Aktienmarkt: Hoher Ölpreis sorgt für schwachen Börsenstart
zuletzt aktualisiert: 23.01.2006 - 13:53Frankfurt/Main (rpo). Wegen des gestiegenen Ölpreises und des schwachen Dollars hat der Wochenstart auf dem deutschen Aktienmarkt verhalten begonnen. Der DAX verlor bis 13.00 Uhr 0,6 Prozent auf 5317 Punkte. Zur Eröffnung fiel der Leitindex auf 5290 Punkte und damit auf ein neues Jahrestief. Der MDAX verlor 0,9 Prozent auf 7598 Zähler. Der TecDAX drehte nach anfänglichen Kursverlusten am Mittag leicht ins Plus.
Die Kurse an der New Yorker Wall Street hatten am Freitag ihre bislang in diesem Jahr erzielten Gewinne wieder abgegeben. Angesichts der mit Enttäuschung aufgenommenen Ergebnisse von General Electric, Citigroup und Motorola sowie dem Anstieg des Ölpreises verlor der Dow Jones Index für 30 Industriewerte (DJIA) um 2 Prozent auf 10 724 Punkte. Der Nasdaq Composite sank um 2,4 Prozent auf 2248 Punkte.
Der Euro notierte am Mittag bei 1,2272 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte am Freitag einen Referenzkurs von 1,2068 Dollar festgestellt.
Die Verlierer im DAX wurden von der Commerzbank angeführt. Die Aussagen in der "Welt am Sonntag" zu möglichen Zukäufen würden auch skeptisch beurteilt, heißt es. Die Bank wappne sich damit weiter gegen eine Übernahme und damit schwinde die entsprechende Fantasie. Die Aktie verlor 2,3 Prozent auf 25,28 Euro.
Auch Linde und MAN standen unter Druck. Gegen den Trend stiegen Infineon um 1,3 Prozent auf 7,72 Euro. Händler sprachen einerseits von einer Erholungsbewegung auf Verluste vom Freitag und verwiesen daneben auf positive Aussagen von Philips zur Margenentwicklung. Leichte Gewinne gab es für Hypo Real Estate und SAP.
Im TecDAX dominierten erneut die Solarwerte. An der Spitze der Gewinner lagen Q-Cells mit Aufschlägen von knapp 12 Prozent auf 77,80 Euro.
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