Wirtschaftskrise: Guttenberg sieht Aufwärtstrend
zuletzt aktualisiert: 28.02.2009 - 09:05Berlin (RPO). Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sieht in der Wirtschaftskrise auch Hoffnungszeichen für die wirtschaftliche Entwicklung. "Es gibt viele krisenresistente Unternehmen oder sogar ganze Wirtschaftszweige, in denen es gut läuft", sagte Guttenberg. So seien in dieser Woche 36 Verträge in Milliardenhöhe mit China abgeschlossen worden.
Guttenberg sagte der "Bild am Sonntag": "Wir täten gut daran, diese positiven Nachrichten offensiver nach draußen zu tragen, anstatt uns in der Krise wegzuducken. Wir waren in diesem Lande immer in der Lage, Außergewöhnliches zu leisten. Auf diese Stärke können wir bauen."
In der zweiten Jahreshälfte sei eine Besserung der Lage möglich, sagte Guttenberg. "Aus den Hoffnungszeichen und einigen Prognosen lässt sich ableiten, dass es ab Herbst auch wieder aufwärts gehen kann", sagte der Minister. Auch wenn die Lage ernst sei, beteilige er sich nicht an den täglichen Wettläufen um möglichst düstere Prognosen.
Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) sagte dem Nachrichtenmagazin "Focus" laut Vorabbericht, er rechne nicht mit Massenentlassungen im Sommer. Die Dax-30-Unternehmen hätten versprochen, Entlassungen im großen Stil zu vermeiden. "Es gibt bisher keine geheimen Schubladenpläne. Alle spielen bisher mit offenen Karten. Wir haben sehr vertrauensvolle Gespräche geführt", sagte der Arbeitsminister.
Scholz sagte, er schenke Vorhersagen über den Verlauf der Wirtschaftskrise derzeit keinen Glauben mehr. "Ich halte alle Prognosen inzwischen nicht mehr für seriös", sagte Scholz. Auch Schätzungen über die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen lehnte er ab. "Ich würde keinem Politiker, der mit sicheren Zahlen durch die Gegend läuft, ein Stück Brot abkaufen", sagte der Minister.
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