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Telefonaktion
Rendite ohne Risiko gibt's nicht mehr

Investment  und Aktien: Rendite ohne Risiko gibt's nicht mehr
FOTO: Quelle: Bloomber; Grafik: Weber
Düsseldorf. Wer in diesen Tagen sein Investment noch halbwegs gut verzinst haben möchte, kommt an Aktien kaum vorbei – eine Erkenntnis aus unserer gestrigen Telefonaktion. Was Experten noch raten: Man sollte sein Vermögen möglichst breit streuen.

Ich möchte ganz sicher anlegen, kein Risiko für mein Geld eingehen. Was schlagen Sie vor?

Antwort Da bleibt nur Kontensparen in Form von Spar-, Festgeld- oder Tagesgeldkonten. Dort ist Ihr Geld durch die gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro voll geschützt. Die meisten Banken sichern durch freiwillige Sicherungssysteme auch höhere Kundenguthaben ab. Die Kehrseite hoher Sicherheit ist freilich ein geringer Zins.

Mein Mann und ich sind 65 und erhalten aus einem Hausverkauf 150.000 Euro. Unsere Renten reichen zum Leben, Festgeld- und Tagesgeldkonto sind vorhanden. Wie können wir die 150.000 Euro längerfristig anlegen?

Antwort Das hängt von der Risikoneigung ab. Ganz ohne Risiko ist keine Rendite mehr möglich. Mit Aktien- und Mischfonds zum Beispiel sind langfristig attraktive Renditen möglich, doch man muss Wertschwankungen aushalten können.

Ich habe 30.000 Euro geerbt und möchte das Geld mit guter Verzinsung und sicher anlegen, aber wie?

Antwort Hohe Sicherheit und hohe Verzinsung zugleich geht nicht. Wer hohe Sicherheit möchte, muss sich mit niedrigen Zinsen begnügen. Wer hohe Renditechancen nutzen will, muss risikobereit sein und Wertschwankungen akzeptieren. Wenn Sie dazu bereit sind, können möglicherweise Mischfonds für Sie interessant sein. Sprechen Sie Ihren Berater einmal darauf an.

Für meine zwei Monate alte Enkelin möchte ich monatlich 30 Euro ansparen, bis sie erwachsen ist. Wie mache ich das am besten?

Antwort Da es bei Banksparplänen kaum noch Zinsen gibt und Sie langfristig ansparen wollen, würde ich Ihnen zu einem Fondssparplan mit Aktienanteil raten. Die höchsten Renditechancen bieten bei langer Laufzeit Aktienfonds.

Ich erhalte demnächst 750.000 Euro. Wie lege ich den Betrag am besten an?

Antwort Machen Sie zunächst eine eigene Planung: Was sind Ihre Anlageziele? Wie viel Risiko sind Sie bereit einzugehen, um Renditechancen zu nutzen? Falls Sie Kredite haben, zahlen Sie diese gegebenenfalls erst zurück. Lassen Sie sich dann von zwei Banken Anlagekonzepte machen.

Ich bin voll in Aktien investiert, habe keine Liquidität. Was soll ich tun?

Antwort Keine Panik. Zur Zeit würde ich keine Verkäufe empfehlen. Bauen Sie nach und nach Liquidität auf, wenn die Kurse höher sind.

Würden Sie mir als vorsichtigem Anleger auch zu Aktien raten?

Antwort Wenn Sie langfristig Rendite erzielen wollen, kommen Sie an Aktien kaum vorbei. Sofern Sie Wertschwankungen ertragen können, würde ich daher zu einer Aktienbeimischung raten, zum Beispiel etwa 25 Prozent. Daneben sollten Sie aber auch unbedingt ein Liquiditätspolster für Notfälle halten.

Wie geht es an den Börsen weiter?

Antwort Die Unsicherheit dürfte noch einige Zeit anhalten. Die positiven Wirtschaftsdaten sprechen jedoch dafür, dass es mit Schwankungen wieder aufwärts geht.

Was halten Sie von Dax-Werten?

Antwort Gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis hat der Dax Aufwärtspotenzial, zumal Dax-Werte oft auch attraktive Dividenden bieten. Grundsätzlich sollte man ein Aktiendepot aber nicht nur auf heimische Werte beschränken, sondern international streuen.

Würden Sie mir als vorsichtigem Anleger auch zu Aktien raten?

Antwort Wenn Sie langfristig Rendite erzielen wollen, kommen Sie an Aktien kaum vorbei. Sofern Sie Wertschwankungen ertragen können, würde ich daher durchaus zu einer Aktienbeimischung zum Vermögen raten, zum Beispiel von etwa 25 Prozent. Daneben sollten Sie aber auch unbedingt ein Liquiditätspolster für Notfälle halten.

Ich möchte 100.000 Euro in Aktien anlegen und habe mir schon einen Wert ausgesucht. Was meinen Sie?

Antwort Setzen Sie niemals alles nur auf ein Unternehmen, auch wenn es im Moment noch so attraktiv erscheinen mag.

Mit Gold habe ich Verluste gemacht. Was tun?

Antwort Gold sollte man nicht übergewichten, sondern nur als Beimischung zum Vermögen sehen.

Ich habe Gold. Ist der Preis jetzt günstig? Soll ich verkaufen?

Antwort Wir können nicht sagen, ob der Goldpreis steigt oder wieder fällt. Wenn Sie mehr als zehn Prozent Ihres Vermögens in Gold angelegt haben, sollten Sie Ihre Bestände aber ohnehin reduzieren.

Ein Bekannter bietet mir "sichere Genussrechte" von einem Start-up mit hohem Zins. Soll ich zugreifen?

antwort Vorsicht: hoher Zins, hohes Risiko! Genussscheine von Start-up-Firmen sind keine sicheren Anlagen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Wenn Sie kein Risiko wollen, lassen Sie die Finger davon. Im Falle einer Insolvenz stehen Inhaber von Genussrechten als Gläubiger in der letzten Reihe.

Ich bin Rentner und habe einen Sparplan auf einen Rohstofffonds. Ist das nicht zu riskant? Mein Berater sagt, jetzt seien die Einstiegskurse günstig.

Antwort Das stimmt zwar, die Rohstoffpreise sind stark gefallen, Rohstoffaktien meist noch viel stärker. Aber Sie haben Recht, ein solcher Fonds ist hochriskant. Wenn Sie Aktien haben wollen, dann machen Sie lieber einen Sparplan auf einen breit streuenden Aktienfonds, zum Beispiel einen Aktienfonds Welt.

Soll ich einen "Stiftungsfonds" wegen der Börsenturbulenzen verkaufen?

Antwort Solche Fonds legen eher vorsichtig an und sind daher auch für "konservative" Anleger geeignet. Wenn Sie keine Liquidität benötigen, besteht kein Grund, nur wegen der Börsenlage zu verkaufen.

Ich habe eine sechsstellige Summe verteilt auf mehrere Sparbücher. Aktienfonds sind mir zu riskant. Was halten Sie von Beteiligungen an jungen Unternehmen?

Antwort Wenn Sie keine Aktienfonds mögen, dann sollten Sie sich erst recht nicht an solche Beteiligungen wagen – dort gehen sie noch viel mehr Risiko ein.

Mein Berater sagt, ich solle den DWS Top Dividende kaufen. Ich will aber keine 5 Prozent Ausgabeaufschlag bezahlen.

Antwort Bitten Sie Ihren Berater, Ihnen den Fonds über die Börse zu kaufen. Das ist deutlich billiger. Es gibt aber auch noch günstigere Quellen, zum Beispiel Fondsvermittler oder Direktbanken.

Ich habe gelesen, dass die Einlagensicherung 100.000 Euro beträgt. Meine Sparkasse sagt, bei ihr sei mehr abgesichert. Stimmt das?

Antwort Ja, das stimmt. Sparkassen haben eine sogenannte Institutssicherung, das heißt, falls eine Sparkasse in Schieflage gerät, helfen die anderen. Bei den Genossenschaftsbanken gibt es diese Institutssicherung auch.

Meine gesamten Ersparnisse von 20.000 Euro liegen auf einem Sparbuch. Ich bin 81 und sorge mich um mein Geld. Soll ich es lieber komplett abheben und unters Kissen legen?

Antwort Nein. Auf dem Sparbuch ist Ihr Geld sicher, da durch die Einlagensicherung geschützt. Zuhause ist das nicht der Fall.

Ich war bei meiner Bank zur Anlageberatung. Dort musste ich Auskunft geben, wie viel Rente ich bekomme, wie viel Miete ich bezahle, wie viel Geld auf meinem Girokonto ist, und so fort. Warum will der Berater denn das alles wissen? Ich wollte keinen Kredit, sondern Geld anlegen.

Antwort Die Bank muss das machen, sie ist gesetzlich dazu verpflichtet, Kenntnisse und finanzielle Verhältnisse abzufragen, ehe Sie eine Empfehlung abgibt.

Quelle: RP
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