Finanzkrise: Frankreich: Es gibt keinen Rettungsplan
zuletzt aktualisiert: 01.10.2008 - 19:44Berlin (RPO). Frankreich hat seinen Partnern in der EU doch keinen Rettungsplan für die europäischen Banken in Höhe von 300 Milliarden Euro vorschlagen. Entsprechende Berichte wies die Regierung in Paris zurück.
Die Nachrichtenagentur AFP hatte zuvor unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, die franzöische Regierung wolle am Samstag bei einem Treffen der vier europäischen G-8-Staaten mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet einen solchen Vorschlag machen.
Das französische Finanzministerium wies diesen Berichte jedoch zurück. Das Ministerium dementiere "kategorisch" die Berichte, verlautete am Mittwoch aus dem Umfeld von Finanzministerin Christine Lagarde.
In einem Interview mit dem "Handelsblatt" hatte Frankreichs Wirtschafts- und Finanzministerin Christine Lagarde zuvor für die Schaffung eines EU-Notfonds plädiert, der bei der Schieflage von Banken eingreifen solle.
Anfang der Woche hatten die Regierungen von Belgien, den Niederlanden und Luxemburg die belgisch-niederländische Fortis-Finanzgruppe mit einer Milliardenhilfe gestützt. Kurz danach pumpten Frankreich, Belgien und Luxemburg ebenfalls mehrere Milliarden Euro in die französisch-belgische Dexia-Gruppe.
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