US-Investmentbank in der Krise: Lehman-Brothers-Aktie bricht nach Gerüchten ein
zuletzt aktualisiert: 10.09.2008 - 10:19Seoul/New York (RPO). Aufruhr bei der US-Investmentbank Lehman Brother: Aufgrund von Gerüchten ist die Aktie der Bank um 45 Prozent eingebrochen. Demnach soll angeblich die staatseigene Korea Development Bank (KDB) die Gespräche mit Lehman Brothers abgebrochen haben.
Die Aktie gab am Dienstag an der New Yorker Börse um 7,79 Dollar nach, das ist der niedrigste Wert seit zehn Jahren. Hintergrund war ein Medienbericht, wonach die Gespräche mit der staatseigenen Korea Development Bank (KDB) über einen Kauf der US-Investmentbank ohne Einigung zu Ende gegangen sein sollen. Eine Bestätigung dafür gab es aber nicht.
Erst am Mittwoch wurde bekannt: Die staatseigene Korea Development Bank (KDB) hat Gespräche über eine Beteiligung an der angeschlagenen US-Investmentbank Lehman Brothers abgebrochen. Ein KDB-Sprecher begründete den Abbruch der Gespräche am Mittwoch mit "Differenzen". Bereits am Dienstag war die Aktie von Lehman Brothers enorm unter Druck geraten und hatte 45 Prozent verloren.
Lehman Brothers hatte im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres wegen der US-Hypothekenkrise einen Verlust von 2,87 Milliarden Dollar hinnehmen müssen und damit erstmals seit seiner Ausgliederung aus American Express rote Zahlen geschrieben. Analysten halten die viertgrößte Investmentbank der USA, die bereits 1840 gegründet wurde, für das derzeit in der Kreditkrise verwundbarste Institut.
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