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Börsengang verschoben: Investoren war Air-Berlin-Aktie zu teuer

zuletzt aktualisiert: 05.05.2006 - 09:35

Frankfurt/Main (rpo). Der Billigflieger Air-Berlin hat kurzfristig seinen für heute geplanten Börsengang auf kommende Woche verschoben. Grund für die überraschende Verschiebung ist wohl auf die schwache Nachfrage zurückzuführen. Vor allem ausländischen Investoren war die Aktie zu teuer.

Die Bücher seien zum Ende der Zeichnungsfrist am späten Donnerstagnachmittag nicht ganz gefüllt gewesen, hieß es am Freitag in Frankfurt am Main in Insiderkreisen.

Dabei hätten sich vor allem die Investoren aus dem Ausland zurückgehalten. Für ausländische Anleger sei die Preisspanne von 15 bis 17,50 Euro aber wohl zu hoch gewesen. Eine so große Transaktion könne ohne Beteiligung gerade der wichtigen britischen Adressen nicht durchgeführt werden. Am Freitag wollen Air Berlin und die Konsortialbanken nun das weitere Vorgehen beraten. Dabei sei es derzeit sehr wahrscheinlich, dass die Preisspanne gesenkt werde.

Institutionelle Adressen in Deutschland haben dagegen den Kreisen zufolge große Zeichnungsaufträge abgegeben.

In Finanzkreisen sei die Verschiebung des Börsenganges keine große Überraschung, hieß es unter Aktienhändlern. Mit Blick auf die schwache Entwicklung im vorbörslichen Handel sei bereits in den vergangenen Tagen eine relativ niedrige Nachfrage zu vermuten gewesen. Zudem dürfte die kritische bis negative Berichterstattung in den Medien vor allem bei Privatanlegern für Zurückhaltung gesorgt haben. So hatten Anlegerschützer vor dem "hochspekulativen" Papier gewarnt.

Air Berlin hatte am Donnerstagabend den für Freitag geplanten Börsengang kurzfristig um eine knappe Woche auf den 11. Mai verschoben. Gründe nannte das Unternehmen dafür nicht.

Quelle: afp2

 
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