Wall Street: Höchster Stand seit dreieinhalb Jahren
zuletzt aktualisiert: 22.12.2004 - 06:03New York (rpo). Die US-Standardwerte haben am Dienstag den Handel auf dem höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren beendet. "Wir hatten so etwas wie eine Santa Claus-Rally", sagte Todd Leone von SG Cowen. Solide Aufschläge bei Pfizer und Intel trugen zu der festeren Tendenz an Wall Street bei.
Auch die besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen von Bear Stearns und Morgan Stanley sorgten für eine positive Stimmung an der Börse. Das Volumen sei im vorweihnachtlichen Handel jedoch recht dünn gewesen, sagten Beobachter.
Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) stieg 0,9% bzw 98 Punkte auf 10.759 Punkte. Zeitweise war der Index auf 10.765 Punkte geklettert. Der S&P-500 stieg 0,9% bzw 11 auf 1.205 Zähler. Der Nasdaq-Composite kletterte um 1,1% oder 23 Punkte auf 2.151. An der NYSE wurden 1,48 (Montag: 1,42) Mrd Aktien umgesetzt. Dabei standen 2.388 Kursgewinner 911 Verlierern gegenüber, 147 Titel schlossen unverändert.
Eine kritische Stellungnahme der US-Gesundheitsbehörde FDA zu dem älteren Schmerzmittel "Naproxen" half Pfizer. Die FDA teilte mit, das Medikament, das unter anderem unter dem Namem "Aleve" von Roche und Bayer vertrieben wird, solle maximal in der empfohlenen Dosis und nicht länger als zehn Tage ohne ärztlichen Rat eingenommen werden. Eine Untersuchung, die die Eignung des Präparats zur Prävention von Alzheimer untersuchen sollte, habe Hinweise für ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko ergeben. Dadurch kam Pfizer mit Celebrex aus dem Rampenlicht, hieß es. Pfizer legten um 3,2% auf 25,06 USD zu.
Intel stiegen 3,5%, auf 23,49 USD zu, nachdem die Analysten von Lehman Brothers das Investment-Rating auf "Overweight" von zuvor "Equal Weight heraufgestuft haben. In der Analyse wurde auf den kurzfristig soliden Ausblick des Chip-Produzenten verwiesen. Union Pacific haussierten um 5,5% auf 65,67 USD, nachdem das Unternemhmen die Gewinnerwartungen für das 4. Quartal angehoben hat.
Zu den Tagesgewinnern zählten InterActiveCorp, die um 5,9% auf auf 27,41 USD zulegen. Das Unternehmen hat von Plänen berichtet, das Reisegeschäft in ein neu zu gründendes Unternehmen mit Namen Expedia auszugliedern. Dieser geplante "Spin-Off" wird von den Anlegern positiv beurteilt, da die zwei vorhandenen Geschäftsfelder mit einem sehr unterschiedlichen Wachstum damit getrennt würden. Auf der einen Seite entstehe Expedia mit dem Online-Reiseanbieter Expedia.com und den reisebezogenen Geschäften. Unter InterActiveCorp würden weiterhin die elektronische Handelseinheit, Finanzdienstleistungen sowie Immobilien- wie Teleservices bestehen bleiben.
Trotz der guten vor Sitzungsbeginn veröffentlichten Zahlen für das 4. Quartal zeigten sich die Aktien der beiden Investmentbanken Morgan Stanley und Bear Stearns uneinheitlich. Nach den zuletzt deutlich oberhalb der Erwartung gemeldeten Ergebnisse der Wettbewerber hatte der Markt im Vorfeld eine sehr hohe Erwartungshaltung aufgebaut, hieß es aus dem Handel. Morgan Stanley gewannen 1,6% auf 54,50 USD ab, Bear Stearns verloren 1,7% auf 102,70 USD.
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