Rettungsanker: Milliarden-Hilfe für General Motors
zuletzt aktualisiert: 30.12.2008 - 06:26Washington (RPO). Die Finanzsparte GMAC von General Motors erhält fünf Milliarden Dollar Unterstützung aus dem Rettungspaket der Regierung.
Außerdem soll GM einen Kredit von bis zu einer Milliarde Dollar erhalten, um einen Schuldenhandel (debt for equity swap) mit GMAC zu ermöglichen, wie das Finanzministerium in Washington mitteilte. Der Kredit ergänzt demnach die finanzielle Unterstützung, die Washington GM und Chrysler bereits am 19. Dezember zugesagt hat.
Die US-Notenbank hatte vergangene Woche einem Antrag von GMAC auf Umwandlung in eine Bankenholdung stattgegeben. Dies war Voraussetzung für eine Unterstützung aus dem staatlichen 700-Milliarden-Rettungspaket. Andernfalls hätte GMAC nach Ansicht von Beobachtern Gläubigerschutz beantragen oder Konkurs anmelden müssen.
Auch die Chance für ein Überleben von GM selbst hätten sich damit verschlechtert. GMAC stellt Finanzierungen für GM-Händler und -Kunden sowie Immobilienkredite bereit. Im Fall einer Insolvenz wären etwa 85 Prozent der nordamerikanischen GM-Händler von einer Finanzierung abgeschnitten gewesen.
Kerkorian verkauft Ford-Anteile
Unterdessen verkaufte Der US-Milliardär Kirk Kerkorian seine Anteile am Autobauer Ford. Kerkorian habe keine Ford-Aktien mehr, sagte ein Sprecher seiner Holding Tracinda am Montag der Agentur Dow Jones.
Erst vor acht Monaten hatte Kerkorian seinen Anteil an Ford auf über sechs Prozent erhöht. Im Oktober begann er dann aber, Ford-Aktien abzustoßen. Ford ist von der derzeitigen Krise zwar auch betroffen, aber nicht so schwer wie seine Wettbewerber General Motors und Chrysler.
Die für Montag erwartete Zahlung einer ersten Hilfstranche für General Motors und Chrysler verzögerte sich. Das Geld werde zu einem Termin ausgezahlt, der die kurzfristigen Finanzierungsbedürfnisse der beiden Firmen berücksichtige, sagte eine Sprecherin des US-Finanzministeriums, ohne ein Datum zu nennen. Die Zahlung werde wohl nicht wie vorgesehen noch am Montag stattfinden, hieß es aus dem Ministerium.
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