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Um 0,7 Prozent auf 3917,08 Punkte gestiegen: Nachgebende Ölpreise: DAX in Gewinnzone

zuletzt aktualisiert: 03.06.2004 - 18:20

Frankfurt/Main (rpo). Wegen eines leicht entspannten Ölhandels ist der Deutsche Aktienindex (DAX) am Donnerstag mit einem leichten Plus aus dem Handel gegangen.

Der DAX verbesserte sich um 0,7 Prozent auf 3917,08 Punkte. Der TecDAX legte um 0,2 Prozent auf 562,02 Zähler zu und der MDAX stieg um 0,6 Prozent auf 4899,97 Punkte. Die nachgebenden Ölpreise hätten den DAX am späten Nachmittag gestützt, sagte ein Händler. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hatte zuvor eine deutliche Ausweitung ihrer Fördermengen bekannt gegeben. Auf die Bestätigung der Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) reagierten die Börsen kaum.

Etwas leichter zeigten sich dagegen die Kurse an Wall Street. Verhaltene Reaktionen auf Konjunkturdaten und die OPEC-Entscheidung sorgten bislang nicht für die erwartete Kauflaune, sagten Marktteilnehmer. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte verlor bis gegen 17.30 Uhr 0,3 Prozent auf 10 231 Punkte. Der Nasdaq-Composite-Index fiel um 0,8 Prozent auf 1973 Zähler.

Der Euro tendierte gegenüber dem US-Dollar seitwärts. Am Devisenmarkt wurde die europäische Gemeinschaftswährung am Abend mit 1,2225 Dollar gehandelt. Die EZB hatte am Mittag einen Referenzkurs von 1,2226 Dollar festgestellt.

Gewinner Commerzbank, Verlierer Lufthansa

Im DAX war die Commerzbank ein Gewinner. Sie verbesserten sich um 2,8 Prozent auf 13,64 Euro. Bei DaimlerChrysler wirkten sich Anzeichen für eine Wende bei Chrysler positiv aus. Die Aktien stiegen um knapp zwei Prozent auf 36,87 Euro. Münchener Rück profitierten von einem als gut bewerteten Zwischenbericht und verteuerten sich um 1,4 Prozent auf 84,68 Euro.

Zu den Verlierern gehörten Lufthansa mit einem Minus von 1,8 Prozent auf 11,38 Euro. BMW gaben 0,7 Prozent auf 34,36 Euro nach. Die Absatzzahlen in den USA sind nach Einschätzung von Händlern für BMW zwar gut ausgefallen, die gemischten Zahlen der übrigen Hersteller zeigten aber die schwierige Lage auf dem US-Automarkt.

Im TecDAX verbuchten Kontron mit einem Plus von 5,1 Prozent auf 6,83 Euro die deutlichsten Gewinne. Micronas legten um 3,1 Prozent auf 36,40 Euro zu. Dagegen brachen REpower um 4,9 Prozent auf 17,61 Euro ein. Vor allem die Aussage von Vorstandschef Fritz Vahrenholt, der Ausstieg des Großinvestors Hugo Denker werde nicht zu einer Übernahme des Unternehmens führen, belastet einem Händler zufolge den Kurs. Unter Druck standen auch IDS Scheer, Jenoptik und QSC.


 
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