Staatliche Bank: Finanzkrise reißt KfW in die roten Zahlen
zuletzt aktualisiert: 16.11.2008 - 17:58Düsseldorf (RPO). Die KfW-Bankengruppe steckt durch die internationale Finanzkrise offenbar tiefer in den roten Zahlen als bisher bekannt. Bei der staatseigenen Förderbank sei in den ersten neun Monaten ein bilanzieller Verlust von 1,8 Milliarden Euro aufgelaufen, heißt es in einem Medienbericht.
Dies schreibt das "Handelsblatt" und beruft sich dabei Berufung auf Finanzkreise. "Ich kann die Zahlen weder bestätigen noch dementieren", sagte ein KfW-Sprecher dem Blatt. Die KfW will die Bilanzzahlen dem Bericht zufolge in den nächsten Tagen veröffentlichen.
Während das operative Geschäft der KfW laut "Handelsblatt" unverändert stabil verlaufen sei, habe die Verschärfung der Finanzmarktkrise seit der Insolvenz von Lehman Brothers zu massiven Wertberichtigungen geführt. Vor allem die im vergangenen Jahr übernommenen Risiko-Wertpapiere der Mittelstandsbank IKB, die die KfW mittlerweile an den Finanzinvestor Lonestar verkauft hat, hätten enorm an Wert verloren, hieß es. Nach Angaben aus Finanzkreisen trügen allein diese Wertberichtigungen mit rund einer Milliarde Euro zum aktuellen Verlust der KfW bei.
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