 Uhr: Die EU will Ungarn mit einem Notkredit von 6,5 Milliarden Euro unter die Arme greifen. Das teilten die EU-Kommission und die Regierungen der Mitgliedstaaten am Mittwochmorgen in einer gemeinsamen Erklärung mit. Der Kredit sei Teil eines internationalen Rettungspakets im Umfang von insgesamt 20 Milliarden Euro. Die restlichen 13,5 Milliarden Euro stellten der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank zur Verfügung, erklärte die EU.

+++ 9.36 Uhr: Der Pharma- und Pflanzenschutzkonzern Bayer zeigt sich von der weltweiten Konjunktureintrübung bislang nur wenig beeindruckt. "Trotz des erwarteten schwierigen Umfelds im vierten Quartal bestätigen wir unseren Jahresausblick für 2008", sagte Konzernchef Werner Wenning am Mittwoch anlässlich der Vorstellung der Zahlen für das dritte Quartal. Auch im kommenden Jahr wolle der Konzern das operative Ergebnis weiter steigern.

+++ 9.29 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwochmorgen trotz der enorm guten Vorgaben aus den USA uneinheitlich in den Handel gestartet. Der Leitindex Dax brach bis 9.15 Uhr um 2,3 Prozent auf 4713 Punkte ein und wurde dabei ausschließlich durch die Verluste der Volkswagen-Aktie ins Minus gezogen. Der MDAX legte hingegen 5,6 Prozent auf 5146 Zähler zu. Der TecDax verbesserte sich um 4,2 Prozent auf 482 Punkte.

+++ 9.25 Uhr: Die Mehrheit der Deutschen befürwortet einer Umfrage zufolge den Vorschlag des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zur Verstaatlichung großer Konzerne. Wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Forsa-Instituts für das Hamburger Magazin "Stern" ergab, sprachen sich 77 Prozent der Befragten dafür aus, auch deutsche Strom- und Gaskonzerne zu verstaatlichen.

+++ 8.25 Uhr: Der Autobauer Porsche will womöglich einen Teil seiner Volkswagen-Aktien verkaufen, um den heftig schwankenden Kurs der VW-Aktie wieder zu stabilisieren. Um weitere Kursturbulenzen zu vermeiden, beabsichtige Porsche, je nach Marktlage Kurssicherungsgeschäfte aufzulösen, teilte das Stuttgarter Unternehmen am Mittwoch mit. Dabei gehe es um bis zu fünf Prozent der VW-Stammaktien, womit die Zahl der Anteile des Wolfsburger Autobauers auf dem Markt wieder erhöht werde.

+++ 7.38 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) fordert angesichts des beispiellosen Anstiegs der Volkswagen-Aktie mehr Transparenz bei Aktiengeschäften. "Wir sind der festen Überzeugung, dass es mehr Transparenz geben muss, dass es Register geben muss, wo man einsehen kann, welche Optionen wo vereinbart sind", sagte Wulff am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Zudem regte er eine Überprüfung von sogenannten Leerverkäufen an.

+++ 5.00 Uhr: Die Finanzkrise hat die Verbraucher nach Ansicht des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) noch nicht erreicht. "Es gibt keine signifikante Zurückhaltung der Verbraucher" sagte HDE-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr den "Ruhr Nachrichten". Anders sehe es nur bei größeren Anschaffungen wie zum Beispiel Autos aus. "Aber beim täglichen Einkauf hat sich nichts verändert. Wir bewegen uns im gesamten Jahr allerdings auf niedrigem Niveau. Von dieser schwachen Basis ausgehend, spüren wir jetzt sogar eine leichte Belebung", sagte Pellengahr dem Blatt.

+++ 4.44 Uhr: FDP-Vize Rainer Brüderle hat den VW-Großaktionär Niedersachsen aufgefordert, seine Aktien zu verkaufen: "Das Land Niedersachsen sollte den derzeitigen Höhenflug der Volkswagen-Aktie dazu nutzen, sich jetzt von seinen Anteilen an dem Autobauer zu trennen", sagte Brüderle der "Berliner Zeitung".

+++ 3.29 Uhr: Nach dem drastischen Kursanstieg der Volkswagen-Aktie wird die Deutsche Börse den Anteil dieser Aktie an der DAX-Indexgewichtung auf zehn Prozent verringern. Das teilte die Deutsche Börse in der Nacht zu Mittwoch mit. Die Neueinstufung wird zum Handelsstart ab kommenden Montag wirksam. Zum Handelsende am Dienstag hatte Volkswagen ein Gewicht von 27 Prozent.

+++ 3.23 Uhr: Der Internationale Währungsfonds (IWF), die Europäische Union und die Weltbank gewähren Ungarn zur Bewältigung der Finanzkrise einen Kredit in Höhe von 20 Milliarden Euro. Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden, teilte der IWF am Dienstag in Washington mit. Der IWF stellt demnach 12,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Die EU erklärte sich bereit, 6,5 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen, die Weltbank eine Milliarde Euro.

+++ 2.18 Uhr: Die mit einer Milliarden-Bürgschaft von Bundesregierung und Banken vor dem Kollaps bewahrte Münchner Immobilienbank Hypo Real Estate will den staatlichen Rettungsfonds in Anspruch nehmen. Das Geldinstitut teilte am Mittwoch vor Börsenöffnung in einer Pflichtmitteilung mit, es habe am Dienstag beim Fonds für Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) eine Liquiditätsgarantie von 15 Milliarden Euro durch die Deutsche Bundesbank beantragt.

+++ 1.32 Uhr: Trotz der Finanzkrise erwartet der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) im Jahr 2009 ein weiteres Exportwachstum von bis zu zweieinhalb Prozent. "Vor allem der Zusammenbruch des Ölpreises und anderer Rohstoffe führt zu einer spürbaren Kostenentlastung", sagte Verbandspräsident Anton Börner der Zeitung "Die Welt". "Der schwächere Euro hilft auch, ist aber in der Gesamtheit weniger entscheidend", fügte er hinzu.

+++ 1.31 Uhr: Die Aktienmärkte in Asien und Ozeanien sind am Mittwoch nach den positiven Vorgaben von der Wall Street mit deutlichen Gewinnen in den Handel gestartet. Australiens Börse, die als erster bedeutender Markt eröffnet und oft den Ton für ganz Asien vorgibt, stieg zu Handelsbeginn um 3,85 Prozent oder 145,4 Zähler auf 3.940 Punkte. Neuseelands Leitindex folgte der Vorgabe und legte um 4,3 Prozent oder 116,4 Zähler auf 2.803,5 Punkte zu. Südkoreas Leitindex Kospi startete mit einem Plus von 4,9 Prozent oder 49,36 Punkten in den Tag und stand zunächst bei 1.048,52 Zählern.

Ein großes Special zur Finanzmarktkrise finden Sie hier.


 
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