kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Börse: Höhenangst nach MDax-Rallye

zuletzt aktualisiert: 07.12.2004 - 10:52

Frankfurt/Main (rpo). Die Aktien aus der zweiten Reihe liefen dem DAX im Jahr 2004 regelrecht davon. Der MDax mit den etwas kleineren Titeln machte von sich reden - so sehr, dass Experten für 2005 vor einer Höhenangst warnen.

Die "kleineren" Börsentitel kamen 2004 ganz groß raus: Der MDax, in dem 50 mittelgroße deutsche Unternehmen mit Börsennotierung zusammengefasst sind, schwang sich in diesem Jahr von einem Rekordhoch zum nächsten.

Dicke Gewinne waren nicht nur mit dem bekannten Börsenliebling Puma zu machen. Auch Aktien wie Kali und Salz (Düngemittel), Salzgitter (Stahl) oder Techem (Verbrauchsabrechnung) erlebten wahre Kursexplosionen. Experten rechnen jetzt allerdings damit, dass so manchem Sprinter 2005 die Luft ausgehen könnte.

Intensiv prüfen

"Die MDax-Entwicklung war wirklich toll. Es ist aber nicht gewährleistet, dass die Erfolgsgeschichte auch im nächsten Jahr so weitergeht", mahnt Reinhild Keitel von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger zur Vorsicht. Wer auf die Rallye jetzt noch aufspringen und profitieren wolle, solle die Investition intensiv prüfen - auch wenn dem MDax - wie auch dem Dax - von Analysten nach der Ölpreis-Talfahrt und positiven Vorgaben aus den USA momentan gute Chancen für einen letzten Jahresendspurt gegeben werden.

Die Gefahr für einen Rückschlag bei "dem einen oder anderen Titel" sei immer gegeben, gibt auch Ulrich Hocker, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz zu bedenken. Wenn ein Index über Monate hinweg so stark vorgeprescht sei, sollten Späteinsteiger nicht ausgerechnet allein auf die Kursraketen setzen. "Gerade bei erfolgreichen Einzelwerten wie Puma sollte man damit rechnen, dass der Höhenflug womöglich schon ausgereizt ist", gibt der Fachmann zu bedenken und warnt: "Achtung, das ist Vergangenheit."

"Stock-Picking"

Wer den Aufwärtstrend der Nebenwerte, auch MidCaps genannt, jetzt noch nutzen will, sollte unbedingt die Regel des "Stock-Pickings" einhalten, raten Hocker und Keitel einmütig. Das bedeutet: nicht ausschließlich auf das bekannte Pferd setzen, das schon ein Spitzenrennen hinter sich hat, sondern auch die Unternehmensdaten der "Zurückbleiber" prüfen. Vielleicht haben sie noch Wachstumspotenzial und Aufholbedarf.

Weniger Furcht vor Rückschlägen im MDax hat dagegen Roland Aulitzky, Börsenexperte von "Finanztest". "Es ist gar nicht unvernünftig, angesichts der Prognose für den Index jetzt noch zu investieren", meint er. Die Nebenwerte bildeten ein "relativ solides Segment". Totalflops wie einst am Neuen Markt seien eher selten. "Neue-Markt-Firmen lebten nur von der Phantasie, MDax-Werte verdienen wirklich Geld", betont Aulitzky.

Keine Einzelwerte

Anleger fänden im Sektor der Nebenwerte in der Regel Unternehmen mit klassisch-soliden Geschäftsmodellen und zugleich überdurchschnittlicher Dividendenrendite, unterstreicht der Fachmann und meint: "Das hat in Börsenboomzeiten Ende der 90er aber niemanden interessiert." Die meisten MidCap-Firmen seien deshalb jahrelang krass unterbewertet gewesen. Das sei nach der Aufholjagd nun vorbei. Von einer momentanen "Blase" auf Grund der immer neuen Allzeithochstände im MDax könne daher auch keine Rede sein.

Vom Kauf von Einzelwerten rät Aulitzky jedoch ab. Das Risiko sei für ungeübte Aktionäre zu groß. Die Gefahr, dass die Erfolgsgeschichte eines einzelnen Unternehmens plötzlich abreiße, sei immer hoch. "Auch ein gutes Geschäftsmodell kann in der Versenkung verschwinden, siehe das Beispiel der Firma Goldzack", warnt er. "Nicht verkehrt" sei dagegen der Abschluss eines monatlichen Sparplans auf die Aktien aus der zweiten Reihe. Entweder als Aktienfonds oder Indexzertifikat. "Damit wird das Risiko gestreut," so Aulitzkys Tipp.

Nicht irritieren lassen

Von der alten Börsenweisheit, dass die Nebenwerte sofort wieder ins Straucheln geraten, sobald die Konjunktur stärker anspringt und Dax-Werte bevorzugt werden, hält der Verbraucherschützer nicht viel. Sparer sollten sich nicht irritieren lassen. Aulitzky: "Scheinbar eherne Börsengesetze gelten nicht mehr. Der Trend geht einfach zur Qualität bei Aktien."

Und wem das MDax-Eisen schon zu heiß geworden ist, dem bleibt 2005 ohnehin nur das Warten auf günstigere Einstiegskurse. "Wenn man die Nebenwerte 2004 so anschaut, kann man nur sagen: schade, dass ich nicht dabei war", meint Keitel.

Quelle: ap

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Schuldenkrise macht Europäer ärmer

Mehr Millionäre in Schwellenländern

Schuldenkrise macht Europäer ärmer

Die Schuldenkrise fordert ihren Tribut: Das Privatvermögen in Westeuropa schrumpfte 2011 um 0,4 Prozent auf 25,5 Billionen Euro. mehr 

Forscher entdecken riesiges Manganfeld in Tiefsee

Deutsches Lizenzgebiet im Pazifik

Forscher entdecken riesiges Manganfeld

Meeresforscher haben im deutschen Lizenzgebiet des Pazifik ein großes Vorkommen an Manganknollen entdeckt. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Mehr Millionäre in Schwellenländern

Schuldenkrise macht Europäer ärmer

Deutsches Lizenzgebiet im Pazifik

Forscher entdecken riesiges Manganfeld

Auch am Donnerstag im Minus

Dax verliert im Mai über sieben Prozent

Ratingagentur senkt den Daumen

Fitch stuft acht spanische Regionen herab

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
237 Abgeordnete haben sich für 16. Wahlperiode eingefunden

237 Abgeordnete

NRW-Landtag konstituiert sich neu

In Nordrhein-Westfalen ist der neue Landtag zu seiner ersten Sitzung nach der Wahl zusammengekommen. mehr

 
Die Kombo zeigt einige KandidatInnen für den Parteivorsitz der Partei Die Linke: (oben von links) Katja Kipping, Katharina Schwabedissen und Bernd Riexinger. (unten von links) Dietmar Bartsch, Sabine Zimmermann und Dora Heyenn.

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

Im Machtkampf der Linken hat die stellvertretende Parteivorsitzende Katja Kipping eine Doppelspitze mit Bernd Riexinger abgelehnt. mehr

 

Letzter DDR-Wirtschaftsminister

Gerhard Pohl tot aufgefunden

 

Minister stellt neues Programm vor

Altmaier grenzt sich von Röttgen ab

 

Nahostreise des Bundespräsidenten

Gauck fordert zu Friedensgesprächen auf

 
 

Klage gegen Bundesregierung

EU will Deutschland zum Wassersparen zwingen

 

Nach Selbstverbrennung in Lhasa

China startet Verhaftungswelle in Tibet

Strom-Rechner

kWh
vergleichen