Investorengruppe erklärt sich zur Übernahme bereit: IndyMac wird für 13,9 Milliarden Dollar verkauft
zuletzt aktualisiert: 03.01.2009 - 12:10Washington (RPO). Die zusammengebrochene US-Hypotheken- und Bausparbank IndyMac wird für 13,9 Milliarden Dollar (10 Milliarden Euro) an eine siebenköpfige Investorengruppe verkauft. Das teilte der Einlagensicherungsfonds (FDIC) am Freitag in Washington mit. Eine Holdinggesellschaft unter Leitung von Steven Mnuchin, einem der Chefs des Investmentunternehmens Dune Capital Management, habe sich am Mittwoch zum Kauf von IndyMac bereiterklärt.
Zu den Partnern der IMB Management Holdings LP zählt auch die Investmentfirma MSD Capital des Gründers des Computerherstellers Dell, Michael Dell. Auch fünf Beteiligungsfirmen oder Hedgefonds steigen in das Geschäft ein: J.C. Flowers & Co., Stone Point Capital, Paulson & Co., ein Fonds des Milliardärs George Soros sowie ein von Silar Advisors LP kontrollierter Fonds. Nach dem für Anfang Februar erwarteten Vertragsabschluss werde die Investorengruppe 1,3 Milliarden Dollar neues Kapital in die Bank pumpen und deren Geschäfte fortführen, erklärte der FDIC.
Die Gruppe verfüge über umfassende Erfahrungen, betonte Mnuchin in einer Erklärung. Mit der kräftigen Finanzspritze könne IndyMac seinen Kunden und den Gemeinden wieder effizient zu Diensten sein.
Die im kalifornischen Pasadena ansässige IndyMac war im Juli vorigen Jahres zusammengebrochen. Das Bankhaus wurde seither von der FDCI unter dem Namen IndyMac Federal Bank betrieben. Es war nach dem Zusammenbruch von Washington Mutual Inc. die zweitgrößte Bankenpleite in den USA im Jahr 2008. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in den Vereinigten Staaten 25 Bankenpleiten gemeldet.
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