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Zinssatz-Manipulationen
Ex-Händler der Deutschen Bank räumt Libor-Absprachen ein

Das Führungspersonal der Deutschen Bank
Das Führungspersonal der Deutschen Bank FOTO: dapd
New York. Ein ehemaliger Händler der Deutschen Bank hat nach Angaben des US-Justizministeriums vor einem Gericht seine Mitwirkung an der Manipulation des Zinssatzes Libor eingeräumt.

Durch Absprachen seien die Handelsaktivitäten des 43-jährigen britischen Staatsbürgers gewinnträchtiger geworden, wovon der Angeklagte dann selbst profitiert habe, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. In den Libor-Skandal sind weltweit mindestens 16 Geldhäuser verwickelt, darunter die Deutsche Bank.

Einzelne Händler hatten sich bei der Festsetzung des Zinssatzes abgesprochen, um ihn in die gewünschte Richtung zu lenken und Handelsgewinne einzustreichen. Am Libor und verwandten Referenzzinsätzen hängen Geschäfte in einem Volumen von vielen hundert Billionen Dollar täglich, wodurch sich schon durch kleine Bewegungen Gewinne erzielen lassen.

Viele Banken haben sich mit diversen Behörden bereits auf milliardenschwere Vergleiche geeinigt. Klagen privater oder institutioneller Anleger stehen aber noch aus.

 

(REU)
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