Beratungen mit EU, IWF und EZB: Griechenland verhandelt über Hilfen
zuletzt aktualisiert: 21.04.2010 - 11:23Athen (RPO). Griechenland hat am Mittwoch die Verhandlungen über mögliche Nothilfen für das hochverschuldete Land aufgenommen. Vertreter der Regierung trafen in Athen mit Gesandten der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) zusammen.
Dabei ging es darum, über die technischen Details möglicher Kredite zu verhandeln. Ziel sei "ein dreijähriges wirtschaftspolitisches Programm, das von Finanzhilfen der Staaten der Euro-Zone und dem Internationalen Währungsfonds unterstützt werden kann, falls die griechischen Behörden die Aktivierung des Hilfsmechanismus beantragen", erklärte das Finanzministerium in Athen. Die Gespräche sollen nach Angaben der Regierung etwa zehn Tage dauern.
Griechenland ist hoch verschuldet und muss im Mai neue Kredite über zehn Milliarden Euro aufnehmen. Die Zinsen, die das Land dafür zahlen muss, liegen derzeit deutlich über dem Durchschnitt der europäischen Staaten. Erst am Dienstag waren die Kosten auf ein neues Rekordniveau seit Einführung des Euro gestiegen.
Die EU hatte sich vor fast vier Wochen darauf geeinigt, Griechenland bilaterale Kredite zu günstigeren Konditionen zu gewähren, falls die Kosten für neue Staatsschulden des Landes auf den Finanzmärkten zu hoch werden sollten.
In diesem Jahr soll sich Griechenland auf diese Weise bis zu 30 Milliarden Euro für einen Zinssatz von rund fünf Prozent leihen können; hinzu kämen der Vereinbarung zufolge Hilfen des IWF von bis zu 15 Milliarden Euro. Griechenlands Finanzminister Giorgos Papakonstantinou betonte am Dienstag, sein Land könnte schon im Mai Hilfen von EU und IWF beantragen.
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