Gegen Falschgeld hilft nur prüfen: Immer mehr falsche Euro im Umlauf
zuletzt aktualisiert: 24.08.2004 - 09:12Frankfurt/Main (rpo). Vor der Einführung galten die Euro-Banknoten als absolut fälschungssicher. Das ist graue Vergangenheit. Ein Blick in die Statistik des Bundeskriminalamtes zeigt, in Deutschland nimmt die Verbreitung falscher Banknoten weiter zu. Da Besitzer für den Schaden selbst aufkommen müssen, hilft nur eins: Prüfen.
Waren nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) vor fünf Jahren lediglich 44.484 falsche D-Mark-Noten sichergestellt worden, so lag die Zahl der entdeckten Euro-Blüten im vergangenen Jahr schon bei 69.299. Die DekaBank in Frankfurt am Main empfiehlt daher, jeden Geldschein an Ort und Stelle zu prüfen. Denn für den Schaden muss der Besitzer selbst aufkommen. Bei einer wissentlichen Weitergabe einer Falschgeldnote riskiert der Besitzer sogar eine Strafanzeige wegen Verbreitung von Falschgeld.
In erster Linie sollten Verbraucher 50- sowie 100-Euro-Scheine genauer unter die Lupe nehmen, die derzeit am häufigsten in gefälschter Form auftauchen. Jeder echte Euro-Schein verfügt über neun Sicherheitsmerkmale, die man nach dem Motto "fühlen, sehen, kippen" prüfen kann. Hilfreich kann auch die Zuhilfenahme eines Vergleichsscheins sein.
Fühlen:
Spezielle Drucktechniken geben den Scheinen eine einzigartige Struktur. Die Abkürzung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Wertzahlen und die Abbildungen der Fenster sowie der Tore heben sich von der Oberfläche ab.
Sehen:
Beim Betrachten im Gegenlicht werden auf der Vorder- und auf der Rückseite drei Sicherheitsmerkmale sichtbar: das Wasserzeichen mit dem jeweiligen Architekturmotiv des Scheins, der Sicherheitsfaden als dunkle Linie sowie die jeweilige Wertzahl.
Kippen:
Durch das Kippen der Scheine werden zwei weitere Kennzeichen erkennbar. Das sind zum einen Hologramme, die je nach Lichteinfall und Blickwinkel zwischen Architekturmotiv des Scheins und Wertzahl wechseln. Bei den kleineren Scheinen bis zum 20er sind die Hologramme Perlglanzstreifen, die abwechselnd das Euro-Symbol und den jeweiligen Wert zeigen. Zum anderen wechselt bei den großen Scheinen ab dem 50er beim Kippen die Farbe der großen Wertzahl von Purpurrot zu Olivgrün oder Braun.
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