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Börse: Keine Feierstimmung nach Obamas Amtsantritt

zuletzt aktualisiert: 21.01.2009 - 18:14

New York/Frankfurt (RPO). An den Börsen hat sich die Feierstimmung rund um die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Barack Obama nicht widergespiegelt. Der Dow-Jones-Index an der New Yorker Wall Street brach am Dienstag um 4,1 Prozent ein. Auch an der Frankfurter Börse kletterte der Dax nur minimal nach oben.

In den USA gab der technologielastige Nasdaq-Index am Dienstag sogar um fast sechs Prozent nach. Der Nikkei-Index an der Börse in Tokio verlor am Mittwoch um 2,0 Prozent. Der Deutsche Aktienindex (Dax) stand am Abend bei 4261 Punkten und damit 0,5 Prozent im Plus.

"Der Obama-Faktor hat nicht den erhofften Schwung für die deprimierten Märkte gebracht", sagte der Börsenhändler Chris Bennett von ChoiceOdds in London. "Es kommt einem die alte Weisheit in den Sinn, wonach man die Märkte eben nicht täuschen kann." Der Investment-Chef von SJS Markets in Hongkong, Dariusz Kowalczyk, sagte, Grund für die schwache Kursentwicklung sei die Sorge um den Zustand der Banken, vor allem in den USA.

So fiel der Kurs der US-Bank Citigroup um 20 Prozent, weil Anleger fürchten, das Institut könnte erneut Staatshilfe in Anspruch nehmen müssen. Die Aktien anderer Banken mussten ebenfalls schwere Verluste hinnehmen. Auch im Dax verloren vor allem Finanztitel.

Der neue US-Präsident Obama hatte bei der Rede zu seiner Amtseinführung angekündigt, schnell die Probleme der Finanz- und Wirtschaftskrise anzugehen. Zugleich sagte Obama, die US-Wirtschaft sei "massiv geschwächt als Folge der Gier und Verantwortungslosigkeit einiger". Damit spielte Obama auf die Ursachen der Finanzkrise an, die unter anderem in der lockeren Kreditvergabe von Banken, der Schaffung undurchsichtiger Finanzprodukte und der kaum regulierten Spekulation auf hohe Renditen wurzelt.

Quelle: AFP

 
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